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Wenn die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper zum Leiden wird

3. Dezember 2014 – 00:01 wal (568x aufgerufen)

Fast jeder war schon einmal beim Blick in den Spiegel unzufrieden mit sich selbst, sei es weil ein großer Pickel auf der Nasenspitze saß oder die Frisur einfach nicht in den Griff zu bekommen war. Problematisch wird es jedoch, wenn diese Unzufriedenheit beginnt, übermächtig zu werden und der tägliche Spiegelblick zur Tortur wird. Patienten, die an einer sogenannten „Körperdysmorphen Störung“ leiden, haben dieses Problem. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist bei diesem Störungsbild stark verzerrt, sodass die Patienten bestimmte Körperteile als hässlich erleben und diese unbedingt verdecken oder ändern möchten. Der Badaufenthalt kann so leicht in die Stunden gehen, ohne dass der vermeintliche Makel behoben werden kann. Das Störungsbild reicht bei manchen der Betroffenen gar soweit, dass sie nicht einmal mehr das Haus verlassen können, aus Scham, ihren vermeintlichen Makel der Öffentlichkeit präsentieren zu müssen.

Auch andere Bereiche können unter der Störung leiden. So sind einer US-amerikanischen Studie zufolge 61% der Betroffenen arbeitslos, 70 % single und mehr als 20% von ihnen begehen einen Suizidversuch.

Unter dem Störungsbild leiden Studien zufolge etwa 2% der Bevölkerung. Dennoch ist das Krankheitsbild in der Bevölkerung relativ unbekannt. Zur Behandlung empfohlen wird eine Kognitive-Verhaltenstherapie.

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Buchtipp: Psyche im Kino: wie Filme uns helfen, psychische Störungen zu verstehen

6. November 2014 – 00:01 wal (836x aufgerufen)

Der Zugang zum Verständnis psychischer Störungen an sich kann manchmal schwer sein. Gerade dann kann ein Fallbeispiel hilfreich sein. Doch wie wäre es, anstatt schriftlicher Fallberichte passende Filme zu schauen? Problem hierbei: Darstellungen in Filmen müssen nicht der Realität entsprechen. Gibt es keinen begleitenden Betreuer, können Lernende so schnell zu fehlerbehaftetem Wissen kommen. An dieser Stelle wäre ein Buch ratsam, das durch den Dschungel aus Filmmaterial und klinischen Störungsbildern führt.

Genau diese Lücke versuchen Danny Wedding, Mary Ann Boyd und Ryan M. Niemiec zu füllen: In dem Buch „Psyche im Kino: wie Filme uns helfen, psychische Störungen zu verstehen“ veranschaulichen  sie anhand von Filmmaterial psychische Störungen. In mehr als 1500 Filmen werden die verschiedenen Störungsbilder behandelt. Dabei reicht das Spektrum von Angststörungen über Persönlichkeitsstörungen bis hin zu Schizophrenie. So können Lernende auch filmisches Material als Fallbeispiele heranziehen. Das Buch orientiert sich an den Diagnosekriterien des ICD-10 und des DSM-IV.

Anzumerken ist jedoch, dass sich das Buch noch auf das DSM-IV bezieht. Mittlerweile ist jedoch das DSM-5 erschienen, sodass sich einige Diagnosekriterien verändert haben.

Buchtipp

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Erfahrung durch eigenes Erleben

16. September 2014 – 00:01 wal (630x aufgerufen)

684950_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deWie fühlt sich eigentlich eine psychische Krise überhaupt an? Was Mediziner und Therapeuten oft nur theoretisch erlernt oder aus der Beobachterperspektive erfahren haben, muss nicht mit dem Empfinden des Patienten einhergehen. Aus diesem Grund wurde vor ein paar Jahren die Aktion „Ex-In“ ins Leben gerufen. Hinter dem Kürzel steht ein Projekt, das von der Europäischen Union gefördert wurde und Patienten als „Experten“ für ihre eigene Krankheit sieht. Diese Patienten können nun zu Genesungsbegleitern ausgebildet werden und ihre Erfahrungen mit anderen Patienten teilen, aber auch mit Fachpersonal wie Medizinern oder Therapeuten. Die Ausbildung zum Genesungsbegleiter findet momentan deutschlandweit an 20 Standorten statt. Wer sich für eine solche Ausbildung entscheidet, durchläuft zwei Phasen: In einem ersten Abschnitt wird sich zunächst mit der eigenen Erkrankung beschäftigt; was einen gesund hält und wie man Verantwortung für sich selbst übernimmt. Im zweiten Abschnitt wird aus der eigenen Erfahrung und den Erfahrungen anderer Methoden entwickelt, die im späteren Umgang mit anderen Patienten nützlich sein könnten, um diesen zu helfen. Ergänzt wird die Ausbildung durch mehrere Praktika.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Zwischen Hilfe und Bevormundung

10. September 2014 – 00:01 wal (619x aufgerufen)

471418_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deIn Deutschland werden etwa 900.000 bis eine Millionen Menschen rechtlich betreut, sei es aufgrund ihres Alters, einer psychischen Erkankung oder aufgrund einer Behinderung. Die Betreuung übernimmt in der Regel ein Rechtsbetreuer, der vom Amtsgericht in diese Position eingesetzt wird. Er hat zur Aufgabe, die Interessen seines Klienten zu unterstützen und greift bei Angelegenheiten ein, die der Klient nicht mehr alleine bewerkstelligen kann. Oft bewegt sich die Beziehung zwischen Rechtsbetreuer und Klient auf einem schmalen Grad zwischen Hilfe und empfundener Bevormundung. Bei den Fällen, in denen die Hilfe in Bevormundung umkippt, ist die Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie in Berlin Ansprechpartner. So kann zum einen zwischen den beiden Parteien vermittelt werden, als auch der Patient über seine Rechte aufgeklärt werden.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Durchs Netz gefallen

1. August 2014 – 13:28 wal (438x aufgerufen)

683388_web_R_K_B_by_wobigrafie_pixelio.deDie sogenannte Seewolf-Studie hat sich zum Ziel gesetzt, zu analysieren, inwieweit ergriffene Unterstützungsmaßnahmen und Versorgungssysteme der aktuellen Situation Obdachloser gerecht werden. Hierbei wurden 232 Betroffene befragt. Sie sollten Auskunft über ihre Herkunft und Familie geben. Außerdem wurden sie sowohl psychologisch als auch körperlich untersucht. Es zeigte sich, dass alleine 55% der Befragten unter einer Persönlichkeitsstörung litten. Auch zahlreiche andere psychische Störungen wurden diagnostiziert. Diese reichten von Schizophrenie, über Süchte bis hin zu Depressionen. Die Prävalenzraten waren hierbei sehr viel höher als bei der Gesamtbevölkerung. Die Forscher leiteten aus den Ergebnissen ab, dass zum einen die psychiatrische Betreuung in Institutionen der Obdachlosenhilfe erhöht werden sollte und zum anderen eine Wohnform angeboten werden müsste, die den Betroffenen schützt.

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Bildquelle: © wobigrafie / pixelio.de

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Wenn Schizophrenie zur beruflichen Ausgrenzung führt

13. März 2014 – 10:28 wal (635x aufgerufen)

Gelbe Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spielsteine sind in zwei Reihen aufgestellt. Die erste Reihe wird von einem schwarzen Spielstein unterbrochen.

Menschen, die die Kriterien einer Schizophreniediagnose erfüllen, werden scheinbar immer öfter sozial und beruflich ausgegrenzt. Diesen Schluss stützt zumindest eine neu veröffentlichte Studie der Universität Greifswald. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit Leipziger Wissenschaftlern. Die Forscher verglichen Umfragewerte von 1990 mit neu erhobenen Werten aus dem Jahre 2011. Dabei stieg die Zahl der Menschen, die nicht mit an Schizophrenie leidenden Personen zusammenarbeiten wollten, von 20% auf 31% an. Auch gaben über 50% der Umfrageteilnehmer an, dass sie einen Menschen mit dieser Diagnose ungern einem Freund vorstellen würden.

Die soziale Ablehnung im Bezug auf andere psychische Störungsbilder blieb laut den Umfragewerten unverändert. Dennoch zeigt sich auch bei anderen Diagnosen die deutliche Tendenz zur sozialen Ausgrenzung.

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Bildquelle: © Harry Hautumm /pixelio.de

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Wenn eine späte Vaterschaft zum Gesundheitsrisiko wird

6. März 2014 – 08:54 wal (564x aufgerufen)

Eine rote Spielfigur steht abseits einer Gruppe anderer Spielfiguren.

Gerade Hochschulabsolventen bekommen ihre Kinder eher spät. Der Gedanke ist einfach: Erst Karriere machen, um eine solide Basis zu schaffen und dann eine Familie gründen. Dass diese Art der Familienplanung jedoch zu Gesundheitsrisiken auf Seiten des neugeborenen Kindes führen kann, zeigt eine neue Studie der Indiana University in Bloomington. Im Rahmen eben dieser Studie wurden Daten einer Kohortenstudie ausgewertet, die alle Kinder, die in Schweden zwischen den Jahren 1973 und 2001 auf die Welt kamen, beinhaltet. Betrachtet wurde konkret beruflicher Werdegang sowie aufgetretene psychische Störungen und Krankheiten. Es zeigte sich, dass in der Gruppe der älteren Väter häufiger Probleme des Nachwuchses im Berufsleben sowie psychische Störungen auftraten. Dieser Effekt zeigte sich unabhängig vom sozioökonomischen Status, der Bildung oder der Lebensweise der Eltern.

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Bildquelle: © segovax / pixelio.de

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Psychotherapie mit Männern: Was sie wirklich wollen

3. Oktober 2011 – 11:17 tom (1204x aufgerufen)

Männer begeben sich weitaus seltener in Psychotherapie als Frauen. Das liegt nicht nur am Widerstand der Männer, sondern auch am psychotherapeutischen Angebot selbst.

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Bildquelle: © Marco Barnebeck(Telemarco) / PIXELIO

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Kinder in Deutschland: „Therapie statt Spielplatz“

29. August 2011 – 14:33 tom (1886x aufgerufen)

Deutsche Kinder leiden laut neuer Studien häufig an psychischen Störungen und Entwicklungsproblemen. Experten halten die veröffentlichten Zahlen für trügerisch und übertrieben.

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Bildquelle: ©  meltis / PIXELIO

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Krankenkassen-Report: Zahl psychischer Störungen steigt rasant

2. August 2011 – 09:22 tom (1456x aufgerufen)

Zahl der Menschen, die wegen psychischer Störungen im Krankenhaus behandelt werden müssen, hat sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Gerd Altmann / PIXELIO

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