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Sind Introvertierte die besseren F√ľhrungskr√§fte?

19. Dezember 2013 – 00:01 wal (783x aufgerufen)

Ein Mann in Anzug steht mit dem R√ľcken zum Betrachter und h√§lt einen Aktenkoffer.Ist Introversion ein gesellschaftlicher Nachteil? Oder hat dieser Pers√∂nlichkeitsfaktor auch Vorteile? W√§hrend extrovertierte Arbeitnehmer sich meist besser selbstdarstellen k√∂nnen und auch eher impulsiver handeln, ziehen sich Introvertierte vielmehr zur√ľck, gelten zeitgleich aber auch als kreativer und tiefsinniger.

In einer Studie der Kellogg School of Management in Chicago wurden die Gehirne Introvertierter untersucht. Hierbei zeigte sich, dass die Motivationssysteme, die durch Dopamin gesteuert werden, einer langsameren Aktivation unterliegen als die der eher extrovertiert veranlagten Menschen. Dies k√∂nnte laut Forschermeinung zu ausgewogeneren und durchdachteren Entscheidungen f√ľhren. Au√üerdem scheint es auch auf genetischer Ebene Unterschiede zu geben: Tritt zum Beispiel eine bestimmte Genvariante, die im Zusammenhang mit der Dopaminregulation steht, gemeinsam mit einer speziellen Art der Extraversion auf, so kann man scheinbar h√§ufiger eine finanzielle Risikobereitschaft feststellen.

Introversion ist ein Auspr√§gung des Pers√∂nlichkeitsfaktors Extraversion. Zusammen mit den vier anderen Faktoren Vertr√§glichkeit, Gewissenhaftigkeit, Offenheit f√ľr Erfahrungen und emotionale Stabilit√§t bildet es das Konstrukt der „Big Five“. Mit Hilfe dieser „Big Five“ soll die Pers√∂nlichkeit eines Menschen relativ gut abbildbar sein.

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Mehr zum Thema Introversion finden Sie im Bestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Bernd Kasper / pixelio.de

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