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Unehrlich und erfolgreich… – bis die Blase platzt?

9. Dezember 2014 – 00:01 wal (692x aufgerufen)

Wird in einem Gespräch das Thema auf die momentane Bankensituation gelenkt, fallen uns sehr schnell einige Skandale der vergangenen Monate ein. Es bleibt hierbei die Frage, ob die Skandale eher als Ausnahmefälle zu verstehen sind oder aber ob Unehrlichkeit zu einem Problem der ganzen Branche geworden ist.

Dieser Fragestellung hat sich nun eine Schweizer Forschergruppe der Universität Zürich angenommen. Im Rahmen einer Studie wurden 200 Bankangestellte untersucht. 128 von ihnen waren an einer international agierenden Bank angestellt, die anderen an kleineren Kreditinsituten. Die Probanden wurden vor eine Münzwurfaufgabe gestellt: Sie sollten jeweils das richtige Ergebnis vorhersagen, wobei sie bei jeder richtigen Prognose 20 Doller verdienen konnten. Der Knackpunkt: Die Banker wurden darüber informiert, dass sie nur dann das Geld ausgezahlt bekommen würden, wenn sie später nach Durchführung der Münzwürfe ein Ergebnis abgegeben konnten, das entweder dem Durchschnittswurfergebnis aller Münzwerfer entsprach oder höher war. Gleichzeitig wurde ihnen das Gefühl vermittelt, dass das Zustandekommen der abgegebenen Ergebnisse nicht kontrolliert werden würde.

Ein Teil der Banker wurde mit Hilfe eines Fragebogens auf ihren Beruf und den zugehörigen Verhaltensnormen fixiert, die andere Gruppe sollte das Spiel einfach als Freizeitaktivität durchfĂĽhren. Während die „Freizeitgruppe“ ein MĂĽnzwurfergebnis, das 51, 6% richtige WĂĽrfe beinhaltete, ĂĽbermittelten, gab die „Bank“-Gruppe an, im Schnitt 58,2% richtige Vorhersagen getroffen zu haben. Dies ist bedeutsam ĂĽber einem Zufallsergebnis, wie es bei einer MĂĽnzwurfaufgabe erwartet werden kann. Die Forscher vermuteten aufgrund der Ergebnisse, dass in der Bankbranche unehrliches Verhalten eher toleriert werden wĂĽrde.

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Soziales Normverhalten durch Hirnstimulation beeinflussbar

13. November 2013 – 00:01 wal (1651x aufgerufen)

Eine geöffnete Walnuss

Soziales Normverhalten ist durch eine Stimulation des rechten präfrontalen Cortex beeinflussbar, unabhängig davon, wie ein Mensch diese Norm bewertet – diesen Schluss legt zumindest eine neu veröffentlichte Studie der Universität ZĂĽrich nahe. In dem Versuch wurden Probanden dazu aufgefordert, eine bestimmte Geldsumme mit einem anonymen Partner zu teilen. Grundgedanke: In westlichen Kulturen gilt es als fair, wenn man etwas in gleichen Mengen teilt. In einem 2. Experiment sollten die Versuchsteilnehmer den Betrag wieder aufteilen, diesmal jedoch unter Androhung von Strafe durch den anonymen Partner, wenn dieser das Angebot als nicht fair betrachtet. In beiden Versuchen wurden die Nervenzellen des rechten lateralen präfrontalen Cortex der Probanden mittels einer transkraniellen Gleichstromstimulation „angeregt“. Die Ergebnisse zeigten, dass bei einer Erhöhung der Aktivität der Nervenzellen faires Verhalten vor allem in der Sanktionbedingung gezeigt wurde, nicht jedoch in der freiwilligen Fairnessbedingung. Wurde die Aktivität erniedrigt, zeigte sich das umgekehrte Handeln.

 

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Bildquelle: © schubalu / pixelio.de

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Da irrte Philip Zimbardo: Unter Anonymität ist prosoziales, normgerechtes Verhalten möglich und häufig

5. April 2012 – 14:24 tom (1196x aufgerufen)

In der Anonymität tendieren Menschen dazu, gesellschaftliche Normen zu ĂĽbertreten? Diese „Deindividuationstheorie“ von Philip Zimbardo und anderen ist widerlegt.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Interview: Wie die Krise die Gesellschaft gefährdet

8. November 2011 – 22:35 tom (1191x aufgerufen)

Spektrum-Chefredakteur Carsten Könneker sprach mit dem Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer.

Zum Interview… (Deutsch)

Bildquelle: © Thommy Weiss / PIXELIO

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Tolerant oder streng? – Psychologische Gründe für kulturelle Unterschiede zwischen Gesellschaften

14. Juni 2011 – 22:11 tom (3708x aufgerufen)

Warum kann man in Europa problemlos in der Öffentlichkeit Kaugummi kauen oder sich küssen, während das in Singapur oder Japan streng reglementiert ist beziehungsweise sich nicht ziemt? Ein internationales Forscherteam hat in einer 33 Länder umfassenden Studie die Gründe dafür untersucht, warum manche Gesellschaften mehr und andere weniger tolerant sind gegenüber Verhalten, das von der Norm abweicht.

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Schlechte Erfahrungen prägen Kulturen

1. Juni 2011 – 09:13 tom (1596x aufgerufen)

Wie Kulturen mit gesellschaftlichen Regeln umgehen, hängt vor allem von früheren Bedrohungen ab.

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Unter Einfluß: Wie die Gruppe unser Denken verändert

9. Mai 2011 – 11:13 tom (2855x aufgerufen)

Froscher versuchen zu verstehen, wie sich Normen, Werte und Verhaltensregeln in Gruppen entwickeln und die einzelnen Gruppenmitglieder davon beeinflusst werden.

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