Logo/Hauptseite des SSG Psychologie
Logo/Hauptseite der Saarlšndischen Universitšts- und Landesbibliothek

Unehrlich und erfolgreich… – bis die Blase platzt?

9. Dezember 2014 – 00:01 wal (679x aufgerufen)

Wird in einem Gespräch das Thema auf die momentane Bankensituation gelenkt, fallen uns sehr schnell einige Skandale der vergangenen Monate ein. Es bleibt hierbei die Frage, ob die Skandale eher als Ausnahmefälle zu verstehen sind oder aber ob Unehrlichkeit zu einem Problem der ganzen Branche geworden ist.

Dieser Fragestellung hat sich nun eine Schweizer Forschergruppe der Universit√§t Z√ľrich angenommen. Im Rahmen einer Studie wurden 200 Bankangestellte untersucht. 128 von ihnen waren an einer international agierenden Bank angestellt, die anderen an kleineren Kreditinsituten. Die Probanden wurden vor eine M√ľnzwurfaufgabe gestellt: Sie sollten jeweils das richtige Ergebnis vorhersagen, wobei sie bei jeder richtigen Prognose 20 Doller verdienen konnten. Der Knackpunkt: Die Banker wurden dar√ľber informiert, dass sie nur dann das Geld ausgezahlt bekommen w√ľrden, wenn sie sp√§ter nach Durchf√ľhrung der M√ľnzw√ľrfe ein Ergebnis abgegeben konnten, das entweder dem Durchschnittswurfergebnis aller M√ľnzwerfer entsprach oder h√∂her war. Gleichzeitig wurde ihnen das Gef√ľhl vermittelt, dass das Zustandekommen der abgegebenen Ergebnisse nicht kontrolliert werden w√ľrde.

Ein Teil der Banker wurde mit Hilfe eines Fragebogens auf ihren Beruf und den zugeh√∂rigen Verhaltensnormen fixiert, die andere Gruppe sollte das Spiel einfach als Freizeitaktivit√§t durchf√ľhren. W√§hrend die „Freizeitgruppe“ ein M√ľnzwurfergebnis, das 51, 6% richtige W√ľrfe beinhaltete, √ľbermittelten, gab die „Bank“-Gruppe an, im Schnitt 58,2% richtige Vorhersagen getroffen zu haben. Dies ist bedeutsam √ľber einem Zufallsergebnis, wie es bei einer M√ľnzwurfaufgabe erwartet werden kann. Die Forscher vermuteten aufgrund der Ergebnisse, dass in der Bankbranche unehrliches Verhalten eher toleriert werden w√ľrde.

Mehr zum Artikel

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Wenn Unfreundlichkeit ein Vorteil ist

20. Mai 2014 – 11:44 wal (732x aufgerufen)

319668_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de Geht man in ein Geschäft, möchte man fachgerecht bedient werden und das auch möglichst höflich. Das dies nur in einem gewissen Rahmen der Fall ist,  lässt eine neue Studie der University of British      Columbia vermuten: Versuchspersonen wurden in reale Verkaufssituationen involviert oder aber sie mussten sich diese Situationen vorstellen. Der sie beratende Verkäufer war dabei entweder freundlich  oder unfreundlich. Im Anschluss wurden alle nach dem Produkt befragt, dass ihnen in der Situation angeboten wurde. Von besonderem Interesse war hierbei, welchen Wert die Versuchsteilnehmer dem  angebotenen Artikel zuschrieben und wie begehrenswert es ihnen erschien.

Es zeigte sich, dass scheinbar vor allen Dingen Luxuswaren bei unfreundlichen Verk√§ufern als besonders begehrenswert eingestuft wurden. Dies galt jedoch nur f√ľr Verk√§ufer, die hochwertige Waren anpriesen. Fraglich bleibt jedoch, inwieweit diese Ergebnisse f√ľr den europ√§ischen Raum √ľbertragen werden k√∂nnen.

 

 

Mehr zum Artikel

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Buchtipp: Evolutionary perspectives on human sexual psychology and behavior

15. Mai 2014 – 11:40 wal (672x aufgerufen)

Ein Mann und eine Frau halten sich bei den Händen. Der Bildausschnitt zeigt nur dieses "Händchenhalten".

„Evolutionary perspectives on human sexual psychology and behavior“ gibt, wie der Titel schon annehmen l√§sst, einen umfassenden Einblick in die menschliche Sexualit√§t aus evolutionspsychologischer Perspektive. Ob es nun darum geht, wie M√§nner das sexuelle Interesse von Frauen wahrnehmen, Frauen K√∂rperbewegungen von M√§nnern interpretieren, die Auswahl des Partners an sich oder aber die Thematik der Homosexualit√§t: Die Bandbreite der behandelten Themen ist gro√ü. Der Leser bekommt im Rahmen der 20 Buchkapitel so einen umfassenden Einblick in aktuelle Theorien der Evolutionspsychologie.

Buchtipp

Das Buch ist aus dem Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek entleihbar.

Bildquelle: © sokaeiko /pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Erfahrung der Großeltern kann sich im Verhalten der Enkel widerspiegeln

17. Dezember 2013 – 00:01 wal (750x aufgerufen)

Großvater mit seinem Enkelkind an der Hand.

K√∂nnen negative Erfahrungen Auswirkungen auf das Erbgut der Nachkommenschaft haben? Betrachtet man die Ergebnisse einer Studie der Emory University School of Medicine in Atlanta, so scheint dies m√∂glich: In einem Versuch wurden M√§use auf den Geruch von Acetophenon konditioniert. Rochen sie die chemische Substanz, folgte kurz darauf ein Elektroschock, sodass die Nagetiere sp√§ter auch dann zur√ľckzuckten, wenn lediglich noch der Geruch pr√§sentiert wurde.¬† Dieses Verhalten zeigten sowohl die direkten Nachkommen der M√§use als auch ihre Enkel. Obwohl sie noch nie Acetophenon gerochen haben, zuckten sie deutlich √∂fter zusammen als eine Kontrollgruppe. Zus√§tzlich konnten bei diesen M√§usen noch neuroanatomische Ver√§nderungen im Geruchscortex festgestellt werden.

Die Forscher vermuten, dass diesem Phänomen ein epigenetischer Mechanismus zu Grunde liegt. Dies bedeutet konkret, dass nicht die Gene selbst verändert werden, sondern die Regulationsstrukturen der Gene. Auf diese Weise können die Gene in ihrer Aktivität beeinflusst werden.

Mehr zum Artikel

Bildquelle: © Lucie Kärcher / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Da irrte Philip Zimbardo: Unter Anonymität ist prosoziales, normgerechtes Verhalten möglich und häufig

5. April 2012 – 14:24 tom (1182x aufgerufen)

In der Anonymit√§t tendieren Menschen dazu, gesellschaftliche Normen zu √ľbertreten? Diese „Deindividuationstheorie“ von Philip Zimbardo und anderen ist widerlegt.

Zum Artikel…

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Das Musterbeispiel einer kriminellen Karriere gibt es nicht

23. Februar 2012 – 16:13 tom (1179x aufgerufen)

Max-Planck-Forscher stoßen auf große Unterschiede zwischen Straftätern.

Zum Artikel…

Bildquelle: © Thorben Wengert / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Lieben und Streiten lernt man als Baby

20. Dezember 2011 – 15:47 tom (1701x aufgerufen)

Das Verhalten in einer Partnerschaft wird bereits in fr√ľhem Alter gepr√§gt.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Steffi Pelz / PIXELIO

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Formel f√ľr ein besseres Leben

6. Dezember 2011 – 22:01 tom (1289x aufgerufen)

Die Menschen m√ľssen erst noch lernen, was sie gl√ľcklich macht, sagen Verhaltensforscher. Dann √§ndert sich auch die Gesellschaft.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Gaby Stein / PIXELIO

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Wie Scham unser Handeln im Alltag bestimmt

21. November 2011 – 17:58 tom (1060x aufgerufen)

Das Fremdschäm-TV inszeniert Momente, in denen Menschen der Lächerlichkeit preisgegeben werden: Doch Scham-Fallen lauern in vielen Bereichen des Lebens.

Zum Artikel… (Deutsch)

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Kinder: Mit Heldenfiguren eigene positive Kräfte erleben

8. November 2011 – 21:48 tom (1035x aufgerufen)

Wenn verhaltensgest√∂rte Kinder auf ihre eigene – vielleicht nur vermeintliche – Schw√§che starren, k√∂nnen sie in eine „Problemtrance“ abgleiten, in √Ąngste, Misserfolgserwartungen, aggressive Verhaltensweisen. „Hier ist es wichtig, als Gegenpol eine wirkungsvolle, kompetenzf√∂rdernde L√∂sungstrance aufzubauen.“

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Harald Wanetschka / PIXELIO

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com