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Selbstbestimmt und produktiv

11. Dezember 2014 – 00:01 wal (1034x aufgerufen)

Können wir selbstbestimmte Entscheidungen z. B. im Rahmen eines Lernprozesses treffen, so sind wir danach meist produktiver. Das Prinzip hört sich einfach und vielversprechend an. Doch kann man es auch auf andere Aspekte anwenden? Beispielsweise in klinischen Behandlungen oder in pädagogischen Maßnahmen? Dieser Frage ist ein Forscherteam um Professor Ulrich Weger der Universität Witten/Herdecke im Rahmen einer Studie nachgegangen.

In der Studie wurden die Probanden vor die Aufgabe gestellt, einen Gedächtnistest zu absolvieren. Zuvor wurde ihnen jedoch die Wirkung dreier verschiedener Lebensmittel (z. B. Coca Cola), die die kognitive Leistungsfähigkeit erhöhen sollen, beschrieben. Mit Hilfe der Lebensmittel sollte der anstehende Test besser absolviert werden können. Eine Gruppe der Probanden hatte nun die Wahl zwischen den drei Mitteln, die andere Gruppe bekam ein Mittel zugewiesen ohne Entscheidungsfreiheit. Das Mittel wurde entweder vor der Enkodierung der Testitems oder aber vor dem späteren Abruf der Items verabreicht.

Probanden, die die Substanz vor der Enkodierung bekamen, konnten bedeutsam mehr Items in einer Recallaufgabe abrufen, als Probanden, die erst vor Abruf der Items aus dem Gedächtnis Zugang zu dem Lebensmittel bekamen. Auch zeigte sich, dass die Versuchspersonen, die eine eigene Wahl hatten, bei einer Rekognitionsaufgabe besser abschnitten, als Teilnehmer, die einfach ein Lebensmittel zugewiesen bekamen. Dieser Effekt war jedoch nur marginal bedeutsam. Es besteht weiterer Forschungsbedarf.

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Wenn die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper zum Leiden wird

3. Dezember 2014 – 00:01 wal (568x aufgerufen)

Fast jeder war schon einmal beim Blick in den Spiegel unzufrieden mit sich selbst, sei es weil ein gro√üer Pickel auf der Nasenspitze sa√ü oder die Frisur einfach nicht in den Griff zu bekommen war. Problematisch wird es jedoch, wenn diese Unzufriedenheit beginnt, √ľberm√§chtig zu werden und der t√§gliche Spiegelblick zur Tortur wird. Patienten, die an einer sogenannten „K√∂rperdysmorphen St√∂rung“ leiden, haben dieses Problem. Die Wahrnehmung des eigenen K√∂rpers ist bei diesem St√∂rungsbild stark verzerrt, sodass die Patienten bestimmte K√∂rperteile als h√§sslich erleben und diese unbedingt verdecken oder √§ndern m√∂chten. Der Badaufenthalt kann so leicht in die Stunden gehen, ohne dass der vermeintliche Makel behoben werden kann. Das St√∂rungsbild reicht bei manchen der Betroffenen gar soweit, dass sie nicht einmal mehr das Haus verlassen k√∂nnen, aus Scham, ihren vermeintlichen Makel der √Ėffentlichkeit pr√§sentieren zu m√ľssen.

Auch andere Bereiche können unter der Störung leiden. So sind einer US-amerikanischen Studie zufolge 61% der Betroffenen arbeitslos, 70 % single und mehr als 20% von ihnen begehen einen Suizidversuch.

Unter dem Störungsbild leiden Studien zufolge etwa 2% der Bevölkerung. Dennoch ist das Krankheitsbild in der Bevölkerung relativ unbekannt. Zur Behandlung empfohlen wird eine Kognitive-Verhaltenstherapie.

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Initiative gegen Selbstmorddarstellungen in der Presse

2. Dezember 2014 – 00:01 wal (614x aufgerufen)

Begeht eine prominente Person Selbstmord, ist das mediale Interesse an der Tat oft sehr gro√ü. Bedacht wird bei der Berichterstattung jedoch meist nicht, dass die ausf√ľhrliche Schilderung eines Suizides Nachahmer finden k√∂nnte. Dieses Ph√§nomen wird Werther-Effekt genannt. Der Werther-Effekt beschreibt, dass nach der Selbstt√∂tung einer prominenten Pers√∂nlichkeit die Selbstmordrate in der Bev√∂lkerung bedeutsam steigt. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um Nachahmungstaten handelt. Der Effekt wurde nach dem Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ von Johann Wolfgang von Goethe benannt. In dem Roman t√∂tet sich die Hauptfigur selbst. Es wird berichtet, dass die Selbstmordrate in der Bev√∂lkerung nach Ver√∂ffentlichung des Werks gestiegen ist.

Die Deutsche Gesellschaft f√ľr Suizidpr√§vention hat in Kooperation mit der WHO eine Initiative gestartet, die dar√ľber aufkl√§ren soll, wie in Berichterstattungen mit dem Thema Suizid k√ľnftig umgegangen werden sollte. Eine weitere Richtlinie hat der Deutsche Presserat herausgegeben. Problem: Die Initiativen und Richtlinien sind f√ľr Journalisten nicht juristisch bindend. Die Vorschl√§ge sehen wie folgt aus: So sollen beispielsweise dem Suizid keine positiven oder romantischen Aspekte zugesprochen werden. Auch sollte auf einen Artikel auf der Titelseite, sensationelle Darstellungen oder die Verbreitung von Abschiedsbriefen verzichtet werden. Zur√ľckhaltung scheint hier das Gebot der Stunde zu sein.

Die Medien k√∂nnen sich aber auch den sogenannten Papageno-Effekt zu Nutze machen, um eher protektive Wirkung zu erzielen. Der Papageno-Effekt beschreibt, dass nicht das berichtete Selbstmordereignis an sich, sondern der Umgang mit diesem relevant f√ľr Nachahmungstaten sind. Beispielsweise k√∂nnen Berichte √ľber √ľberwundene Krisensituationen oder Hilfsangebote pr√§ventiv wirken.

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Einmal 15 Minuten Therapie zum Mitnehmen bitte

12. November 2014 – 00:01 wal (677x aufgerufen)

Therapie f√ľr unterwegs? Klingt zun√§chst einmal sehr merkw√ľrdig. In Schweden l√§uft jedoch eine Aktion, die genau das erm√∂glicht. In Stockholm haben Fahrg√§ste mancher Taxis zur Zeit die M√∂glichkeit, w√§hrend ihrer Taxifahrt mit einem Psychotherapeuten zu sprechen, wenn sie dies denn w√ľnschen. Der Dienst ist kostenlos.

Die Aktion wird vom gr√∂√üten Taxiunternehmen Stockholms durchgef√ľhrt und soll dem Unternehmen vermutlich dazu dienen, seine Postion auf dem hart umk√§mpften Taximarkt in Schweden zu st√§rken. Die dabei eingesetzten Therapeuten sind ausgebildete Psychotherapeuten, die sich von der Aktion erhoffen, vielen Stockholmern √ľber ihre gedr√ľckte Laune aufgrund des dunklen Winters hinwegzuhelfen, aber auch den Fahrg√§sten neue Blickwinkel auf ihre Problemlagen zu erm√∂glichen.

Eine Psychotherapie kann die kurze Sitzung im Taxi allerdings nicht ersetzen. Inwieweit die Sitzung dennoch eine Wirkung zeigt, bleibt unklar.

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Buchtipp: Psyche im Kino: wie Filme uns helfen, psychische Störungen zu verstehen

6. November 2014 – 00:01 wal (836x aufgerufen)

Der Zugang zum Verst√§ndnis psychischer St√∂rungen an sich kann manchmal schwer sein. Gerade dann kann ein Fallbeispiel hilfreich sein. Doch wie w√§re es, anstatt schriftlicher Fallberichte passende Filme zu schauen? Problem hierbei: Darstellungen in Filmen m√ľssen nicht der Realit√§t entsprechen. Gibt es keinen begleitenden Betreuer, k√∂nnen Lernende so schnell zu fehlerbehaftetem Wissen kommen. An dieser Stelle w√§re ein Buch ratsam, das durch den Dschungel aus Filmmaterial und klinischen St√∂rungsbildern f√ľhrt.

Genau diese L√ľcke versuchen Danny Wedding, Mary Ann Boyd und Ryan M. Niemiec zu f√ľllen: In dem Buch „Psyche im Kino: wie Filme uns helfen, psychische St√∂rungen zu verstehen“ veranschaulichen¬† sie anhand von Filmmaterial psychische St√∂rungen. In mehr als 1500 Filmen werden die verschiedenen St√∂rungsbilder behandelt. Dabei reicht das Spektrum von Angstst√∂rungen √ľber Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen bis hin zu Schizophrenie. So k√∂nnen Lernende auch filmisches Material als Fallbeispiele heranziehen. Das Buch orientiert sich an den Diagnosekriterien des ICD-10 und des DSM-IV.

Anzumerken ist jedoch, dass sich das Buch noch auf das DSM-IV bezieht. Mittlerweile ist jedoch das DSM-5 erschienen, sodass sich einige Diagnosekriterien verändert haben.

Buchtipp

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Anorexie bei Männern

15. Oktober 2014 – 13:20 wal (831x aufgerufen)

272700_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.deWird in den Medien von Anorexie berichtet, so wird sie meistens mit Frauen in Verbindung gebracht. Dass aber auch M√§nner unter Anorexie leiden k√∂nnen, wird oft vernachl√§ssigt. Dabei machen sie 10% der Betroffenen aus. Problematisch hierbei: Auch das Wissen um das St√∂rungsbild wurde √ľberwiegend aus Studien mit Anorexiepatientinnen gewonnen. Forscher der University of Montreal haben nun in einem Review 24 Studien zu diesem Thema n√§her betrachtet und so versucht, das Wissen √ľber Anorexie bei M√§nnern zu vergr√∂√üern. Zusammengenommen konnte auf diese Weise eine Stichprobe von 279 Probanden gezogen werden, die zwischen 11 und 36 Jahre alt waren. Neben Gemeinsamkeiten bei Frauen und M√§nnern wie beispielsweise der Angst davor zuzunehmen, konnten die Forscher mehrere Variablen finden, die bei der m√§nnlichen Anorexie scheinbar relevant sind. So bezog sich beispielsweise die Unzufriedenheit mit dem K√∂rper bei M√§nnern eher auf die Muskelmasse. Au√üerdem fanden sich oft Komorbidit√§ten: So litten die Patienten oft nicht nur an der Anorexie, sondern auch an Depressionen oder S√ľchten. Auch fanden sich √ľberdurchschnittlich h√§ufig aufbrausende, psychotische oder antisoziale Pers√∂nlichkeitseigenschaften. Auffallend war ebenfalls eine h√∂here Homosexualit√§tsrate unter den m√§nnlichen Anorexiepatienten als in der Bev√∂lkerung.

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Mehr zum Thema „Anorexia Nervosa“ finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © RainerSturm / pixelio.de

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Suizid bei Senioren: Alarmierende Zahlen

1. Oktober 2014 – 00:01 wal (624x aufgerufen)

466396_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deWird √ľber Suizid und Suizidpr√§vention berichtet, wird eine gesellschaftliche Gruppe meist vergessen: Senioren. Dabei werden etwa 40 % der in Deutschland registrierten Suizide von √ľber 60-J√§hrigen begangen; in dieser Zahl sind noch keine Selbstt√∂tungen enthalten, die nicht als solche erkannt werden. Die Ursachen k√∂nnen mannigfaltig sein, so k√∂nnen beispielsweise physische und psychische Probleme zu den Gr√ľnden gerechnet werden. Aber auch Einschr√§nkungen in der Mobilit√§t, ver√§nderte Lebensumst√§nde oder der Verlust des eigenen Partners k√∂nnen Ursachen sein.

Das Problem hierbei ist jedoch, dass die Suizidabsicht oft nicht erkannt wird. Dabei gibt es meistens Vorboten, beispielsweise ein Interessenverlust, sozialer R√ľckzug oder Suizid√§u√üerungen. Aber auch eine pl√∂tzlich gel√∂ste Stimmung, obwohl in der Vorgeschichte Suizidabsichten ge√§u√üert wurden, kann ein Anzeichen f√ľr einen bevorstehenden Suizid sein.

Mittlerweile gibt es einige Anlaufstellen deutschlandweit, um Hilfe zu erhalten: Von der Telefonseelsorge √ľber spezielle Sozialstationen. Problematisch ist jedoch, dass in der entsprechenden Bev√∂lkerungsgruppe zu wenig Wissen √ľber diese Hilfeeinrichtungen besteht.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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„Welt-Suizid-Report“ der WHO

19. September 2014 – 00:01 wal (706x aufgerufen)

Exif_JPEG_PICTUREVor kurzem wurde von der Weltgesundheitsorganisation der erste „Welt-Suizid-Report“ herausgegeben. Die Organisation bittet, verantwortungsvoll mit den ver√∂ffentlichten Daten umzugehen.

Laut Bericht nehmen sich jedes Jahr etwa 800.000 Menschen weltweit das Leben. Auff√§llig ist hierbei die internationale Verteilung der Suizide: √Ąrmere L√§nder scheinen eine h√∂here Suizidrate zu haben wie reichere. Au√üerdem unterscheidet sich auch das Geschlechterverh√§ltnis: W√§hrend beispielsweise in Deutschland der gr√∂√üte Teil der Suizide von M√§nnern begangen wird, liegen die Zahlen f√ľr beide Geschlechter in √§rmeren L√§ndern n√§her beieinander. Betrachtet man das Alter der Betroffenen, so f√§llt auf, dass Tod durch Suizid bei den 15-29-j√§hrigen die zweith√§ufigste Todesursache darstellt. Ebenfalls sticht hervor, dass global die h√∂chsten Suizidraten bei den √ľber 70-j√§hrigen gefunden werden konnten.

Die Mitgliedsl√§nder der WHO verabschiedeten einen Beschluss, der die Senkung der Suizidraten um 10 % bis zum Jahre 2020 vorsieht. Zum Erreichen dieses Ziels wurden bereits einige Pr√§ventionsma√ünahmen vorgestellt, beispielsweise den Ausbau von Hilfsangeboten f√ľr Patienten mit chronischen Schmerzen oder psychischen Problemen.

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Bildquelle: ©  Jakob Ehrhardt / pixelio.de

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Erfahrung durch eigenes Erleben

16. September 2014 – 00:01 wal (631x aufgerufen)

684950_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deWie f√ľhlt sich eigentlich eine psychische Krise √ľberhaupt an? Was Mediziner und Therapeuten oft nur theoretisch erlernt oder aus der Beobachterperspektive erfahren haben, muss nicht mit dem Empfinden des Patienten einhergehen. Aus diesem Grund wurde vor ein paar Jahren die Aktion „Ex-In“ ins Leben gerufen. Hinter dem K√ľrzel steht ein Projekt, das von der Europ√§ischen Union gef√∂rdert wurde und Patienten als „Experten“ f√ľr ihre eigene Krankheit sieht. Diese Patienten k√∂nnen nun zu Genesungsbegleitern ausgebildet werden und ihre Erfahrungen mit anderen Patienten teilen, aber auch mit Fachpersonal wie Medizinern oder Therapeuten. Die Ausbildung zum Genesungsbegleiter findet momentan deutschlandweit an 20 Standorten statt. Wer sich f√ľr eine solche Ausbildung entscheidet, durchl√§uft zwei Phasen: In einem ersten Abschnitt wird sich zun√§chst mit der eigenen Erkrankung besch√§ftigt; was einen gesund h√§lt und wie man Verantwortung f√ľr sich selbst √ľbernimmt. Im zweiten Abschnitt wird aus der eigenen Erfahrung und den Erfahrungen anderer Methoden entwickelt, die im sp√§teren Umgang mit anderen Patienten n√ľtzlich sein k√∂nnten, um diesen zu helfen. Erg√§nzt wird die Ausbildung durch mehrere Praktika.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Zwischen Hilfe und Bevormundung

10. September 2014 – 00:01 wal (620x aufgerufen)

471418_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deIn Deutschland werden etwa 900.000 bis eine Millionen Menschen rechtlich betreut, sei es aufgrund ihres Alters, einer psychischen Erkankung oder aufgrund einer Behinderung. Die Betreuung √ľbernimmt in der Regel ein Rechtsbetreuer, der vom Amtsgericht in diese Position eingesetzt wird. Er hat zur Aufgabe, die Interessen seines Klienten zu unterst√ľtzen und greift bei Angelegenheiten ein, die der Klient nicht mehr alleine bewerkstelligen kann. Oft bewegt sich die Beziehung zwischen Rechtsbetreuer und Klient auf einem schmalen Grad zwischen Hilfe und empfundener Bevormundung. Bei den F√§llen, in denen die Hilfe in Bevormundung umkippt, ist die Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie in Berlin Ansprechpartner. So kann zum einen zwischen den beiden Parteien vermittelt werden, als auch der Patient √ľber seine Rechte aufgekl√§rt werden.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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