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Mit paradoxem Denken zum Erfolg

18. Juli 2014 – 10:45 wal (497x aufgerufen)

410237_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.deWas tun, wenn eine Verhandlung so festgefahren ist, dass sich beide Parteien nicht mehr von ihrem Standpunkt bewegen? Einen völlig neuen Ansatz liefert eine Studie der UniversitĂ€t von Tel Aviv. Die Forscher untersuchten, wie sich eine extrem ĂŒberspitzte Darstellung der Gegenmeinung auf die Position des Verhandlungspartners auswirkt. Die Studie wurde im Hinblick auf den PalĂ€stina-Konflikt auf israelischer Seite durchgefĂŒhrt.

ZunĂ€chst wurden die Probanden nach ihren politischen Meinungen in Bezug auf den Konflikt befragt. Im Anschluss wurden den Versuchsteilnehmern dann Kurzfilme prĂ€sentiert: WĂ€hrend die eine Gruppe einen touristischen Werbefilm ĂŒber Israel sahen, wurde der anderen Gruppe mehrere Filme gezeigt, die den PalĂ€stina-Konflikt zum einen als gut, zum anderen als wichtig fĂŒr die israelische IdentitĂ€t darstellten. Im Anschluss wurden wiederum die politischen Ansichten der Probanden erhoben. Im Vergleich zu der Gruppe, die lediglich den Werbespot gesehen hatte, Ă€nderten die Menschen, denen die Filme ĂŒber den Konflikt gezeigt wurden, ihre Meinung stĂ€rker. Dies war auch bei Probanden mit rechten Standpunkten der Fall. Insgesamt wurde die Gegenseite weniger fĂŒr den Konflikt verantwortlich gemacht. Auch zeichnete sich die MeinungsĂ€nderung in Wahlen nach dem Experiment ab: Die Probanden wĂ€hlten eher Parteien, die sich fĂŒr den Frieden engagierten.

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Mehr zum Thema „VerhandlungsfĂŒhrung“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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Altruistischer durch Demokratie?

11. Juli 2014 – 08:04 wal (682x aufgerufen)

78308_web_R_K_B_by_S.  Hofschlaeger_pixelio.deObwohl das Bewusstsein fĂŒr den Klimawandel in vielen Menschen geweckt ist, wird wenig unternommen, um Ressourcen zu schonen. Forscher um Oliver Hauser versuchten diesem PhĂ€nomen mit Hilfe einer Studie auf den Grund zu gehen. Im Rahmen eines Experimentes wurden die Probanden in Gruppen zu je fĂŒnf Personen eingeteilt. Jede dieser Gruppen erhielt ein Budget von 100 Werteinheiten. Aufgabe war es nun, das Budget aufzuteilen. Dabei durfte jede Versuchsperson maximal 20 Werteinheiten fĂŒr sich beanspruchen. Zu beachten war jedoch auch, dass eine nachfolgende Spielergruppe nur dann ebenfalls etwas erhielt, wenn die VorgĂ€ngergruppe nicht mehr als 50 Werteinheiten untereinander aufteilte. In diesem Fall bekam eine Nachfolgegruppe dieselbe Menge an Werteinheiten wie ihre VorgĂ€nger. Die meisten der Spieler verhielt sich dabei gerecht im Bezug auf nachfolgende Spielergruppen, dennoch fand sich in jeder Gruppe mindestens ein Spieler, der fĂŒr sich das volle Budget in Anspruch nahm.

In einem weiteren Versuchsabschnitt wurde nun eine Demokratie eingefĂŒhrt. Konkret bedeutete das, dass die Teilnehmer untereinander abstimmen mussten, wieviele Einheiten jeder Spieler erhalten sollte. Das Abstimmungsergebnis war hierbei bindend. Nun wurden die Ressourcen fast immer gerecht verteilt. Dieses Ergebnis zeigte sich allerdings nur dann, wenn sich alle Versuchspersonen an die Abstimmung halten mussten.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Soziale Ausgrenzung tut weh

4. Juli 2014 – 10:11 wal (870x aufgerufen)

193660_web_R_K_B_by_Ute Bibow_pixelio.deWas passiert, wenn Menschen sozial ausgegrenzt werden? Es tut weh und das wohl wirklich wörtlich. So zumindest die Ergebnisse einer Studie der University of California in Los Angeles. Untersucht wurde das PhĂ€nomen soziale Ausgrenzung mit einem Computerspiel. Der Teilnehmer konnte als virtuelle Spielfigur an einem Ballspiel teilnehmen, bei dem sich drei Personen, der Proband und zwei virtuelle Figuren, BĂ€lle zuwarfen. Irgendwann wurde der Teilnehmer jedoch von dem Spiel ausgeschlossen: Die beiden Computercharaktere warfen nur noch einander die BĂ€lle zu und ließen den Versuchsteilnehmer außen vor. Die Probanden reagierten darufhin auf Schmerzreize empfindlicher. Das war vor allen Dingen dann der Fall, wenn die Teilnehmer Ă€ngstlich-neurotisch waren.

Andere Studien fanden sogar einen Anstieg der EntzĂŒndungswerte des Körpers bei Personen, die sozial ausgegrenzt wurden. Diese könnten mit dem erhöhten Schmerzempfinden in Zusammenhang stehen.

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Mehr zum Thema „soziale Ausgrenzung“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © Ute Bibow / pixelio.de

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Buchtipp: Social Beings: Core Motives in Social Psychology

24. April 2014 – 10:35 wal (617x aufgerufen)

Menschenmenge. Gezeigt werden die FĂŒĂŸe.

Auch in seiner ĂŒberarbeiteten dritten Auflage behandelt „Social Beings: Core Motives in Social Psychology“ wieder wichtige Themen der Sozialpsychologie. Angefangen mit der Frage, um was es sich bei Sozialpsychologie eigentlich handelt, ĂŒber methodische Basics bis hin zu Themen wie pro- und antisozialem Verhalten, Diskriminierung und vielen weiteren, wird der Leser in die Materie eingefĂŒhrt.

Die Autorin Susan T. Fiske ist Professorin an der Princeton University. Aus ihrer Feder sind bis jetzt zahlreiche BĂŒcher zum Thema Sozialpsychologie entstanden.

Das Buch ist aus dem Literaturbestand der SaarlÀndischen UniversitÀts- und Landesbibliothek entleihbar.

Buchtipp

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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BundesprÀsident Wulff in der MedienaffÀre

11. Januar 2012 – 15:19 tom (1067x aufgerufen)

Sozialpsych. Sollmann zu Wulffs TV-Interview: „Der Auftritt war rhetorisch plump“

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Was eine Entschuldigung glaubhaft macht

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Politiker im Rausch eines ĂŒbersteigerten Narzissmus

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Bildquelle: © Rainer Sturm  / pixelio.de

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KonformitÀt in Gruppen

21. April 2009 – 09:57 Timo (1568x aufgerufen)

Jeder Psychologie-Student hört frĂŒher oder spĂ€ter von Solomon Aschs KonformitĂ€tsstudien:

Eine Versuchsperson wurde mit anderen Personen (VerbĂŒndete des Versuchsleiters) in einen Raum gesetzt und bekam eine scheinbar leichte Aufgabe: Der Versuchsleiter zeigte 3 Vergleichslinien und eine Referenzlinie. Jede der „Versuchspersonen“, die echte eingeschlossen, sollte nun angeben, welche der Vergleichlinien die gleiche LĂ€nge wie die Referenzlinie hat. Nach einigen DurchgĂ€ngen gaben die VerbĂŒndeten des Versuchsleiters einstimmig eine falsche Antwort. Wie die echte Versuchsperson auf die  falsche Antwort der Gruppe reagierte sehen Sie in folgendem Video. Wie hĂ€tten Sie reagiert? 😉

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