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Bauch- und Kopfsache

5. Juni 2014 – 13:07 wal (540x aufgerufen)

343466_web_R_K_B_by_Stephanie  Hofschlaeger_pixelio.de„Hör auf dein BauchgefĂŒhl!“ Dieses „BauchgefĂŒhl“, das oft als Floskel verstanden wird, könnte eine reale Komponente haben. Dies legt zumindest eine neue Studie der ETH ZĂŒrich nahe. Im Rahmen des Versuches wurden Ratten mit durchtrenntem afferentem Vagusnerv in potentiell angstauslösende Situationen gebracht. Ratten, deren innere Organe im Bauchraum nicht mehr Informationen an das Gehirn ĂŒbermitteln konnten, zeigten sich dabei furchtloser als ihre Artgenossen.

In einem zweiten Versuchsabschnitt wurden die Tiere mit Hilfe von leichten StromstĂ¶ĂŸen auf einen neutralen Ton konditioniert. Hierbei wurden beide Rattengruppen gleich schnell konditioniert. Lediglich bei der Extinktion gab es Unterschiede zwischen den beiden Tiergruppen: Die Kontrollratten zeigten bei mehrmaliger PrĂ€sentation des neutralen Tons ohne StromschlĂ€ge das konditionierte Verhalten schneller nicht mehr als die Ratten mit durchtrennten afferenten Fasern des Vagusnerves.

 

Der Vagusnerv zieht vom Gehirn zu den inneren Organen entlang und stellt so eine Verbindung zwischen dem zentralen Nervensystem und diesen dar. Dabei gibt es sowohl afferente, als auch efferente Fasern. Die afferenten Fasern ĂŒbermitteln Informationen von den inneren Organen zum Gehirn und die efferenten Fasern stellen den umgekehrten Informationsweg dar.

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Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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