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Wirkstoff aus Brokkoli lässt auf medikamentöse Behandlung von Autismus hoffen

23. Oktober 2014 – 09:11 wal (655x aufgerufen)

Menschen mit Autismus leiden in der Regel unter sozialen und kommunikativen Schwierigkeiten. Medikamentös kann in die Problematik kaum eingegriffen werden. Doch neue Studienergebnisse einer US-amerikanischen Forschergruppe deuten darauf hin, dass sich das Störungsbild doch medikamentös behandeln lassen könnte.

Grundlage für die Pilotstudie bilden Hinweise darauf, dass Zellen bei Autismus nur mangelhaft mit Energie versorgt werden und zusätzlich einem höheren Level an oxidativem Stress ausgesetzt sind. Dieser oxidative Stress führt zu weiteren Störungen der verschiedenen Abläufe im Zellalltag.

Zunächst wurden Probanden zwischen 13 und 27 Jahren, bei denen eine mittelschwere bis schwere Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert wurde, mit Hilfe verschiedener standardisierter Verfahren untersucht, um die momentane Schwere der Autismus-Spektrum-Störung einschätzen zu können. Dann wurden die Studienteilnehmer nach dem Zufallsprinzip entweder in eine Placebo-Gruppe oder aber in eine Gruppe, die mit Sulforaphan behandelt wurde, eingeteilt. Sulforaphan wirkt stark antioxidativ. Die Studie war doppelblind angelegt. Die Ausprägung der Autismus-Spektrum-Störung wurde vier, zehn und 18 Wochen nach der Behandlung wiederholt. Ein Follow-up fand nach 22 Wochen statt.

Das Medikament zeigte nicht bei allen Probanden Wirkung. Sprach der Patient jedoch auf die Verabreichung der Substanz an, verbesserten sich einige Symptome der Autismus-Spektrum-Störung. Nach Absetzen der Medikation gingen die Symptome in ihrer Stärke auf das Ausgangsniveau zurück.

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Mehr zum Thema „Autismus-Spektrum-Störung“ finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

 

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Riskantes Hirndoping

23. Mai 2014 – 16:10 wal (553x aufgerufen)

Aufeinandergestapelte BĂĽcher.

Der Konsum von sogenannten Smart Drugs boomt. Mit dem Begriff werden Medikamente, die zur vermeintlichen Leistungssteigerung missbraucht werden, beschrieben. Gerade an Schulen und Universitäten sind sie sehr beliebt und kommen scheinbar immer häufiger zum Einsatz, um den steigenden Leistungsanforderungen des Bildungssystems gerecht zu werden.

Oft werden jedoch neben den positiven Aspekten, die ihnen zugeschrieben werden wie zum Beispiel einer besseren Merkfähigkeit, potentielle Risiken übersehen. So zum Beispiel bei der Einnahme des Wirkstoffes Methylphenidat, auch bekannt als Ritalin. Er verändert unter anderem die Konzentration der Neurotransmitter Dopamin und Norepinephrin. Diese wiederum haben einen Einfluss auf den präfrontalen Kortex, der wichtig ist für das Finden von Entscheidungen und der Kontrolle von Emotionen und des Verhaltens. Problematisch hierbei: Der präfrontale Kortex ist bis in ein Lebensalter Anfang der 30iger nicht vollständig ausgereift. Somit können diese Medikamente ihn empfindlich in seiner Entwicklung stören. So könnte beispielsweise die Plastizität des präfrontalen Kortex beeinträchtigt werden, was zu längerfristigen Problemen beim Lernen und Unflexibilität führen kann.

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Bildquelle: © Lupo / pixelio.de

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Kommentar: Euphorie aus der Medikamentenschachtel

12. September 2011 – 18:06 tom (2814x aufgerufen)

Aus den Laboren der Pharmaindustrie könnten bald völlig neue Medikamente kommen, die dauerhaftes Glück versprechen. Vor dieser Entwicklung müssen wir uns aber nicht sorgen. Oder?

Zum Kommentar… (Deutsch)

Bildquelle: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO

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Kleptomanie: Hilfe durch Anti-Klau-Pille

14. April 2009 – 11:22 Timo (3770x aufgerufen)

Hoffnung für zwanghafte Langfinger – und bestohlene Ladenbesitzer: Ein amerikanischer Forscher glaubt jetzt herausgefunden zu haben, wie man Kleptomanen heilen kann.

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/mensch/us-forscher-die-anti-klau-pille_aid_389543.html

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