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Weißt du eigentlich, was du sagst?

2. Mai 2014 – 12:18 wal (785x aufgerufen)

Kopfhörer, der neben einem Laptop liegt.

Wenn wir sprechen, wissen wir auch, was wir sagen. So zumindest die allgemeine Annahme.

Eine neue Studie der schwedischen Lund University stellt diese Auffassung jedoch in Frage: Im Rahmen eines Versuches sollten Probanden eine klassische Stroopaufgabe lösen. Um beim Lösen der Aufgabe auditorisches Feedback zu bekommen, trugen die Teilnehmer Kopfhörer. Was sie jedoch nicht wussten: Mittels eines Programms war es den Forschern möglich, die eigentlich gesagten Wörter in phonologisch sehr ähnlich klingende Begriffe umzuwandeln, sodass sich ganz neue Wortbedeutungen ergaben.

Die Probanden entdeckten hierbei lediglich ein Drittel der Veränderungen im auditorischen Feedback. Auf Nachfrage, was sie denn eigentlich gesagt hätten, gaben die Probanden das Wort an, das sie gehört hatten. Folge: Die Teilnehmer schätzten sich schlechter in der Aufgabe ein, als sie tatsächlich waren.

Die Studie lässt vermuten, dass wir auf unsere eigene Sprache hören müssen, um den Inhalt des Gesagten genauer bestimmen zu können.

 

Bei der Stroopaufgabe werden den Probanden Farbwörter in unterschiedlichen Farben gezeigt. Die Aufgabe der Versuchsteilnehmer besteht nun darin, die Farbe des Wortes zu nennen, ohne es dabei zu lesen. Die Wörter können dabei in der selben Farbe geschrieben sein wie das Gedankengut, das sie ausdrücken oder aber Wortinhalt und Farbe unterscheiden sich voneinander.

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Bildquelle: © Pascua Theus / pixelio.de

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Nur schüchtern?

6. Februar 2014 – 00:01 wal (673x aufgerufen)

Eine schwarze Skulptur, die den Kopf nach vorne hängen lässt.Wenn Kleinkinder nicht mit dem Sprechen beginnen, liegt der Verdacht einer Sprachstörung nahe. Sie könnten aber auch einfach schüchtern sein. So zumindest das Ergebnis einer Studie der University of Colorado. Hierzu wurden 408 Zwillingspärchen jeweils im Alter von 14, 20 und 24 Monaten im Bezug auf ihre Sprachfähigkeit untersucht. Die Kinder wurden dazu angeregt, Laute und Wörter nachzuahmen oder Fragen der Versuchsleiter zu beantworten. Außerdem sollten sie Aufforderungen Folge leisten. So konnten die Forscher zum einen die Fähigkeit des Sprechens an sich und zum anderen das Sprachverständnis der Kinder beurteilen. Zusätzlich wurden bei jedem Erhebungszeitpunkt schüchternes und ängstliches Verhalten der Kinder von Seiten der Forscher und der Eltern eingeschätzt.

Im Schnitt zeigten Mädchen innerhalb der Versuchsreihe zwar zurückhaltenderes Verhalten, aber bessere Sprachfähigkeiten. Auch zeigte sich für schüchternere Kleinkinder zwar ein adäquates Sprachverständnis, jedoch auch ein geringer ausgeprägtes Antwortverhalten auf Fragen.

 

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Mehr zum Thema „Schüchternheit in der Kindheit“ finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts-und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © JMG / pixelio.de

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