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Einfluss der Psyche auf Asthma

5. November 2014 – 00:01 wal (552x aufgerufen)

Die Psyche hat scheinbar Einfluss auf einige medizinische Leiden wie Asthma oder Allergien. Diese Annahme gibt es schon lĂ€nger. Eine neue Studie einer US-amerikanischen Forschergruppe konnte diese Vermutung nun weiter stĂŒtzen. Hierzu wurden Asthmatiker zunĂ€chst in zwei Gruppen unterteilt und im Anschluss einem sehr starken Duftstoff ausgesetzt, der allerdings harmlos war. Der einen Gruppe wurde nun erzĂ€hlt, dass der Duft therapeutisch sei, daher die Symptome von Asthma verbessern wĂŒrde. Die andere Gruppe hingegen hörte das Gegenteil: Der Duft wĂŒrde die Symptome von Asthma noch weiter verstĂ€rken.

Ergebnis: Probanden, die in der zweiten Gruppe waren – also annahmen, der Duft sei schĂ€dlich fĂŒr sie -, zeigten stĂ€rkere subjektiv empfundene Symptome des Asthmas. Gleichzeitig verschlimmerte sich jedoch auch die EntzĂŒndung der Atemwege. Dies war bei Probanden in der therapeutischen Gruppe nicht der Fall. Sie zeigten keine stĂ€rkere EntzĂŒndung der Atemwege.

Das Ergebnis deutet daraufhin, dass unser Körper entsprechend den Erwartungen reagiert, die er mit einem bestimmten Duft verbindet.

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Auswirkungen von Schlafentzug

1. August 2014 – 12:58 wal (590x aufgerufen)

668527_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deBleiben wir lĂ€nger als 24 Stunden wach, so leidet unser Konzentrationsvermögen stark. Dass wir aber auch Symptome aufweisen, die der Schizophrenie Ă€hnlich sind, fand nun ein Forscherteam der UniversitĂ€t Bonn in Kooperation mit dem King’s College in London heraus. Hierzu wurden 24 Probanden zu zwei Terminen eingeladen. In einem ersten Termin musste eine Nacht im Schlaflabor durchgeschlafen werden. Im zweiten Termin wurden die Versuchspersonen mit Hilfe von beispielsweise Spielen oder SpaziergĂ€ngen wach gehalten. Am nĂ€chsten Tag wurde dann mit ihnen eine PrĂ€pulsinhibition sowie eine Befragung zu ihren EindrĂŒcken durchgefĂŒhrt.

Ergebnis: Die PrĂ€pulsinhibition der Probanden war beeintrĂ€chtigt. Außerdem wurden GerĂŒche, Zeit, Licht und Farben anders wahrgenommen. Einige Versuchspersonen berichteten ebenfalls von GedankensprĂŒngen.

Zur Messung der PrĂ€pulsinhibition trĂ€gt der Proband einen Kopfhörer. Irgendwann ertönt ein lautes GerĂ€usch, das in der Regel eine Schreckreaktion bei der Versuchsperson auslöst. Der Proband ist dabei mit Elektroden verbunden, die Muskelkontraktionen im Gesicht erfassen. Wird die Schreckreaktion ausgelöst, messen die Elektroden quasi, wie stark die Muskelkontraktionen hierbei sind. Wird der Teilnehmer einem PrĂ€puls – ein schwacher Reiz – vor dem lauten GerĂ€usch ausgesetzt, so fĂ€llt beim Gesunden die Schreckreaktion meist schwĂ€cher aus. Die PrĂ€pulsinhibition ist mit der Filterfunktion des Gehirns assoziiert und schĂŒtzt uns vor ReizĂŒberflutungen. Bei Schizophreniepatienten funktioniert dieser Filter jedoch nicht mehr entsprechend.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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