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TatsÀchlich unscharf: Wenn das Gehirn SehschÀrfe vortÀuscht

21. Oktober 2014 – 00:01 wal (774x aufgerufen)

691889_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.deSchauen wir uns in unserer Umgebung um, gehen wir davon aus, nahezu alles scharf zu sehen. Diese Vorstellung entspricht auch dem Sinneseindruck, den wir haben. Dass jedoch in Wirklichkeit lediglich in einem kleinen Teil des Gesichtsfeldes scharf gesehen werden kann, scheint dabei unvorstellbar. Denn wirklich deutlich sehen können wir nur in dem Bereich, der gerade fokussiert wird. Dieser Umgebungsabschnitt wird auf dem sogenannten gelben Fleck abgebildet, dem Teil der Netzhaut, mit dem wir am schÀrfsten sehen können. Doch wie kommt nun der Eindruck zustande, dass wir nahezu alles scharf sehen können?

Dieser Frage sind Forscher der UniversitÀt Bielefeld nÀher auf den Grund gegangen. In einer Studie sollten Probanden Bilder betrachten, die erst durch Augenbewegungen schrittweise prÀzise erfasst werden konnten. WÀhrend der Betrachtung des Bildes durch die Versuchsperson Ànderten die Forscher heimlich Details innerhalb der Darstellung.

Mit Hilfe dieses Verfahrens sollten unscharfe SeheindrĂŒcke, die außerhalb des fokussierten Bereichs lagen, mit den scharfen SeheindrĂŒcken, die durch die Fokussierung entstanden sind, verknĂŒpft und so gelernt werden. Im Anschluss an die oben beschriebene Vorgehensweise sollten die Teilnehmer „unscharfe“ GegenstĂ€nde außerhalb des Fokus nĂ€her charakterisieren.

Aufgenommen wurden die Augenbewegungen der Probanden mit Hilfe eines Eyetrackers.

Es zeigte sich, dass die angestrebte VerknĂŒpfung bereits relativ frĂŒh entstand und somit auch Bereiche, die nicht scharf gesehen werden konnten, als scharf wahrgenommen wurden. Die Forscher interpretierten die Ergebnisse als Hinweis darauf, dass Menschen im Laufe ihrer Entwicklung lernen, die wahrgenommenen unscharfen SeheindrĂŒcke mit den SeheindrĂŒcken, die durch Fokussierung entstanden sind, zu verknĂŒpfen. Konkret bedeutet das, dass das Gehirn den wahrgenommenen Sinneseindruck mit bereits gesehenen EindrĂŒcken abgleicht und bei Übereinstimmung das unscharfe Bild ersetzt. So glauben wir, unsere Umgebung scharf zu sehen, obwohl dies in Wirklichkeit nicht der Fall ist.

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Bildquelle: © l-vista / pixelio.de

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Spruch der Woche

2. September 2013 – 00:00 kri (461x aufgerufen)

Eine Holzpuppe drÀngt sich zwischen zwei andere Puppen

„Die Eifersucht lĂ€sst dem Verstand niemals genĂŒgend Freiheit, um die Dinge zu sehen, wie sie sind!“

 

Miguel de Cervantes (1547-1616), spanischer Schriftsteller

 

 

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Spruch der Woche

26. August 2013 – 00:00 kri (461x aufgerufen)

Auge eines Kindes

„Höflichkeit ist der Versuch, die anderen so zu sehen, wie sie nicht sind.“

 

Victor de Kowa (1904-1973), deutscher Schauspieler

 

Bildquelle: © Melling liudmila  / pixelio.de

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Spruch der Woche

1. MĂ€rz 2012 – 21:50 tom (1008x aufgerufen)

„Vieles hĂ€tte ich verstanden, wenn man es mir nicht erklĂ€rt hĂ€tte.“

Stanislaw Jerzy Lec (1909 – 1966), polnischer Lyriker und Aphoristiker

 

Bildquelle: © knipseline / pixelio.de

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MÀdchen mit einer HirnhÀlfte hat vollstÀndiges Gesichtsfeld

22. Juli 2009 – 09:45 Timo (1402x aufgerufen)

„Im Gehirn herrscht strenge Aufgabenteilung: Links werden die EindrĂŒcke des rechten Gesichtsfelds verarbeitet, rechts die der linken Seite. Doch es geht auch ganz anders, wie Forscher bei einem MĂ€dchen herausgefunden haben, das nur eine HirnhĂ€lfte besitzt.“ (Spiegel Online, 22.07.09)

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,637304,00.html

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