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Wenn die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper zum Leiden wird

3. Dezember 2014 – 00:01 wal (571x aufgerufen)

Fast jeder war schon einmal beim Blick in den Spiegel unzufrieden mit sich selbst, sei es weil ein großer Pickel auf der Nasenspitze saß oder die Frisur einfach nicht in den Griff zu bekommen war. Problematisch wird es jedoch, wenn diese Unzufriedenheit beginnt, übermächtig zu werden und der tägliche Spiegelblick zur Tortur wird. Patienten, die an einer sogenannten „Körperdysmorphen Störung“ leiden, haben dieses Problem. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist bei diesem Störungsbild stark verzerrt, sodass die Patienten bestimmte Körperteile als hässlich erleben und diese unbedingt verdecken oder ändern möchten. Der Badaufenthalt kann so leicht in die Stunden gehen, ohne dass der vermeintliche Makel behoben werden kann. Das Störungsbild reicht bei manchen der Betroffenen gar soweit, dass sie nicht einmal mehr das Haus verlassen können, aus Scham, ihren vermeintlichen Makel der Öffentlichkeit präsentieren zu müssen.

Auch andere Bereiche können unter der Störung leiden. So sind einer US-amerikanischen Studie zufolge 61% der Betroffenen arbeitslos, 70 % single und mehr als 20% von ihnen begehen einen Suizidversuch.

Unter dem Störungsbild leiden Studien zufolge etwa 2% der Bevölkerung. Dennoch ist das Krankheitsbild in der Bevölkerung relativ unbekannt. Zur Behandlung empfohlen wird eine Kognitive-Verhaltenstherapie.

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Wenn sich die Sinne täuschen

19. März 2014 – 12:23 wal (499x aufgerufen)

Nach oben geöffnete Hand.Können unsere Sinne so getäuscht werden, dass sie uns glauben machen, unser Körper bestände aus Marmor? Einer neuen Studie der Universität Bielefeld zufolge scheint dies möglich zu sein. Die Forschergruppe um Irene Senna ließ Probanden ihre Hände vor sich auf einen Tisch legen und klopfte dann mit einem Hammer sanft auf eine der beiden Hände. Dabei wurde den Versuchspersonen via Kopfhörer der Klang eines Hammers, der auf Marmor trifft, vorgespielt. Nach nur wenigen Durchgängen berichteten die Teilnehmer, dass sich die betroffene Hand unbeweglicher und schwerer anfühlen würde. Auch der Hautwiderstand der Probanden veränderte sich entsprechend. Das Phänomen wurde von der Forschergruppe Marmorhand-Illusion genannt. Vermutlich entsteht die Illusion durch die Integration vieler verschiedener Sinneswahrnehmungen aus unterschiedlichen Sinnesorganen.

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Bildquelle: © Lupo / pixelio.de

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Verzerrte Körperwahrnehmung bei Essstörungen und deren neuropsychologische Grundlage

28. Juli 2009 – 18:05 Timo (7516x aufgerufen)

„Eine verzerrte Körperwahrnehmung ist Risiko- und aufrechterhaltender Faktor von Essstörungen wie Magersucht (Anorexie) und Ess-Brech-Sucht (Bulimie). Diese Verzerrung spiegelt sich in den Hirnfunktionen wider und kann durch Körperbildtherapie nachweislich verändert werden. Darüber berichtet RUBIN, das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum, in seiner aktuellen Ausgabe.“ (idw online, 28.07.09)

http://idw-online.de/pages/de/news325139

Den vollständigen Beitrag finden Sie unter:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/rubin-sommer-09/pdf/facette3.pdf

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