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Früher Gruppenzwang

20. November 2014 – 00:01 wal (668x aufgerufen)

Schon früh lernen Kleinkinder, Probleme zu lösen, indem sie andere in derselben Situation beobachten und das gezeigte Verhalten nachahmen. Diese Art des Lernens wird Beobachtungslernen genannt. Doch gibt es auch die Situation, dass ein Kind selbst auf eine eigene Lösung eines Problems kommt. Behält es dann das Verhalten bei, wenn es andere Kinder sieht, die eine Aufgabenstellung anders gelöst haben? Dieser Problemstellung sind Forscher des Max-Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie in Leipzig im Rahmen einer Studie nachgegangen.

Das Experiment wurde mit zweijährigen Kindern und Menschenaffen durchgeführt. Beide Gruppen wurden in ihrem Verhalten miteinander verglichen. Die Aufgabe bestand darin, dass die Probanden einen Ball in eine Kiste werfen sollten, die in drei verschiedene Bereiche eingeteilt war. Traf der Ball einen ganz bestimmten Bereich, wurde die Versuchsperson mit einer Süßigkeit. Im Anschluss wurden andere Kinder hinzugezogen, die den Ball allerdings in einen anderen Bereich der Kiste warfen und trotzdem dafür belohnt wurden. Die Kinder standen nun vor der Aufgabe, vor den anderen Gruppenmitgliedern den Ball in die Kiste zu werfen. Der Versuchsaufbau für die Menschenaffen war analog zu dem oben beschrieben Verfahren.

Es zeigte sich, dass die Kinder in mehr als 50% der Fälle das Verhalten der Gruppenmitglieder imitierten, obwohl sie ebenfalls eine erfolgreiche Strategie erworben hatten. Menschenaffen hingegen zeigten weniger Anpassung an das Verhalten der anderen. Durften die Kinder jedoch den Ball nach der Beobachtung ohne Zuschauer in die Kiste werfen, behielten sie ihre Ursprungsmethode eher bei.

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Spruch der Woche

17. November 2014 – 00:01 wal (535x aufgerufen)

„Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.“

Galileo Galilei (1564-1642), italienischer Physiker, Mathematiker, Philosoph und Astronom.

 

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Spruch der Woche

16. Juni 2014 – 00:01 wal (546x aufgerufen)

Eine Straßenlaterne. Im Hintergrund sieht man den Himmel.

„Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.“

Antoine de Saint-Exupery (1900-1944), französischer Schriftsteller.

Bildquelle: © gabriele Planthaber / pixelio.de

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Spruch der Woche

9. Juni 2014 – 00:01 wal (874x aufgerufen)

Eine Brille liegt neben einem aufgeschlagenen Buch.

„Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.“

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Schriftstellerin.

Bildquelle: © Lupo / pixelio.de

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Warum Schlafen wichtig ist

3. Juni 2010 – 09:33 Timo (1979x aufgerufen)

Der Psychologe Jan Born erklärt im Interview, welche Funktion dem Schlaf im Zusammenhang mit Gedächtnis, Problemlösen und Bewältigung von Traumata zukommt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,693661,00.html

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