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Lese-Rechtschreibstörung kein zusammenhÀngendes Störungsbild?

11. November 2014 – 00:01 wal (504x aufgerufen)

Die Lese-Rechtschreibstörung wird oft als zusammenhÀngendes Störungsbild wahrgenommen. Zwar gibt es beispielsweise auch isolierte Rechtschreibstörungen, der gesellschaftliche Fokus liegt jedoch eher auf der Lese-Rechtschreibstörung. Lesestörung und Rechtschreibstörung scheinen jedoch noch weniger miteinander zusammenzuhÀngen, als bisher vermutet. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Forschungszentrums IDeA.

FĂŒr die Studie wurden insgesamt ĂŒber 465 Kinder, von denen eine Gruppe Lernstörungen aufwies,  in einer LĂ€ngsschnittstudie untersucht. Die erste Erhebung fand im Jahre 2011 statt, als die Kinder noch die zweite Klasse besuchten. Seitdem wurden jĂ€hrlich kognitive Daten der Probanden sowie ihr momentaner Lernstand erhoben.

Ergebnis: Es zeigte sich, dass die Kinder mit Lernstörung je nach Art der Störung scheinbar in unterschiedlichen Prozessen ihres ArbeitsgedÀchtnis Probleme hatten. So schienen Kinder mit Leseproblemen eher EinschrÀnkungen in der zentralen Exekutive aufzuweisen, wÀhrend Kinder mit Rechenstörung eher Probleme mit der Phonologischen Schleife zu haben schienen.

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Die Phonologische Schleife wird mit dem Verarbeiten sprachlicher Informationen assoziiert.

Die Zentrale Exekutive hingegen wird mit dem Abruf von Daten aus dem GedÀchtnis sowie der Koordination von zeitgleichen, jedoch unterschiedlichen Handlungen in Verbindung gebracht.

 

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Neue Metaanalyse zur EffektivitÀt verschiedener Fördermöglichkeiten bei Legasthenie

14. MĂ€rz 2014 – 14:05 wal (823x aufgerufen)

Eine Hand hÀlt die Buchstaben A,B und C.

Kinder, die an einer Lese-Rechtschreib-SchwĂ€che leiden, bleiben im Schulsystem oft auf der Strecke. Da Lesen und Schreiben essentiell fĂŒr den Wissenserwerb in der Schule ist, werden ihre Noten in Mitleidenschaft gezogen. Sie besuchen daher hĂ€ufiger Haupt- oder Sonderschulen als andere Kinder, machen einen niedrigeren Berufsabschluss und bleiben beruflich meist hinter ihren kognitiven Möglichkeiten.

Von der Lese-RechtschreibschwĂ€che sind in Deutschland etwa fĂŒnf Prozent der Kinder betroffen. Es besteht Förderbedarf. Das Problem hierbei ist jedoch, dass es zwar viele Fördermöglichkeiten gibt, diese aber nur in Einzelstudien evaluiert wurden, so dass unklar ist, aus welcher Maßnahme das Kind den höchsten Gewinn ziehen kann.

Eine neu veröffentlichte Metastudie der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen hat sich dieser Problematik angenommen. In die Studie wurden Einzelstudien zu 20 Förderverfahren aufgenommen. Ergebnis: Die Verfahren schienen jeweils nur bis zu einem bestimmten Grad effektiv zu sein, wobei eine lĂ€ngere Förderungszeit nachhaltiger zu sein scheint als eher kĂŒrzere Einheiten. Die besten Ergebnisse erzielte im Rahmen der Studie die sogenannte „phonics instruction“. Innerhalb dieser Übung soll ein GespĂŒr fĂŒr die Zuordnung verschiedener Laute zu Buchstaben vermittelt werden. Außerdem wird der Lesefluss trainiert.

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Mehr zum Thema Lese-Rechtschreib-Störung finden Sie im Literaturbestand der SaarlÀndischen UniversitÀts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © S.Hofschlaeger / pixelio.de

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Legasthenie- Therapieerfolg: Neuer Einsatz von Computerspielen

13. MĂ€rz 2013 – 15:12 kri (1010x aufgerufen)

 

Computerspiele

Action-Video- oder Computerspiele haben keinen guten Ruf. In den Medien oft als Killer-Spiele verschrien, wird ihnen nachgesagt die Entwicklung von Kindern, besonders das Aggressionverhalten, negativ zu beeinflussen. Ein Studie aus Italien bietet aber neue Befunde zum Umdenken. Die Forscher setzten die Spiele in der Therapie von Kindern mit Legasthenie, der Lese-Recht-SchreibschwÀche, ein und konnten zeigen, dass diese neue und innovative Therapie viele bessere Erfolge  als die bisherigen Modelle erzielten. Die Forscher denken, dass die Spiele die Aufmerksamkeitsgabe, die bei Kindern mit Legasthenie vermutlich schÀwcher ist, fördern.

 

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Wenn Sie mehr ĂŒber Legasthenie oder anderen Lernstörungen lesen möchten, empfehlen wir folgendes Werk aus unserem Bestand:

„Lega…WAS?- Kinder mit Lernstörungen verstehen, fördern und stĂ€rken“

 

Bildquelle: © Gerd Altmann/dezignus.com/ pixelio.de

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