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Wer ist eigentlich Little Albert?

25. Juli 2014 – 09:28 wal (13x aufgerufen)

328417_web_R_K_by_Isabella MĂŒller_pixelio.deEs handelt sich wohl um eine der berĂŒhmtesten Versuchspersonen der Psychologie: Little Albert. Einem 11-monatigen Kind werden verschiedene GegenstĂ€nde gezeigt: so z.B. eine Ratte, ein Kaninchen sowie einen Pelzmantel. ZunĂ€chst hat es keine Angst vor den GegenstĂ€nden und Tieren.

Bei der PrÀsentation wird jedes Mal ein sehr lautes GerÀusch erzeugt, bei dem das Kind erschrickt. Nach einer Weile erschrickt es auch dann, wenn kein lautes GerÀusch mehr bei der Darbietung gezeigt wird. Das Kind entwickelt Furcht vor den gezeigten GegenstÀnden und Tieren. Die entstandenen Angstreaktionen werden nicht behandelt.

Stellt sich die Frage, was aus dem Kind von damals wurde. Seit der Jahrtausendwende ist ein gewichtiges Interesse daran entstanden, den Jungen von damals aufzufinden. In Wikipediaaufzeichnungen wird Albert als Douglas M. identifiziert, einem schwer kranken Jungen, der schon in frĂŒhen Jahren verstarb. Doch ob es sich hierbei wirklich um die Versuchsperson aus dem Jahre 1919 handelt, wird stark angezweifelt: Ebenfalls diskutiert wird ein Junge namens William Albert Barger.

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Bildquelle: © Isabella MĂŒller /pixelio.de

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Mangelhafte Gutachten

18. Juli 2014 – 12:27 wal (51x aufgerufen)

684068_web_R_K_B_by_Lupo_pixelio.deWie fundiert sind rechtspsychologische Gutachten? So gut, dass sich Gerichte auf die Dokumente stĂŒtzen können…sollte man annehmen. Das dies jedoch oft nicht der Fall ist, fanden nun Forscher der FernuniversitĂ€t Hagen heraus. Im Rahmen der Studie wurden 116 Gutachten, die in den Jahren 2010 und 2011 fĂŒr den Obergerichtsbezirk Hagen erstellt wurden, untersucht.

In einem sehr großen Anteil der Gutachten fanden die Forscher erhebliche MĂ€ngel, die vom Einsatz fragwĂŒrdiger Verfahren, ĂŒber fehlende Arbeitshypothesen bis hin zu unsystematischen GesprĂ€chen, reichten.

Eine höhere QualitĂ€t bei Gutachten fanden die Forscher jedoch, wenn der SachverstĂ€ndige die Qualifikation “Fachpsychologe Rechtspsychologie” innehatte.

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Bildquelle: © Lupo / pixelio.de

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Stromstoß gefĂ€llig?

10. Juli 2014 – 09:47 wal (92x aufgerufen)

382740_web_R_K_by_Ibefisch_pixelio.deWer kennt das nicht? Der Bus hat VerspĂ€tung und nach und nach zĂŒcken alle Menschen an der Bushaltestelle ihre Smartphones. Die wenigsten scheinen dabei ihren eigenen Gedanken nachzuhĂ€ngen. Aber warum ist das so? Empfinden es Menschen als unangenehm, sich nicht ablenken zu können und mit ihren Gedanken allein zu sein? Betrachtet man die Studie von Timothy Wilson und Kollegen von der University of Virginia, so scheint die Antwort “ja” zu lauten. In dem Versuch wurden Probanden dazu aufgefordert, zwischen sechs und 15 Minuten in einem Raum zu sitzen und sich mental mit einem selbst gewĂ€hlten Thema zu beschĂ€ftigen. Ablenkungen, schlafen oder aufstehen waren nicht erlaubt.

Die Zeit wurde von den Versuchspersonen scheinbar als sehr belastend empfunden. Dies war auch dann der Fall, wenn der Versuch bei den Teilnehmern zu Hause stattfand.

In einem zweiten Versuch wurde den Teilnehmern nun die Möglichkeit gegeben, sich selbst Elektroschocks zu induzieren. Gaben die Probanden vor dem Versuch noch an, sich definitiv keinen Stromstoß zu verpassen, sah es wĂ€hrend des Versuchs bereits anders aus: Zwei Drittel der MĂ€nner und ein Viertel der Frauen verabreichten sich selbst Stromschocks wĂ€hrend der Wartezeit.

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Bildquelle: © Ibefisch / pixelio.de

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TV-Tipp: Langlauf in die Sucht

23. Juni 2014 – 13:52 wal (70x aufgerufen)

602133_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.deViele Menschen treiben in ihrer Freizeit gerne Sport. Im Regelfall wird in einem gesunden Maß trainiert. Doch was, wenn man immer mehr Sport treiben muss, um sich gut zu fĂŒhlen? Und ab wann wird Sport eigentlich gefĂ€hrlich? Laut einer Studie leiden 3-4% der Deutschen unter einer “Sportsucht”. Die Betroffenen gehen sportlichen AktivitĂ€ten in so einem großen Ausmaß  nach, dass sie Warnsymptome des eigenen Körpers wie beispielsweise MĂŒdigkeit oder Schmerzen einfach ĂŒbergehen. In ExtremfĂ€llen kann die Sucht so ausgeprĂ€gt sein, dass die eigene Gesundheit oder die sozialen Bindungen vernachlĂ€ssigt werden.

Zu sehen ist die Sendung am Donnerstag, den 10.07.14 um 12:00 auf Phoenix.

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Bildquelle: © Petra Bork / pixelio.de

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Wenn Sprache die EmotionalitÀt anregt

20. Juni 2014 – 12:23 wal (85x aufgerufen)

692033_web_R_K_B_by_Ruben Ell_pixelio.deLaut einer neuen Studie der Freien UniversitĂ€t Berlin in Kooperation mit der Princeton University scheint es einen Unterschied zu machen, ob man Metaphern benutzt, die mit Geschmack assoziiert werden oder aber nichtfigurative Sprache verwendet. Hierzu wurden Probanden 37 SĂ€tze vorgelegt, die entweder eine “Geschmacksmetapher” enthielten oder aber in nichtfigurativer Sprache ausgedrĂŒckt wurden. Die zueinander komplementĂ€ren SĂ€tze unterschieden sich in lediglich diesem einen Wort. Ein Beispiel hierfĂŒr wĂ€re: “Die Trennung war bitter fĂŒr ihn” vs. “Die Trennung war schlecht fĂŒr ihn”. Beim Lesen der SĂ€tze wurde mit Hilfe bildgebender Verfahren die GehirnaktivitĂ€t der Versuchspersonen gemessen.

Ergebnis: Beim Lesen der SĂ€tze, die “Geschmacksmetaphern” enthielten, wurden sowohl mit Schmecken assoziierte Gehirnregionen aktiviert, als auch Gebiete, die Emotionen verarbeiten. Die Forscher vermuteten daher, dass diese SĂ€tze im Vergleich zu nichtfigurativer Sprache emotional stĂ€rker anregen.

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Bildquelle: © Ruben Ell / pixelio.de

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Masterstudiengang Educational Technology

20. Juni 2014 – 11:18 wal (63x aufgerufen)

642082_web_R_K_B_by_Viktor Mildenberger_pixelio.deKann mit Hilfe von Tablets und Smartphones Wissen vermittelt werden? Und wenn ja, wie könnte man das tun? Wer sich mit solchen Fragen oder Ă€hnlichen beschĂ€ftigt, fĂŒr den könnte der Masterstudiengang “Computer- und Bildungswissenschaften” genau das richtige sein. Der Studiengang wird an der UniversitĂ€t des Saarlandes angeboten und kombiniert die drei Fachbereiche Psychologie, PĂ€dagogik und Informatik miteinander. Voraussetzung ist ein Bachelorabschluss in einem der drei oben genannten FĂ€chern oder einem artverwandten Fach sowie gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache.

Interessenten können sich noch bis 15. Juli fĂŒr diesen Masterstudiengang bewerben. Zulassungen sind nur zum Wintersemester möglich.

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Bildquelle: © Viktor Mildenberger / pixelio.de

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Forscher stellen ihre Daten zur freien VerfĂŒgung

20. Juni 2014 – 09:05 wal (77x aufgerufen)

650291_web_R_K_B_by_Markus Vogelbacher_pixelio.deMöchte man sich die Daten einer psychologischen Studie genauer anschauen, steht man meist vor einem grĂ¶ĂŸeren Problem: Die veröffentlichten Paper enthalten meist nicht genug Daten, um jedes Ergebnis in seiner Herleitung nachvollziehen zu können. Oft hilft dann nur noch, sich die Daten von den Autoren der Studie anzufordern.

Einen völlig neuen Weg bestreiten nun jedoch Forscher der Otto-von-Guericke-UniversitĂ€t in Magdeburg sowie des Leibniz Institutes fĂŒr Neurobiologie. Sie stellen nun die Rohdaten einer Studie zur Verarbeitung akustischer Reize zur freien VerfĂŒgung.

In der Studie bekamen die Probanden eine Hörbuchversion des Films Forrest Gump vorgespielt, wÀhrend sie in einem funktionellen Magnetresonanztomograph lagen. Die Forscher versuchten auf diese Weise, die HirnaktivitÀt der Versuchsteilnehmer bei der Verarbeitung verschiedener Reize wie Musik, Sprache etc. zu erfassen.

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Bildquelle: © Markus Vogelbacher / pixelio.de

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Bauch- und Kopfsache

5. Juni 2014 – 13:07 wal (94x aufgerufen)

343466_web_R_K_B_by_Stephanie  Hofschlaeger_pixelio.de“Hör auf dein BauchgefĂŒhl!” Dieses “BauchgefĂŒhl”, das oft als Floskel verstanden wird, könnte eine reale Komponente haben. Dies legt zumindest eine neue Studie der ETH ZĂŒrich nahe. Im Rahmen des Versuches wurden Ratten mit durchtrenntem afferentem Vagusnerv in potentiell angstauslösende Situationen gebracht. Ratten, deren innere Organe im Bauchraum nicht mehr Informationen an das Gehirn ĂŒbermitteln konnten, zeigten sich dabei furchtloser als ihre Artgenossen.

In einem zweiten Versuchsabschnitt wurden die Tiere mit Hilfe von leichten StromstĂ¶ĂŸen auf einen neutralen Ton konditioniert. Hierbei wurden beide Rattengruppen gleich schnell konditioniert. Lediglich bei der Extinktion gab es Unterschiede zwischen den beiden Tiergruppen: Die Kontrollratten zeigten bei mehrmaliger PrĂ€sentation des neutralen Tons ohne StromschlĂ€ge das konditionierte Verhalten schneller nicht mehr als die Ratten mit durchtrennten afferenten Fasern des Vagusnerves.

 

Der Vagusnerv zieht vom Gehirn zu den inneren Organen entlang und stellt so eine Verbindung zwischen dem zentralen Nervensystem und diesen dar. Dabei gibt es sowohl afferente, als auch efferente Fasern. Die afferenten Fasern ĂŒbermitteln Informationen von den inneren Organen zum Gehirn und die efferenten Fasern stellen den umgekehrten Informationsweg dar.

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Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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Filmtipp: Das radikal Böse

4. Juni 2014 – 17:07 wal (85x aufgerufen)

643454_web_R_K_by_Berthold Bronisz_pixelio.deWas bewegte ganz normale Menschen in den deutschen Einsatzgruppen in Osteuropa dazu, jĂŒdische Zivilisten zu erschießen? Mit dieser Frage beschĂ€ftigt sich nĂ€chste Woche der Unifilm.

Der Film “Das radikal Böse” versucht mit Hilfe von rekonstruierten Szenen, ĂŒber TagebĂŒchern, bis hin zu den Ergebnissen sozialpsychologischer Experimente das “Warum” hinter den Taten zu erklĂ€ren. Die besprochenen Experimente wurden fĂŒr den Film nachgestellt.

Im Anschluss findet eine Diskussion mit dem Regisseur statt.

Wo?: Audimax / GebÀude B 4.1

Wann?: 10.06.2014 um 19:00 Uhr

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Bildquelle: © Berthold Bronisz / pixelio.de

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Rechtfertigungen verÀndern die Erinnerung

30. Mai 2014 – 10:47 wal (77x aufgerufen)

689229_web_R_K_B_by_Katharina Wieland MĂŒller_pixelio.deLesen wir Berichte ĂŒber GrĂ€ueltaten, so beinhalten sie des Öfteren Rechtfertigungsversuche der TĂ€ter. Das eben diese Rechtfertigungsversuche die Erinnerung verĂ€ndern können, solange sie Betroffene entlasten, zeigt eine neue Studie der Princeton University Woodrow Wilson School: 72  amerikanische Probanden wurden gebeten, verschiedene fiktive Texte ĂŒber GrĂ€ueltaten, die wĂ€hrend des Irak- und Afghanistankrieges spielten, zu lesen. Jeder Bericht beschrieb dabei eine Gewalttat, die entweder ein amerikanischer oder ein afghanischer Soldat begangen hatte und eine Rechtfertigung fĂŒr das Verbrechen. Dabei wurden in jedem Text kritische Details, die zum Beispiel mit dem Tathergang assoziiert waren, genannt und Items, die eher peripherer Natur waren.

Im Anschluss wurden zwei der Geschichten im Rahmen eines Videos von Schauspielern erneut vorgetragen, jedoch ohne Rechtfertigung. Nach einer Verzögerung (Jeder Proband sollte einen Fragebogen, der fĂŒr das Thema irrelevant war, ausfĂŒllen) wurden die Teilnehmer dann gebeten, alles aufzuschreiben, was sie ĂŒber die Geschichten noch wussten.

Es zeigte sich, dass sich die Versuchsteilnehmer besser an die Geschichten erinnerten, die ihnen von den Schauspielern erneut vorgetragen wurden. Jedoch gab es Unterschiede im Erinnern der Rechtfertigungen. WÀhrend die Verteidigung des amerikanischen Soldaten eher erinnert wurde, zeigte sich das Gegenteil bei den afghanischen Soldaten: Ihre ErklÀrungen wurden eher vergessen.

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Bildquelle: © Katharina Wieland MĂŒller / pixelio.de

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