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Spruch der Woche

15. September 2014 – 00:01 wal (435x aufgerufen)

Schwarze Kieselsteine sind am Strand aufeinander gestapelt. In der Umgebung liegen Muscheln.

„So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das still stehende Wasser verdirbt oder bei KĂ€lte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung.“

Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Universalgelehrter.

Bildquelle: NicoLeHe / pixelio.de

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fMRT-Studie zur sozialen Interaktion

8. August 2014 – 13:00 wal (649x aufgerufen)

93456_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deMenschen interagieren gerne mit anderen, ob es nun der Smalltalk beim Einkaufen oder wĂ€hrend einer gemeinsamen AktivitĂ€t ist. Die Kommunikation passiert auch dann noch, wenn keiner der Partner einen Nutzen daraus ziehen kann. Doch warum suchen wir regelmĂ€ĂŸig die Kommunikation mit anderen und was spielt sich dabei auf neurologischer Ebene ab? Dieser Frage ging ein Forscherteam des Forschungszentrums JĂŒlich nach. In der Studie wurden Probanden mit einem virtuellen Gesicht konfrontiert. Mit diesem Gesicht sollte mit Hilfe der Augenbewegungen der Probanden kommuniziert werden. Das virtuelle Gesicht Ă€nderte dabei die Blickrichtung je nach Augenbewegung der Versuchsperson. Im Anschluss sollten die Probanden entscheiden, inwieweit das Gesicht durch einen anderen Studienteilnehmer oder aber durch den Computer selbst gesteuert wurde. Das virtuelle Gesicht wurde hierbei immer vom Computer gesteuert, was den Teilnehmern jedoch nicht bekannt war. Die Probanden waren wĂ€hrend der Aufgabe in einem fMRT.

Ergebnis: Gingen die Probanden davon aus, dass das GegenĂŒber von einem Menschen gesteuert wurde, bewerteten sie die Blickbewegungen des virtuellen Gesichts als angenehmer. Außerdem wurden in diesem Fall im ventralen Striatum sowie in Bereichen des medialen orbitofrontalen Kortex erhöhte HirnaktivitĂ€ten festgestellt.

Wurde das GegenĂŒber als vom Computer gesteuert betrachtet, wurden die entsprechenden Hirnareale nicht stĂ€rker aktiviert.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Buchtipp: Unser empathisches Gehirn: Warum wir verstehen, was andere fĂŒhlen

28. Februar 2014 – 10:15 wal (755x aufgerufen)

Kieselsteine, auf die mit bunten Farben Smileys gemalt wurden.

FĂ€llt ein guter Freund durch eine Klausur, fĂŒhlen wir uns meist selbst nicht gut. Auch können wir nachempfinden, wie es dem betroffenen Vertrauten wohl geht. Doch wieso ist das so?

Die FĂ€higkeit, sich in andere hineinversetzen zu können, nennt man „Empathie“. Möglich wird sie durch die AktivitĂ€t sogenannter Spiegelneurone in unserem Gehirn. Verletzt sich z.B. ein Freund vor unseren Augen, fangen eben diese Neurone an zu „feuern“ und wir fĂŒhlen uns augenblicklich ebenfalls besorgt.

In seinem neu erschienen Buch „Unser empathisches Gehirn: Warum wir verstehen, was andere fĂŒhlen“ geht der Neurobiologe Christian Keysers auf die neurobiologische Grundlage der Empathie und ihre Alltagsrelevanz ein. Auch zugehörige Forschungsergebnisse werden diskutiert.

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Das Buch finden Sie im Literaturbestand der SaarlÀndischen UniversitÀts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © twinlili / pixelio.de

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Kleine Gehirnregion, aber große Entscheidungen

20. Dezember 2013 – 00:01 wal (737x aufgerufen)

Ein WĂŒrfel mit den Aufschriften: "Ja", "Nein", "Jain"

Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir große Entscheidungen treffen? Welche Gehirnregionen werden dabei aktiv? Dieser Frage ging ein Forscherteam der University of British Columbia in Vancouver nach. In einer Versuchsanordnung mit Ratten wurde die laterale Habenula mit entsprechenden Entscheidungen in Zusammenhang gebracht. Hierzu wurden die Tiere vor die Wahl gestellt: Sie konnten zwischen einer Aufgabe mit kontinuierlich kleinen Futterrationen als Gewinn wĂ€hlen oder einer Übung, bei der die Belohnung zwar spĂ€ter kam, dafĂŒr jedoch in grĂ¶ĂŸeren Mengen. Die Ratten entschieden sich fĂŒr die Aufgabe mit großen Rationen, wenn die ZeitabstĂ€nde zwischen AufgabenerfĂŒllung und Belohnung relativ niedrig waren. Stieg jedoch die Zeitspanne, so wurde hĂ€ufiger die Übung mit den kleineren Nahrungsmengen bevorzugt.

In einem weiteren Versuch wurde nun die laterale Habenula der Tiere „abgeschaltet“. Nun wurde jede Option gleich hĂ€ufig gewĂ€hlt.

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Die laterale Habenula wurde bislang nur mit Vermeidungsverhalten und Depressionen in Verbindung gebracht. Wurde die Gehirnregion mittels Stimulation durch Tiefenelektroden „abgeschaltet“, verbesserte sich meist der Zustand der depressiven Patienten.

 

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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