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Initiative gegen Selbstmorddarstellungen in der Presse

2. Dezember 2014 – 00:01 wal (613x aufgerufen)

Begeht eine prominente Person Selbstmord, ist das mediale Interesse an der Tat oft sehr gro√ü. Bedacht wird bei der Berichterstattung jedoch meist nicht, dass die ausf√ľhrliche Schilderung eines Suizides Nachahmer finden k√∂nnte. Dieses Ph√§nomen wird Werther-Effekt genannt. Der Werther-Effekt beschreibt, dass nach der Selbstt√∂tung einer prominenten Pers√∂nlichkeit die Selbstmordrate in der Bev√∂lkerung bedeutsam steigt. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um Nachahmungstaten handelt. Der Effekt wurde nach dem Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ von Johann Wolfgang von Goethe benannt. In dem Roman t√∂tet sich die Hauptfigur selbst. Es wird berichtet, dass die Selbstmordrate in der Bev√∂lkerung nach Ver√∂ffentlichung des Werks gestiegen ist.

Die Deutsche Gesellschaft f√ľr Suizidpr√§vention hat in Kooperation mit der WHO eine Initiative gestartet, die dar√ľber aufkl√§ren soll, wie in Berichterstattungen mit dem Thema Suizid k√ľnftig umgegangen werden sollte. Eine weitere Richtlinie hat der Deutsche Presserat herausgegeben. Problem: Die Initiativen und Richtlinien sind f√ľr Journalisten nicht juristisch bindend. Die Vorschl√§ge sehen wie folgt aus: So sollen beispielsweise dem Suizid keine positiven oder romantischen Aspekte zugesprochen werden. Auch sollte auf einen Artikel auf der Titelseite, sensationelle Darstellungen oder die Verbreitung von Abschiedsbriefen verzichtet werden. Zur√ľckhaltung scheint hier das Gebot der Stunde zu sein.

Die Medien k√∂nnen sich aber auch den sogenannten Papageno-Effekt zu Nutze machen, um eher protektive Wirkung zu erzielen. Der Papageno-Effekt beschreibt, dass nicht das berichtete Selbstmordereignis an sich, sondern der Umgang mit diesem relevant f√ľr Nachahmungstaten sind. Beispielsweise k√∂nnen Berichte √ľber √ľberwundene Krisensituationen oder Hilfsangebote pr√§ventiv wirken.

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Suizid bei Senioren: Alarmierende Zahlen

1. Oktober 2014 – 00:01 wal (623x aufgerufen)

466396_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deWird √ľber Suizid und Suizidpr√§vention berichtet, wird eine gesellschaftliche Gruppe meist vergessen: Senioren. Dabei werden etwa 40 % der in Deutschland registrierten Suizide von √ľber 60-J√§hrigen begangen; in dieser Zahl sind noch keine Selbstt√∂tungen enthalten, die nicht als solche erkannt werden. Die Ursachen k√∂nnen mannigfaltig sein, so k√∂nnen beispielsweise physische und psychische Probleme zu den Gr√ľnden gerechnet werden. Aber auch Einschr√§nkungen in der Mobilit√§t, ver√§nderte Lebensumst√§nde oder der Verlust des eigenen Partners k√∂nnen Ursachen sein.

Das Problem hierbei ist jedoch, dass die Suizidabsicht oft nicht erkannt wird. Dabei gibt es meistens Vorboten, beispielsweise ein Interessenverlust, sozialer R√ľckzug oder Suizid√§u√üerungen. Aber auch eine pl√∂tzlich gel√∂ste Stimmung, obwohl in der Vorgeschichte Suizidabsichten ge√§u√üert wurden, kann ein Anzeichen f√ľr einen bevorstehenden Suizid sein.

Mittlerweile gibt es einige Anlaufstellen deutschlandweit, um Hilfe zu erhalten: Von der Telefonseelsorge √ľber spezielle Sozialstationen. Problematisch ist jedoch, dass in der entsprechenden Bev√∂lkerungsgruppe zu wenig Wissen √ľber diese Hilfeeinrichtungen besteht.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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„Welt-Suizid-Report“ der WHO

19. September 2014 – 00:01 wal (706x aufgerufen)

Exif_JPEG_PICTUREVor kurzem wurde von der Weltgesundheitsorganisation der erste „Welt-Suizid-Report“ herausgegeben. Die Organisation bittet, verantwortungsvoll mit den ver√∂ffentlichten Daten umzugehen.

Laut Bericht nehmen sich jedes Jahr etwa 800.000 Menschen weltweit das Leben. Auff√§llig ist hierbei die internationale Verteilung der Suizide: √Ąrmere L√§nder scheinen eine h√∂here Suizidrate zu haben wie reichere. Au√üerdem unterscheidet sich auch das Geschlechterverh√§ltnis: W√§hrend beispielsweise in Deutschland der gr√∂√üte Teil der Suizide von M√§nnern begangen wird, liegen die Zahlen f√ľr beide Geschlechter in √§rmeren L√§ndern n√§her beieinander. Betrachtet man das Alter der Betroffenen, so f√§llt auf, dass Tod durch Suizid bei den 15-29-j√§hrigen die zweith√§ufigste Todesursache darstellt. Ebenfalls sticht hervor, dass global die h√∂chsten Suizidraten bei den √ľber 70-j√§hrigen gefunden werden konnten.

Die Mitgliedsl√§nder der WHO verabschiedeten einen Beschluss, der die Senkung der Suizidraten um 10 % bis zum Jahre 2020 vorsieht. Zum Erreichen dieses Ziels wurden bereits einige Pr√§ventionsma√ünahmen vorgestellt, beispielsweise den Ausbau von Hilfsangeboten f√ľr Patienten mit chronischen Schmerzen oder psychischen Problemen.

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Bildquelle: ©  Jakob Ehrhardt / pixelio.de

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Hitze erhöht das Suizidrisiko

27. November 2012 – 11:08 kri (1157x aufgerufen)

Sonnenschirm unter der Sonne

Wenn die Tage k√§lter und k√ľrzer werden, f√ľhlen sich viele lustloser und trauriger als noch im Sommer. Auch wenn diese tr√ľbe Stimmnung nicht in jedem Fall eine Depression bedeutet, kennen viele Menschen diesen Effekt des Herbst. Es ist wissenschaftlich bewiesen, welchen wichtigen einfluss das Licht auf unsere psychische Gesundheit hat. In den skandinavischen L√§ndern, wo es in den Wintermonaten oft gar nicht richtig hell wird, gehen viele Menshcen regelm√§√üig in Sonnenstudio. Das k√ľnstliche UV- Licht stellt einen guten Ersatz f√ľr die Sonnenstralen dar. Es verhilft, dass die Werte des antidepressivwirkenden Vitamin D und Melatonin konstant bleibt und so die Stimmung nicht getr√ľbt wird. Trotzdem ist die Suizidrate im Winter geringer als im Sommer. Woran liegt das? Gerade im Sp√§tfr√ľhling, wenn die Tage wieder deutlich w√§rmer und l√§nger werden, bringen sich die meisten Menschen selbst um. Die Erkl√§rung finden sie hier.

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Selbstmord galt lange als Tabuthema. Bis ins fr√ľhe 19. Jahrhundert wurden Selbstm√∂rder keine Bestattung auf dem Friedhof gew√§hrt. Doch was ist der Ausl√∂ser, wen ein Mensch sich selbst das Leben nimmt.¬† Thomas K√∂rner hat in seinem Buch „Suizid“ viele Faktoren, die den Selbstmord bedingen, thematisiert. Au√üerdem erarbeitet er den Zusammenhang zwischen Suizid und psychischen Krankheiten.

Zum Buch ¬†„Suizid“ von Thomas K√∂rner

Bildquelle: © Norman Rönz/ pixelio.de

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Wie Therapeuten Suizid-Gefährdeten helfen können

6. Dezember 2011 – 21:53 tom (1482x aufgerufen)

Eine Selbsttötung ist nicht der einzige Ausweg: Psychiater diskutieren in Berlin, wie sie Betroffenen diese Botschaft vermitteln können.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Jetti Kuhlemann / PIXELIO

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Kleist: ‚ÄěO lieber tausend Tode, als ein einziges Leben wie dieses!‚Äú

29. November 2011 – 12:38 tom (1039x aufgerufen)

 

‚ÄěDie Wahrheit ist, da√ü mir auf Erden nicht zu helfen war‚Äú, schrieb Heinrich von Kleist am 21. November 1811 an seine Schwester Ulrike, kurz bevor er Suizid beging.

√Ąrztliche Fallbeispiele und g√§ngige Behandlungsmethoden werden in Kleists Werk literarisch verarbeitet.

Zum Artikel… (Deutsch)

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Die Biologie des Selbstmordes

29. August 2011 – 12:13 tom (1179x aufgerufen)

Manche Menschen haben erblich bedingt ein erhöhtes Risiko, Selbstmord zu begehen. Es zeigt sich, dass bestimmte Gene Verhaltensweisen beeinflussen, die ihrerseits einen Suizid fördern.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: ©  D.Braun / PIXELIO

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Niedriger IQ, hohes Suizidrisiko

17. Juni 2010 – 09:18 Timo (2086x aufgerufen)

„Ein niedriger Intelligenzquotient erh√∂ht das Risiko, dem Leben selbst ein Ende zu setzen. Das zeigt eine Studie mit √ľber einer Million schwedischer M√§nner.“ (Focus.de, 04.06.10)

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/selbsttoetung-niedriger-iq-hohes-suizidrisiko_aid_515441.html

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Klinische Depression РDie verdrängte Volkskrankheit

15. November 2009 – 10:52 Timo (1365x aufgerufen)

„Millionen von Deutschen leiden an behandlungsbed√ľrftigen Depressionen, jedes Jahr nehmen sich Tausende das Leben. Die gef√§hrliche Krankheit √§hnelt manchmal schlechter Laune so sehr, dass sie als harmlos abgetan wird, gar als selbstverschuldete Schw√§che. Ein schwerer gesellschaftlicher Irrtum.“ (spiegel, 15.11.09) Erfahren Sie in folgendem Artikel mehr √ľber Depressionen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,660966,00.html

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Verringert Lithium im Trinkwasser die Selbstmordrate?

14. Mai 2009 – 10:25 Timo (1633x aufgerufen)

Laut einer japanischen Studie gibt es eine Verbindung zwischen Lithium-Gehalt des Trinkwassers und Selbstmordrate. Lithium scheint eine präventive Wirkung zu haben.

Die Studie finden Sie hier:

http://www.scribd.com/doc/14828519/

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