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Schuldig?!

31. MĂ€rz 2014 – 12:28 wal (816x aufgerufen)

Eine sitzende Person hÀlt den Kopf in den HÀnden.Es handelt sich hierbei um eine Figur.

Wie treffsicher erkennen Menschen LĂŒgen? Und kann man LĂŒgen wirklich aufgrund Ă€ußerer Anzeichen wie schwitzende HĂ€nde, abdriftende Augen oder Zittern erkennen? Das Forschungsfeld zu diesem Problem ist groß. So ermittelten neuere Studien Werte, die teilweise unter dem Zufallsniveau lagen, wenn es darum ging, wie sicher Probanden eine LĂŒge erkannten oder nicht. Konkret heißt das, dass die Testpersonen die LĂŒge scheinbar mit einer höheren Wahrscheinlichkeit entdeckt hĂ€tten, wenn sie einfach nur geraten hĂ€tten.

Inwieweit nun die Treffsicherheit beeinflusst wird, wenn die Versuchspersonen auf Ă€ußere Erscheinungen achten, damit beschĂ€ftigt sich eine Studie der University of Berkeley. Die Hypothese der Forscher: Wird bei der LĂŒgenentdeckung auf Ă€ußere Anzeichen des potentiellen LĂŒgners geachtet, könnten diese Informationen sogar eher in die Irre fĂŒhren.
Um diese Hypothese zu testen, wurden 12 Probanden in einen Raum mit einem Briefumschlag gefĂŒhrt, der 100 US-Dollar enthielt und eine der beiden Anweisungen, das Geld entweder zu stehlen oder an Ort und Stelle zu lassen. Nach erledigen dieser Aufgabe wurde ein Verhör durch den Versuchsleiter durchgefĂŒhrt, das widerum auf Video aufgezeichnet wurde. Die Videos wurden nun in einem ersten Versuchsteil 72 weiteren Versuchspersonen gezeigt, die nun entscheiden mussten, inwieweit nun gelogen wurde oder nicht.

In diesem Versuchsabschnitt versagten die Teilnehmer.

In einem zweiten Versuchspart wurden die Probanden nun gebeten, Fotos und Namen der Diebe oder Unschuldigen mit Wörtern wie „ehrlich“ oder „verschlagen“ zu verbinden. Hierbei wurden mit den LĂŒgnern eher negative Begriffe, mit den Unschuldigen eher positive Begriffe in Verbindung gebracht.

Dieses Ergebnis wird von den Forschern dahingegend interpretiert, dass die unbewussten Prozesse bei der LĂŒgendetektion besser funktionieren als die bewussten.

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Bildquelle: © Joachim Berga/ pixelio.de

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