Logo/Hauptseite des SSG Psychologie
Logo/Hauptseite der Saarlndischen Universitts- und Landesbibliothek

Führt Schichtarbeit zu kognitiven Einbußen?

18. November 2014 – 00:01 wal (623x aufgerufen)

Dass Schichtarbeit nicht unbedingt zuträglich für die Gesundheit ist, ist schon seit längerem bekannt. Forscher der Université de Toulouse-CNRS fanden jedoch nun Hinweise, dass auch kognitive Leistungen durch den ständigen Schichtwechsel in Mitleidenschaft gezogen werden können. Im Rahmen der Langzeitstudie wurden über 3000 Probanden zwischen 32 – 62 Jahren untersucht, die entweder selbst schon Erfahrungen mit Schichtarbeit gemacht hatten oder nie damit in Berührung gekommen sind. Die erste Testung der Versuchspersonen fand 1996 statt und enthielt drei verschiedene Aufgaben: Zunächst wurden die Teilnehmer gebeten, sich eine Liste mit Wörter zu behalten. Der nächste Part überprüfte, wie gut die Probanden in der Lage waren, festgelegte Buchstaben aus einer Buchstabenmenge zu finden. In der dritten Aufgabe wurden sie gebeten, Beziehungen zwischen Zahlen und Buchstaben zu generieren. Die Tests wurden durch ein Zeitlimit begrenzt und fanden noch einmal in den Jahren 2001 und 2006 statt.

Die Probanden im Schichtdienst wurden immer im Vergleich zu gleichaltrigen Probanden ohne Schichtdienst betrachtet. Es zeigte sich, dass Probanden, die unter zehn Jahre im Schichtdienst arbeiteten, keine Einbußen in ihren kognitiven Leistungen zeigten, wohl aber die Teilnehmer, die schon länger als zehn Jahre in Schichten arbeiteten. Defizite fanden sich hier vor allem in Gedächtnis- und Informationsverarbeitungsfähigkeiten. Diese Fähigkeiten waren in dieser Gruppe auf dem selben Niveau wie die der sechseinhalb Jahre älteren Arbeitnehmer ohne Schichtdienst. Es war dabei unerheblich, ob es sich um einfache Angestellte oder in der Hierarchie höher stehende Schichtarbeiter handelte. Erst nach etwa 5 Jahren ohne Schichtwechsel schienen die negativen Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen wieder zurückzugehen.

Mehr zum Artikel

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Spruch der Woche

23. Juni 2014 – 00:01 wal (412x aufgerufen)

Drei Finger,die mit Gesichtern bemalt wurden.

„Der Charakter ruht auf der Persönlichkeit, nicht auf den Talenten.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter.

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Can You Build a Better Brain?

6. Januar 2011 – 16:43 tom (5071x aufgerufen)

Wenn Sie nicht so enden wollen, wie Homer Simpson, dann tun Sie etwas für Ihr Gehirn! Lesen Sie hier was wirklich dabei helfen soll eine leistungsfähigere Schaltzentrale zu entwickeln.

Bildquelle

Zum Artikel… (Englisch)

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Computerspiele: verbessern soziale und kognitive Fähigkeiten

22. Dezember 2010 – 15:41 tom (4281x aufgerufen)

Vor einiger Zeit noch unpopulär, beleuchten Studien inzwischen auch die postiven Auswirkungen von Computerspielen.

Ob Action-Spiele, wie Flugzeugsimulatoren oder Rollenspiele, wie „World of Warcraft“. Alle Genres haben ihre Vor- und Nachteile.

Größtes Problem: die Suchtgefahr.

Zum Artikel… (soziale Fähigkeiten) (Sprache: Deutsch)

Zum Artikel… (kognitive Fähigkeiten) (Sprache: Englisch)

Zum Artikel… (Suchtprävention) (Sprache: Deutsch)

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Neandertaler und Homo sapiens: Unterschiede in den geistigen Fähigkeiten?

29. November 2010 – 13:19 tom (10272x aufgerufen)

Die Gehirne der Neandertaler waren nicht kleiner als die des modernen Menschen. Deshalb ging man bisher davon aus, dass sich die kognitiven Fähigkeiten von Neandertalern und Homo sapiens ähnelten.  War diese Schlußfolgerung ein Irrtum? Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie gingen dieser Frage nach und entdeckten Erstaunliches. (Bildquelle: http://www.spiegel.de/)

Zum Artikel…

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Rauchen, Alkohol und kognitive Fähigkeiten

24. April 2010 – 09:43 Timo (2083x aufgerufen)

Eine aktuelle Studie ergibt: Alkoholmissbrauch hat keine langfristigen negativen Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten; Rauchen hingegen schon. Voreilige Rückschlüsse auf die Folgenlosigkeit von Alkoholmissbrauch sollten jedoch nicht gezogen werden.

http://www.sciencedaily.com/releases/2010/03/100316083721.htm

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com