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Einmal 15 Minuten Therapie zum Mitnehmen bitte

12. November 2014 – 00:01 wal (641x aufgerufen)

Therapie f√ľr unterwegs? Klingt zun√§chst einmal sehr merkw√ľrdig. In Schweden l√§uft jedoch eine Aktion, die genau das erm√∂glicht. In Stockholm haben Fahrg√§ste mancher Taxis zur Zeit die M√∂glichkeit, w√§hrend ihrer Taxifahrt mit einem Psychotherapeuten zu sprechen, wenn sie dies denn w√ľnschen. Der Dienst ist kostenlos.

Die Aktion wird vom gr√∂√üten Taxiunternehmen Stockholms durchgef√ľhrt und soll dem Unternehmen vermutlich dazu dienen, seine Postion auf dem hart umk√§mpften Taximarkt in Schweden zu st√§rken. Die dabei eingesetzten Therapeuten sind ausgebildete Psychotherapeuten, die sich von der Aktion erhoffen, vielen Stockholmern √ľber ihre gedr√ľckte Laune aufgrund des dunklen Winters hinwegzuhelfen, aber auch den Fahrg√§sten neue Blickwinkel auf ihre Problemlagen zu erm√∂glichen.

Eine Psychotherapie kann die kurze Sitzung im Taxi allerdings nicht ersetzen. Inwieweit die Sitzung dennoch eine Wirkung zeigt, bleibt unklar.

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Wirkstoff aus Brokkoli lässt auf medikamentöse Behandlung von Autismus hoffen

23. Oktober 2014 – 09:11 wal (617x aufgerufen)

Menschen mit Autismus leiden in der Regel unter sozialen und kommunikativen Schwierigkeiten. Medikamentös kann in die Problematik kaum eingegriffen werden. Doch neue Studienergebnisse einer US-amerikanischen Forschergruppe deuten darauf hin, dass sich das Störungsbild doch medikamentös behandeln lassen könnte.

Grundlage f√ľr die Pilotstudie bilden Hinweise darauf, dass Zellen bei Autismus nur mangelhaft mit Energie versorgt werden und zus√§tzlich einem h√∂heren Level an oxidativem Stress ausgesetzt sind. Dieser oxidative Stress f√ľhrt zu weiteren St√∂rungen der verschiedenen Abl√§ufe im Zellalltag.

Zunächst wurden Probanden zwischen 13 und 27 Jahren, bei denen eine mittelschwere bis schwere Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert wurde, mit Hilfe verschiedener standardisierter Verfahren untersucht, um die momentane Schwere der Autismus-Spektrum-Störung einschätzen zu können. Dann wurden die Studienteilnehmer nach dem Zufallsprinzip entweder in eine Placebo-Gruppe oder aber in eine Gruppe, die mit Sulforaphan behandelt wurde, eingeteilt. Sulforaphan wirkt stark antioxidativ. Die Studie war doppelblind angelegt. Die Ausprägung der Autismus-Spektrum-Störung wurde vier, zehn und 18 Wochen nach der Behandlung wiederholt. Ein Follow-up fand nach 22 Wochen statt.

Das Medikament zeigte nicht bei allen Probanden Wirkung. Sprach der Patient jedoch auf die Verabreichung der Substanz an, verbesserten sich einige Symptome der Autismus-Spektrum-St√∂rung. Nach Absetzen der Medikation gingen die Symptome in ihrer St√§rke auf das Ausgangsniveau zur√ľck.

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Mehr zum Thema „Autismus-Spektrum-St√∂rung“ finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek.

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Unterschätztes Leiden: Stottern

16. Oktober 2014 – 10:03 wal (633x aufgerufen)

572048_web_R_K_B_by_Katharina Bregulla_pixelio.deMenschen, die stottern, haben in ihrem Alltag oft mit Stigmatisierung und Unverständnis zu kämpfen. Ungeachtet der Tatsache, dass Stottern mit Problemen im Redefluss assoziiert ist, werden die Betroffenen oft als kognitiv minderbemittelt dargestellt. Dabei mangelt es nicht am Wortschatz.

Obwohl in Deutschland ca. 800.000 Menschen an der Sprechst√∂rung leiden, ist das St√∂rungsbild noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Grund hierf√ľr k√∂nnte unter anderem sein, dass sich Stotternde eher sozial isolieren.

Zur Zeit gibt es zwei Therapiearten, die in der Behandlung von Stottern eingesetzt werden. Die erste ist das sogenannte Fluency Shaping. Hierbei √ľben die Teilnehmer, wie sie fl√ľssiger und kontrollierter sprechen k√∂nnen. Das funktioniert beispielsweise durch ein weicheres Sprechen und dem Arbeiten mit Sprechtempo und Sprachrhythmus. Eine andere Therapiem√∂glichkeit ist die sogenannte Stottermodifikation. Dabei werden bestimmte Techniken gelernt, wie der Betroffene an kritischen Stellen im Sprechfluss eine Sprachblockade aufl√∂sen kann. Mittlerweile gibt es auch Online-Therapieangebote, die – ersten Studienergebnissen zufolge- Erfolge erzielen. Jedoch besteht an dieser Stelle noch weiterer Forschungsbedarf.

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Bildquelle: © Katharina Bregulla / pixelio.de

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Behandlungserfolg bei Spinnenphobie

25. Juli 2014 – 12:21 wal (549x aufgerufen)

690018_web_R_K_B_by_Aka_pixelio.deSollte eine Spinnenphobie eher morgens oder abends behandelt werden? Den Ergebnissen einer neu ver√∂ffentlichten Studie der Universit√§t des Saarlandes zufolge lautet die Antwort: morgens. Das Forscherteam um Tanja Michael und Johanna Lass-Hennemann untersuchten, inwieweit sich der Tageszeitpunkt einer Therapie auf den Therapieerfolg auswirkt. Hierzu behandelten sie insgesamt 60 Spinnenphobiker im Rahmen einer dreist√ľndigen Therapiesitzung, die entweder morgens oder abends durchgef√ľhrt wurde. Im Rahmen der Sitzung wurde auch der Cortisolwert der Patienten erhoben. Um zu √ľberpr√ľfen, inwieweit die Sitzung gewirkt hat, wurden die Probanden sowohl eine Woche nach der Therapiestunde, als auch drei Monate sp√§ter mittels eines Fragebogens erneut getestet. Au√üerdem sollten sie einen Raum betreten, in dem ein Terrarium mit einer Spinne zu finden war. Untersucht wurde, wie weit sich die Patienten der Spinne n√§hern konnten.

Es zeigte sich, dass die morgendliche Therapie eine h√∂here Wirksamkeit erzielte als die abendliche Behandlung. Die Forscher f√ľhrten den Effekt auf den morgendlich h√∂heren Cortisolwert zur√ľck.

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Bildquelle: © Aka / pixelio.de

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Buchtipp: Behavioural oncology: psychological, communicative, and social dimensions

9. Mai 2014 – 09:27 wal (658x aufgerufen)

Ein Krankenhausbett, das mit einer Plane zugedeckt wurde.

„Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.“ Dieses Zitat von Ludwig B√∂rne zeigt ausdrucksvoll, dass es zwar nur die eine Gesundheit gibt, diese aber auf mannigfaltigem Wege zu Schaden kommen kann. Daher ist es wichtig, Erkrankungen in ihrer Vielschichtigkeit zu betrachten. Die Krankheit auf rein medizinischem Weg „alleine“ zu behandeln, scheint in manchen F√§llen zu wenig zu sein, gerade wenn es um Langzeiterkrankungen wie z.B. Krebs oder chronische Gebrechen geht. Eben dieser Problematik nimmt sich das vorliegende Buch an. In acht gro√üen Kapiteln wird das Thema Krebs und die mitschwingende Psychologie beleuchtet. So wird neben eher physiologischen Aspekten der Krankheit an sich auch auf Themen wie Arzt-Patienten-Beziehungen, den sozialen Gesichtspunkten oder aber den existentiellen Dimensionen, die eine solche Erkrankung annehmen kann, eingegangen. Auch psychische Ver√§nderungen, die im Rahmen einer solchen Langzeiterkrankung auftreten k√∂nnen, werden eing√§ngig besprochen.

Buchtipp

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Wenn Therapeut und Patient nicht dieselbe Sprache sprechen

3. Januar 2014 – 00:01 wal (971x aufgerufen)

Zwei Sessel stehen sich gegen√ľber. Zwischen ihnen steht ein Tisch

Wie funktioniert eine Psychotherapie, wenn Therapeut und Patient nicht dieselbe Sprache sprechen? Einige Patienten k√∂nnen in Deutschland ihre Therapie nicht erfolgreich abschlie√üen, weil sie nicht gen√ľgend der Sprache m√§chtig sind. Diesem Problem versuchen nun immer mehr Krankenh√§user durch den Einsatz von Dolmetschern zu begegnen. Die Vermittler sollen die Sprachbarriere zwischen Psychotherapeut und Patient √ľberbr√ľcken und so einen Therapieerfolg m√∂glich machen.

Neben vielen Bef√ľrwortern der L√∂sung gibt es jedoch auch einige Kritiker. Diese bef√ľrchten zum einen ein Untergraben der f√ľr den Behandlungserfolg wichtigen therapeutischen Beziehung, da nicht ausreichend gekl√§rt ist, zu wem der Patient eine Bindung herstellt. Zum anderen k√∂nnte bei Langzeittherapien ein Wechsel des Dolmetschers zu weiteren Problemen f√ľhren.

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Mehr zum Thema Psychotherapie und Dolmetschen finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © RainerSturm / pixelio.de

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Studie zu neuen Therapieansätzen bei Magersucht

29. Oktober 2013 – 00:01 wal (637x aufgerufen)

Ein Apfel, um den ein Maßband gewickelt ist. Der Apfel liegt wiederum auf einer Waage.

Vor kurzem wurde in Deutschland eine Studie veröffentlicht, die als weltweit größte Studie zum Thema Magersucht gilt. Hierzu kooperierten zehn deutsche Kliniken miteinander. Die Forscher wollten untersuchen, inwieweit zwei neue Therapieverfahren wirksamer sind als die herkömmliche Psychotherapie.

Zu Beginn des Versuches wurden die Patienten in drei Gruppen eingeteilt, die jeweils mit unterschiedlichen Therapieverfahren behandelt wurden: herk√∂mmlicher Psychotherapie, kognitiver Verhaltenstherapie und fokaler psychodynamischer Psychotherapie. Die Studie dauerte √ľber einen Zeitraum von 22 Monaten, wobei 10 Monate von der therapeutischen Behandlung eingenommen wurden und 12 Monate von der Nachbehandlung. Zu Ende der Untersuchung wogen die Probanden im Schnitt 3,8 kg mehr, wobei die Patienten, die verhaltenstherapeutisch behandelt wurden, schneller zunahmen. In der fokal psychodynamischen Gruppe konnten auch nach der Nachbehandlung die g√ľnstigsten Gesamtheilungsraten nachgewiesen werden. Die Abbruchrate lag bei einem Drittel.

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B√ľcher zum Thema Magersucht sind in der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek entleihbar.

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Bildquelle: © dreimirk30 / pixelio.de

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Wie ein Parkinsonmittel die Behandlung von Angstst√∂rungen ver√§ndern k√∂nnte…

24. Oktober 2013 – 09:06 wal (662x aufgerufen)

Ein Kind sitzt zusammengekauert neben seinem Schulranzen.

Die Behandlung einer sogenannten posttraumatischen Belastungsst√∂rung ist nicht einfach. Einmal daran erkrankt, werden die Patienten oft von Flashbacks und einem Gef√ľhl der Hilflosigkeit √ľbermannt. Normalerweise wird die St√∂rung mit Hilfe einer expositionsbasierten Verhaltenstherapie und angstl√∂senden Medikamenten behandelt. Hierbei wird der Patient regelm√§√üig der be√§ngstigenden Situation ausgesetzt. So soll er lernen, dass nun keine Gefahr mehr von der Situationslage, die der traumatischen Erfahrung √§hnelt, ausgeht. In der Praxis gibt es jedoch Probleme: Oft kann das in der Therapie Gelernte nicht auf den Alltag umgesetzt werden, da die neuen Erfahrungen manchmal zu stark an die Psychotherapie gekoppelt sind und die Patienten in den bedrohlichen Situationen wieder in alte Muster zur√ľckfallen.

Eine L√∂sung f√ľr dieses Problem glauben Forscher des Universit√§tsklinikums Eppendorf gefunden zu haben. In einer Studie wurde bei gesunden Probanden eine Furchtreaktion ausgel√∂st. Danach wurde eine Sicherheitserfahrung erlernt und den Versuchspersonen entweder ein Placebo oder L-Dopa verabreicht. Bei Probanden mit Placebo trat die Angst wieder auf, bei L-Dopa jedoch nicht. In weiteren Untersuchungen wurde nach der Vergabe von L-Dopa im Anschluss an eine Lernerfahrung eine niedrigere Aktivit√§t in der Amygdala gefunden. Dieses Hirnareal ist unter anderem f√ľr die Entstehung und Verarbeitung von Furcht verantwortlich.

Anmerkung: Bei L-Dopa handelt es sich um eine Vorstufe des körpereigenen Neurotransmitters Dopamin. Innerhalb der Behandlung der Parkinsonerkankung findet es regelmäßig Verwendung.

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Mehr zum Thema Posttraumatische Belastungsstörung finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek

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Bildquelle: © Anne Garti / pixelio.de

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Auf den Hund gekommen

16. Oktober 2013 – 09:38 wal (578x aufgerufen)

Ein Hund.

Neben unz√§hligen anderen Therapieverfahren gibt es auch die M√∂glichkeit, Menschen, die die Kriterien f√ľr eine psychische St√∂rung aufweisen, mittels tiergest√ľtzter Therapieverfahren zu behandeln. Kennt nahezu jeder Blindenhunde, ist dies bei Therapiebegleithunden jedoch nicht der Fall. Dabei scheint das Verfahren gute Erfolge zu erzielen: In einer K√∂lner Studie wurden die Hunde zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Mit Erfolg. Nach ein paar Monaten Therapie verbesserte sich der Gesundheitszustand der Patienten deutlich. Ein Umstand, der von den Krankenkassen leider verkannt wird: Patienten m√ľssen die fast 3000 Euro f√ľr die Ausbildung des Therapiebegleithundes aus eigener Tasche finanzieren.

 

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Bildquelle: © Richard Scharpenberg  / pixelio.de

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Wenn der Therapeut plötzlich wechselt

26. September 2013 – 18:26 kri (646x aufgerufen)

Behandlungszimmer

Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient und Therapeut ist ein wesentlicher Faktor, der den letztendlichen Erfolg einer Therapie mitbestimmt. Die Psychotherapeuten investieren oft viele Sitzungen damit, ein Gef√ľhl von Vertrautheit und Akzeptanz aufzubauen. Was passiert aber, wenn der Therapeut eines Patienten w√§hrend der Behandlung wechselt. Egal obdie Abwesenheit absehbar- wie bei Mutterschutz oder Elternzeit- oder unvorbereitet wie bei Krankheiten oder Unf√§llen kommt, bringt sie einige Ver√§nderungen mit sich, auch im Bezug auf die Abrechnung mit der Krankenkasse.

 

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Bildquelle: © Stihl024  / pixelio.de

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