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Gestresst und gleichzeitig sozial?

27. MĂ€rz 2014 – 13:40 wal (624x aufgerufen)

TerminkalenderWenn Tiere gestresst sind, flĂŒchten sie oder bereiten sich auf eine Kampfreaktion vor. Nach gĂ€ngigen psychologischen Modellen sollte das beim Menschen im ĂŒbertragenen Sinn auch der Fall sein. Doch kann man das auf diese Weise verallgemeinern? Reagieren Frauen und MĂ€nner vielleicht unterschiedlich auf psychosozialen Stress?

Unter anderem mit dieser Frage befasst sich eine neue Studie der UniversitĂ€t Wien in Kooperation mit der UniversitĂ€t Freiburg und der Scuola Internationale Superiore di Studi Avanzati Triest. Die Hypothese: Menschen unter psychosozialem Stress agieren egozentrischer und zeigen damit weniger Empathie fĂŒr ihre Mitmenschen. Im Versuchsaufbau wurden daher je 40 Frauen und MĂ€nner in potentiell sehr stressige Situationen -dem öffentlichen Vortragen einer PrĂ€sentation sowie dem Rechnen schwerer Mathematikaufgaben unter Zeitdruck- gebracht. Um sicherzugehen, dass die Probanden auch wirklich akut gestresst waren, ermittelten die Forscher Cortisolwerte und die Pulsfrequenz der Studienteilnehmer. In einer Folgeaufgabe wurden die Versuchsteilnehmer dann gebeten, Aufgaben zur Empathie- und PerspektivenĂŒbernahme zu lösen. Ergebnis: WĂ€hrend MĂ€nner auf das Stressereignis hin mit einem verminderten Empathievermögen reagierten, war die Reaktion der Frauen umgekehrt. Die weiblichen Versuchspersonen zeigten im Rahmen der Stresssituation eine gesteigerte Empathie.

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Mehr zum Thema „Stress“ finden Sie im Bestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © ro18ger/ pixelio.de

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Bei Stress greift die Macht der Gewohnheit

2. August 2012 – 14:48 kri (1359x aufgerufen)

 Figur, die unter Zeitdruck leidet

Zum FrĂŒhstĂŒck immer das gleiche MĂŒsli, im Radio ist ein bestimmter Sender eingestellt und pĂŒnktlich zur Abendserie wird der Fernseher angeschaltet. Wer kennt sie nicht- die alltĂ€glichen Geflogenheiten? Besonders wenn wir gestresst sind, tendieren wir dazu in alte Gewohnheiten zu fallen, auch wenn diese nicht unbedingt unseren Zielen, WĂŒnschen entsprechen.

Forscher an der Ruhr UniversitĂ€t- Bochum haben jetzt herausgefunden, dass eine bestimmte Kombination von Stresshormonen die AktivitĂ€t der Hirnregion fĂŒr zielgerichtetes Verhalten verringert. Den genauen Ablauf der Studie können Sie hier nachlesen. Wenn Sie mehr zum Thema Stressphysiologie und Stressverarbeitung erfahren wollen, finden Sie folgende Werke zum Nachlesen auch bei uns: Klaus R. Scherer- „Die Streßreaktion: Physiologie und Verhalten“ oder Carolyn Aldwin- „Stress, coping and development: an integrative perspective“.

NatĂŒrlich wĂŒrden wir auch gerne erfahren, in welche alte Gewohnheiten Sie bei einem hohen Stresspegel fallen? Was können Sie absolut nicht lassen, auch wenn es nicht gerade ihrem Ziel entspricht? Oder haben Sie das GefĂŒhl, dass Sie sich mehr zielgerichtet verhalten, unabhĂ€ngig vom Stresspegel?

Bildquelle: © Gerd Altmann  / pixelio.de

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