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Feldstudie: Wann versöhnen wir uns mit anderen?

24. September 2014 – 00:01 wal (574x aufgerufen)

224170_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.deBetrachtet man die Krisenherde dieser Erde, so wird schnell klar, dass eine Versöhnung der sich feindlich gegenĂŒberstehenden Parteien oft nur schwer möglich ist. Besonders kompliziert wird es, wenn beide Gruppen dabei sowohl Opfer als auch TĂ€ter sind. Gerade in diesen FĂ€llen stellt sich die Frage, welche Faktoren die Versöhnungsbereitschaft beeinflussen. Eine neu veröffentlichte Studie der FernUniversitĂ€t Hagen in Kooperation mit Forschern aus Norwegen und Israel beschĂ€ftigt sich nun mit dieser Thematik. Bei der Studie handelt es sich um ein Feldexperiment, das in Liberia durchgefĂŒhrt wurde. Wichtig ist hierbei, dass in diesem Land vor nicht allzu langer Zeit BĂŒrgerkriege stattgefunden haben, die mit einer großen Opferzahl einhergingen. Verschiedene Volksgruppen bekĂ€mpften sich und ĂŒbten jeweils Gewalt auf die anderen Gruppen aus. Aus diesem Grund gibt es keine klaren Opfer- und TĂ€terzuschreibungen. Auffallend ist jedoch, dass sich die damals beteiligten Gruppen meist selbst die Opferrolle zuschreiben und den Konkurrenten die TĂ€terrolle.

Die Forscher ordneten die Probanden einer von zwei verschiedenen Bedingungen zu: Entweder sollte die Opferrolle eingenommen werden und GrĂ€ueltaten des Krieges aus dieser betrachtet werden oder aber es sollte die TĂ€terrolle eingenommen werden, das heißt, die Teilnehmer wurden dazu aufgefordert, eine Situation zu beschreiben, in der ihre eigene Gruppe Gewalt verĂŒbt hat. Versuchspersonen in der TĂ€terbedingung zeigten ein grĂ¶ĂŸeres Maß an Empathie fĂŒr die gegnerische Gruppe und eine höhere Bereitschaft, sich mit dieser zu versöhnen.

Mehr zum Artikel

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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TV-Tipp: Zwei Dokumentationen zum Thema Stalking

17. Juli 2013 – 16:11 kri (800x aufgerufen)

Grafische Darstellung von einem Voyeur

Der Begriff Stalking stammt ursprĂŒnglich von dem englische Verb „stalk“ , was anpirschen, anschleichen bedeutet. Heute wird unter Stalking das beabsichtigte und wiederholte Verfolgen und BelĂ€stigen einer Person verstanden, die bedroht und in ihrer freien Lebenstgestaltung beschnitten wird. Hinter einem Stalker kann sich sowohl der Ex-Partner, ein Freund oder Kollege als auch der Nachbar oder ein völlig Unbekannter verbergen.

Mehr Fakten finden sie hier.

Am Samstag, 20.07.2013, zeigt tagesschau24 zwei Dokumentationen zum Thema Stalking im Abendprogramm.

Um 20:15 Uhr ist „Stalking – belĂ€stigt, verfolgt, bedroht“ zu sehen. Gezeigt werden einerseits Stalking-Opfer, die jetzt oder in der Vergangenheit belĂ€stigt wurden, und auf der anderen Seiten die TĂ€ter: MĂ€nner, die anderen Menschen nachgestellt haben.

Danach folgt die Sendung „Stalking-Wenn Liebeswahn zum Psychterror wird“ um 21:30Uhr, die das Stalking hautnah aus Sicht des Opfers zeigt. Die Autorin der Dokumentation begleitete ein Jahr lang eine junge Frau, die von ihrem neuen Nachbar beobachtet und verfolgt wird. Trotz Wohnungswechsels und Anzeigen bei der Polizei geht der Psychoterror weiter, bis sich die Frau ins Ausland absetzt.

Mehr ĂŒber die BeitrĂ€ge können Sie hier nachlesen.

Bildquelle: © Thommy Weiss / pixelio.de

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Film-Tipp: „In deinem Bann gefangen“

4. Juli 2013 – 09:00 kri (4319x aufgerufen)

Ausblick aus einer Kellerverließ

Der Film handelt von der Ärztin Anna Cooper, die eine Woche lang spurlos verschwunden war. Ihren Kollegen im Krankenhaus erklĂ€rt sie nach ihrer RĂŒckkehr, dass sie im Urlaub gewesen ist. Über ihre erlebte EntfĂŒhrung spricht sie nicht. Erst nach heftigen AlptrĂ€umen und Angstattacken geht die GynĂ€kologin zur Polizei und erstattet Anzeige wegen EntfĂŒhrung. Zur großen Überraschung des zustĂ€ndigen Kriminalinspektors kennt sie ihren Kidnapper und weiß sogar seine Adresse. Doch ĂŒber das, was zwischen ihm und ihr vorging, schweigt sie weiter.

Die Regisseurin Lola Doillon beleuchtet in ihrem klaustrophobischen Kammerspiel ein Tabuthema: Das Stockholm-Syndrom. Der Akzent liegt auf die kaum nachvollziehbare Ambivalenz aus NĂ€he und Bedrohung, die EntfĂŒhrungsopfer ihrem Peiniger gegenĂŒber empfinden. Die Hauptrolle der einsamen KrankenhausĂ€rztin wird dargestellt von Kristin Scott Thomas. Sie verkörpert eine gebrochene Frau, die sich selbst wegen ihrer widersprĂŒchlichen Empfindungen nur hassen kann. Der Name ihres Kidnappers Yann Ochberg, beeindruckend gespielt von Newcomer Pio MarmaĂŻ, ist eine Anspielung auf den amerikanischen Psychiater und Traumaforscher Frank Ochberg, der in den 70er Jahren das sogenannte Stockholm-Syndrom definierte.

 

Mehr zum Film

 

Zu sehen am Samstag, 13.07.2013, um 22:00 auf EinsFestival

 

Bildquelle: © Sabine Ullmann / pixelio.de

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Kindesmisshandlung hinterlĂ€sst „Narben“ im Gehirn

14. Dezember 2011 – 14:20 tom (2494x aufgerufen)

Überaktives Angstzentrum, kleinere Hirnareale: Kindesmisshandlungen verĂ€ndern das Gehirn der Opfer – und zwar ĂŒber Jahrzehnte, wie Forscher nun belegen.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Willi Schewski / PIXELIO

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Jeder Mitarbeiter ist ein mögliches Mobbing-Opfer

22. Juni 2011 – 11:03 tom (1364x aufgerufen)

 

Mobbing kann jeden treffen – sogar leistungsbereite und ehemals gut integrierte Mitarbeiter. Helfen kann meist nur ein geschulter Berater.

Zum Artikel… (Deutsch)

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