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Selbstbestimmt und produktiv

11. Dezember 2014 – 00:01 wal (1068x aufgerufen)

Können wir selbstbestimmte Entscheidungen z. B. im Rahmen eines Lernprozesses treffen, so sind wir danach meist produktiver. Das Prinzip hört sich einfach und vielversprechend an. Doch kann man es auch auf andere Aspekte anwenden? Beispielsweise in klinischen Behandlungen oder in pädagogischen Maßnahmen? Dieser Frage ist ein Forscherteam um Professor Ulrich Weger der Universität Witten/Herdecke im Rahmen einer Studie nachgegangen.

In der Studie wurden die Probanden vor die Aufgabe gestellt, einen Gedächtnistest zu absolvieren. Zuvor wurde ihnen jedoch die Wirkung dreier verschiedener Lebensmittel (z. B. Coca Cola), die die kognitive Leistungsfähigkeit erhöhen sollen, beschrieben. Mit Hilfe der Lebensmittel sollte der anstehende Test besser absolviert werden können. Eine Gruppe der Probanden hatte nun die Wahl zwischen den drei Mitteln, die andere Gruppe bekam ein Mittel zugewiesen ohne Entscheidungsfreiheit. Das Mittel wurde entweder vor der Enkodierung der Testitems oder aber vor dem späteren Abruf der Items verabreicht.

Probanden, die die Substanz vor der Enkodierung bekamen, konnten bedeutsam mehr Items in einer Recallaufgabe abrufen, als Probanden, die erst vor Abruf der Items aus dem Gedächtnis Zugang zu dem Lebensmittel bekamen. Auch zeigte sich, dass die Versuchspersonen, die eine eigene Wahl hatten, bei einer Rekognitionsaufgabe besser abschnitten, als Teilnehmer, die einfach ein Lebensmittel zugewiesen bekamen. Dieser Effekt war jedoch nur marginal bedeutsam. Es besteht weiterer Forschungsbedarf.

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Lese-Rechtschreibstörung kein zusammenhängendes Störungsbild?

11. November 2014 – 00:01 wal (511x aufgerufen)

Die Lese-Rechtschreibstörung wird oft als zusammenhängendes Störungsbild wahrgenommen. Zwar gibt es beispielsweise auch isolierte Rechtschreibstörungen, der gesellschaftliche Fokus liegt jedoch eher auf der Lese-Rechtschreibstörung. Lesestörung und Rechtschreibstörung scheinen jedoch noch weniger miteinander zusammenzuhängen, als bisher vermutet. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Forschungszentrums IDeA.

F√ľr die Studie wurden insgesamt √ľber 465 Kinder, von denen eine Gruppe Lernst√∂rungen aufwies,¬† in einer L√§ngsschnittstudie untersucht. Die erste Erhebung fand im Jahre 2011 statt, als die Kinder noch die zweite Klasse besuchten. Seitdem wurden j√§hrlich kognitive Daten der Probanden sowie ihr momentaner Lernstand erhoben.

Ergebnis: Es zeigte sich, dass die Kinder mit Lernstörung je nach Art der Störung scheinbar in unterschiedlichen Prozessen ihres Arbeitsgedächtnis Probleme hatten. So schienen Kinder mit Leseproblemen eher Einschränkungen in der zentralen Exekutive aufzuweisen, während Kinder mit Rechenstörung eher Probleme mit der Phonologischen Schleife zu haben schienen.

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Die Phonologische Schleife wird mit dem Verarbeiten sprachlicher Informationen assoziiert.

Die Zentrale Exekutive hingegen wird mit dem Abruf von Daten aus dem Gedächtnis sowie der Koordination von zeitgleichen, jedoch unterschiedlichen Handlungen in Verbindung gebracht.

 

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Ausgebrannt

25. Juli 2014 – 08:59 wal (616x aufgerufen)

326089_web_R_K_B_by_Maria Lanznaster_pixelio.deVergleicht man das Burnoutrisiko von Lehrern mit dem Burnoutrisiko anderer Berufsgruppen, so f√§llt auf, dass Lehrer h√§ufiger aufgrund von Burnout in den Vorruhestand gehen. Eine Forschergruppe der Universit√§t des Saarlandes um Prof. Dr. Julia Karbach in Kooperation mit dem Universit√§tsklinikum Heidelberg untersuchte nun, ob es m√∂glicherweise schon Hinweise zu Beginn des Lehramtsstudiums gibt, wer sp√§ter ein erh√∂htes Risiko hat, im Berufsleben ein Burnout zu erleiden. Analysiert wurden die Motive der Lehramtsstudierenden, die f√ľr die Wahl des Studiums ausschlaggebend waren, sowie Pers√∂nlichkeitsvariablen. Erhoben wurden die Daten mit Hilfe eines Fragebogens, der das subjektive Wohlbefinden bei der Arbeit, die Leistungsmotivation und Stressbew√§ltigungsstrategien erfragte.

Es zeigte sich, dass vor allem Lehramtsstudenten, die den Beruf aus Überzeugung wählten, ein geringeres Burnoutrisiko hatten. Extrinsisch motivierte Studenten hatten dagegen ein erhöhtes Burnoutrisiko.

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Bildquelle: © Maria Lanznaster / pixelio.de

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Buchtipp: Psychopathology at school: theorizing mental disorders in education

18. Juli 2014 – 11:49 wal (915x aufgerufen)

289833_web_R_K_B_by_derateru_pixelio.de„Psychopathology at school“, geschrieben von Valerie Harwood und Julie Allan, besch√§ftigt sich mit der steigenden Zahl an diagnostizierten psychischen St√∂rungen bei Kindern und was dies f√ľr Schulen bedeutet. Hierbei ist der Bezugsrahmen deutlich erweitert: Das Ph√§nomen wird nicht nur im Hinblick auf die Schule an sich beleuchtet, sondern auch f√ľr Kinderg√§rten oder Universit√§ten. Es wird darauf eingegangen, was eine solche Diagnose f√ľr das Kind bedeutet und inwieweit es p√§dagogische Alternativen gibt, um eine solche Diagnose zu umgehen.

 

Buchtipp

Das Buch ist aus dem Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek entleihbar.

Bildquelle: © derateru / pixelio.de

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