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Der Sadist von nebenan

23. Oktober 2013 – 08:57 wal (1161x aufgerufen)

Schatten einer Person an einer Wand

Wer das Wort Sadismus h√∂rt, verbindet es oft mit Sexpraktiken oder im klinisch relevanten Bereich mit Gewaltverbrechen. An den typischen Alltagssadismus – z.B. grundlos Insekten qu√§len oder als Troll in Blogs b√∂se und beleidigende Kommentare posten – daran denken jedoch die wenigsten. Mit genau diesem Thema hat sich nun ein Forscherteam der Universit√§t von British Columbia um Delroy Paulhus besch√§ftigt. Die Forscher postulierten,¬† dass diese Form des Sadismus weit verbreitet und oft ein fester Bestandteil der Pers√∂nlichkeit w√§re. Diese Vermutung wurde mit Hilfe zweier Experimente gest√ľtzt:
In einem ersten Versuch wurden die Probanden vor drei Wahlm√∂glichkeiten gestellt: Sie sollten entweder eine schmutzige Toilette s√§ubern, ihre H√§nde in Eiswasser tauchen oder aber drei Kellerasseln, die mit Hilfe von Namen personalisiert wurden, durch eine Kaffeem√ľhle drehen. Die Tiere wurden bei dem Vorgang nicht verletzt, was die Probanden jedoch nicht wussten. Ergebnis: Die H√§lfte aller Versuchsteilnehmer entschied sich f√ľr das T√∂ten der Tiere, wobei jeder zweite selbst Hand an die Kaffeem√ľhle legte. Diese Probanden erreichten auch hohe Sadismuswerte innerhalb eines Testverfahrens und gaben an, die Tat sogar genossen zu haben.

In einem zweiten Experiment hatten die Versuchsteilnehmer innerhalb eines Spiels die Möglichkeit, den Gegenspieler mit Hilfe eines lauten Geräuschs zu strafen. Der vermeintliche Konkurrent war hierbei jedoch nicht real. Es zeigten sich ähnliche Befunde wie im 1.Experiment.

 

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Bildquelle: © ukw / pixelio.de

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