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Mit einem Lächeln auf den Lippen

17. Dezember 2014 – 00:01 wal (980x aufgerufen)

Lächeln ist in der Kommunikation zwischen zwei Menschen nicht wegzudenken. Zu elementar scheint seine Bedeutung zu sein. Dabei wird noch darĂĽber diskutiert, ob lächeln wirklich nur der Kommunikation dient oder eventuell nicht kontrollierbar und damit ein nicht steuerbarer Ausdruck der eigenen GefĂĽhlslage ist. Als echtes Lächeln gilt das sogenannte „Duchenne-Lächeln“, eine Form, die als unkontrollierbar gilt und sowohl durch die nach oben gezogenen Mundwinkel als auch Fältchen um die Augenwinkel gekennzeichnet ist.

In einem Experiment des Max-Planck-Institutes für Evolutionsbiologie in Plön wurde nun die Wirkung eines Lächelns auf die Kooperationsbereitschaft untersucht: Zwei Versuchspersonen sollten miteinander kooperieren, um einen bestimmten Geldbetrag zu erhalten. Dafür wurde ein Proband auf Video aufgenommen. Das so entstandene Video wurde der anderen Versuchsperson gezeigt. In dem Video stellte der erste Proband, im Versuch Treuhänder genannt,  sich vor und bat um das erhaltene Versuchspersonengeld des zweiten Versuchsteilnehmers. Der Text des Videos wurde im Vorhinein vorgegeben. Anhand der Videoaufnahme sollte nun entschieden werden, inwieweit der Treuhänder als vertrauenswürdig eingestuft werden und man ihm das Geld überlassen könnte. Entschied sich der Proband dafür, dem Treuhänder das Geld zu geben, wurde der Betrag verdreifacht. Der Treuhänder selbst konnte nun wiederum entscheiden, ob er dem anderen Versuchsteilnehmer nichts, ein Drittel oder die Hälfte des Gewinns geben wollte.

Dokumentiert wurde die Einschätzung des Treuhänders, d. h. als wie intelligent, vertrauenswürdig, attraktiv dieser wahrgenommen wurde und ob sein Lächeln authentisch wirkte.

Es zeigte sich, dass Probanden eher ihrem Gegenüber vertrauten, wenn das Lächeln als authentisch wahrgenommen wurde. Umgekehrt zeigte sich jedoch auch, dass ein Teilen des Treuhänders wahrscheinlicher war, wenn er authentisch lächelte.

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Altruistischer durch Demokratie?

11. Juli 2014 – 08:04 wal (696x aufgerufen)

78308_web_R_K_B_by_S.  Hofschlaeger_pixelio.deObwohl das Bewusstsein für den Klimawandel in vielen Menschen geweckt ist, wird wenig unternommen, um Ressourcen zu schonen. Forscher um Oliver Hauser versuchten diesem Phänomen mit Hilfe einer Studie auf den Grund zu gehen. Im Rahmen eines Experimentes wurden die Probanden in Gruppen zu je fünf Personen eingeteilt. Jede dieser Gruppen erhielt ein Budget von 100 Werteinheiten. Aufgabe war es nun, das Budget aufzuteilen. Dabei durfte jede Versuchsperson maximal 20 Werteinheiten für sich beanspruchen. Zu beachten war jedoch auch, dass eine nachfolgende Spielergruppe nur dann ebenfalls etwas erhielt, wenn die Vorgängergruppe nicht mehr als 50 Werteinheiten untereinander aufteilte. In diesem Fall bekam eine Nachfolgegruppe dieselbe Menge an Werteinheiten wie ihre Vorgänger. Die meisten der Spieler verhielt sich dabei gerecht im Bezug auf nachfolgende Spielergruppen, dennoch fand sich in jeder Gruppe mindestens ein Spieler, der für sich das volle Budget in Anspruch nahm.

In einem weiteren Versuchsabschnitt wurde nun eine Demokratie eingefĂĽhrt. Konkret bedeutete das, dass die Teilnehmer untereinander abstimmen mussten, wieviele Einheiten jeder Spieler erhalten sollte. Das Abstimmungsergebnis war hierbei bindend. Nun wurden die Ressourcen fast immer gerecht verteilt. Dieses Ergebnis zeigte sich allerdings nur dann, wenn sich alle Versuchspersonen an die Abstimmung halten mussten.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Buchtipp: Kooperatives Handeln in Organisationen

20. Januar 2011 – 14:18 tom (1048x aufgerufen)

Das Buch hilft, die unterschiedlichen Kontexte zu identifizieren, in denen kooperatives Handeln auftritt, gefragt ist oder vorgeschrieben wird. Ebenso hilft es dabei, Erfolgsfaktoren zu identifizieren und Fallstricke zu erkennen.

Bildquelle

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