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Zusammen stark?

5. September 2014 – 13:31 wal (621x aufgerufen)

93716_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deIm Volksmund ist die Annahme weit verbreitet, dass Konflikte mit anderen das Zusammengeh√∂rigkeitsgef√ľhl der eigenen Gruppe verst√§rken und die Mitglieder dieser Gruppe sich untereinander auch mehr helfen. Dieses Ph√§nomen wird in der Fachwelt parochialer Altruismus genannt: Mitgliedern der eigenen Gruppe wird in Konflikten verst√§rkt und selbstlos geholfen, gegen√ľber den Mitgliedern der Fremdgruppe nimmt die Hilfsbereitschaft jedoch ab.

Eine neue Studie des University Colleges London bringt diese weit verbreitete Annahme nun ins Wanken. Die Studie wurde mit Protestanten und Katholiken in Belfast/ Nordirland durchgef√ľhrt. Beide Gruppen stehen sich dort eher feindlich gegen√ľber.

Zun√§chst wurden 940 Menschen in verschiedenen Stadtvierteln Belfasts dazu befragt, wie sie zu der anderen Gruppe stehen und wie bedroht sie sich durch diese f√ľhlen w√ľrden. Das Experiment bestand aus zwei Abschnitten. Zu Beginn gaben sich die Versuchsleiter als Spendensammler aus. Die Probanden wussten hierbei jedoch nichts davon, dass sie an einer Studie teilnahmen. Den Teilnehmern wurde je einer von drei m√∂glichen Spendenempf√§ngern angeboten: eine katholische, eine protestantische sowie eine neutrale Einrichtung. Die Einrichtung wurde jedem Probanden nach dem Zufallsprinzip angeboten.

Im Zweiten Abschnitt wurden in verschiedenen Stadtteilen Belfasts Briefe mit fiktiven Adressen so angeordnet, dass sie aussahen, als wären sie in der Post verloren gegangen. Der Brief konnte dabei eine Anschrift haben, die einer katholischen oder protestantischen Hilfseinrichtung zugeordnet werden konnte oder jedoch eine neutrale Adresse aufweisen. Erhoben wurde, wieviele Personen die Briefe aufhoben und einsteckten. Dies wurde als hilfsbereites Verhalten gewertet.

Es zeigte sich, dass die Hilfsbereitschaft gegen√ľber der Fremdgruppe umso geringer wurde, je bedrohlicher diese empfunden wurde. Die Hilfsbereitschaft gegen√ľber der eigenen Gruppe blieb jedoch gleich, unabh√§ngig davon als wie bedrohlich die Fremdgruppe empfunden wurde.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Altruistischer durch Demokratie?

11. Juli 2014 – 08:04 wal (682x aufgerufen)

78308_web_R_K_B_by_S.  Hofschlaeger_pixelio.deObwohl das Bewusstsein f√ľr den Klimawandel in vielen Menschen geweckt ist, wird wenig unternommen, um Ressourcen zu schonen. Forscher um Oliver Hauser versuchten diesem Ph√§nomen mit Hilfe einer Studie auf den Grund zu gehen. Im Rahmen eines Experimentes wurden die Probanden in Gruppen zu je f√ľnf Personen eingeteilt. Jede dieser Gruppen erhielt ein Budget von 100 Werteinheiten. Aufgabe war es nun, das Budget aufzuteilen. Dabei durfte jede Versuchsperson maximal 20 Werteinheiten f√ľr sich beanspruchen. Zu beachten war jedoch auch, dass eine nachfolgende Spielergruppe nur dann ebenfalls etwas erhielt, wenn die Vorg√§ngergruppe nicht mehr als 50 Werteinheiten untereinander aufteilte. In diesem Fall bekam eine Nachfolgegruppe dieselbe Menge an Werteinheiten wie ihre Vorg√§nger. Die meisten der Spieler verhielt sich dabei gerecht im Bezug auf nachfolgende Spielergruppen, dennoch fand sich in jeder Gruppe mindestens ein Spieler, der f√ľr sich das volle Budget in Anspruch nahm.

In einem weiteren Versuchsabschnitt wurde nun eine Demokratie eingef√ľhrt. Konkret bedeutete das, dass die Teilnehmer untereinander abstimmen mussten, wieviele Einheiten jeder Spieler erhalten sollte. Das Abstimmungsergebnis war hierbei bindend. Nun wurden die Ressourcen fast immer gerecht verteilt. Dieses Ergebnis zeigte sich allerdings nur dann, wenn sich alle Versuchspersonen an die Abstimmung halten mussten.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Spruch der Woche

3. Februar 2014 – 00:01 wal (529x aufgerufen)

Drei Figuren halten Demonstrationsschilder.

„Auch wenn alle einer Meinung sind, k√∂nnen alle Unrecht haben.“

Bertrand Russell (1872- 1970), Mathematiker und Philosoph.

 

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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Besser zu zweit gestresst als alleine

31. Januar 2014 – 14:49 wal (894x aufgerufen)

Mehrere Stuhlreihen in einem Saal.Was Menschen als Stress empfinden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Gleichzeitig gibt es zahllose Bewältigungsstrategien, um mit aufkommendem Stress umzugehen. Eine dieser Methoden wurde nun von der University of Southern California genauer unter die Lupe genommen: Hierzu wurden 52 Probandinnen dazu aufgefordert, vor einer Kamera eine Rede zu halten. Zur Vorbereitung der Rede wurden die Versuchspersonen in Zweierteams unterteilt.

Der empfundene Stress wurde innerhalb der Studie auf zwei Arten gemessen. Zum einen wurde der Cortisollevel der Teilnehmer zu Beginn, während und nach der Rede erfasst. Zum anderen hatten die Probandinnen die Möglichkeit, ihr persönliches Empfinden hinsichtlich der Aufgabe zu äußern.

Ergebnis: Sprachen die Probandinnen innerhalb der Zweierteams √ľber die bevorstehende Aufgabe und ihre Empfindungen dabei und waren sie gleichzeitig √§hnlich angespannt, so wurde nicht soviel Cortisol ausgesch√ľttet wie zu erwarten gewesen w√§re. Gleichzeitig √§u√üerten die Versuchsteilnehmerinnen weniger empfundenen Stress.

 

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Gemeinsam schaffen wir das

15. Mai 2013 – 16:24 kri (701x aufgerufen)

Männer Arm in Arm

Wenn wir neue Sachen oder Probleme angehen, f√ľhlen wir uns st√§rker, wenn jemand Vertrautes, ein Freund, an unserer Seite ist. „Gemeinsam k√∂nnen wir alles schaffen“ scheint das Motto zu sein. Interessanterweise ist dies nicht nur eine subjektive Stimmung. US-Forscher konnten jetzt zeigen, dass der Umstand, ob man allein oder gemeinsam ist, auch die Wahrnehmung beeinflusst. Ihre Probanden erhielten ein Foto von einem vermeintliche Gegner gezeigt und sollten seinen K√∂rperbau und seine Gr√∂√üe einsch√§tzen. Wenn die Personen sich in Gruppen befanden, wurde der Fremde stets kleiner und schw√§cher eingesch√§tzt.

 

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Bildquelle: © Petra Bork / pixelio.de

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Auch Schimpansen haben Polizisten

21. März 2012 Р07:37 tom (986x aufgerufen)

Schimpansen sind am Zusammenhalt untereinander interessiert und sie kennen unterschiedliche Strategien, um die Stabilität in ihrer Gruppe zu sichern.

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Bildquelle: © Kunstzirkus / pixelio.de

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Konkurrenz f√ľhrt zu Leistungsverringerung bei Frauen

25. Januar 2012 – 21:01 tom (1212x aufgerufen)

Frauen schneiden im IQ-Test besser ab, wenn sie sich nicht mit anderen messen m√ľssen. Ihnen steht die Angst im Weg, schlechter zu sein.

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Bildquelle: © Oliver Haja  / pixelio.de

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Zwölf Strategien, die aus der Mobbing-Falle helfen

12. Oktober 2011 – 17:56 tom (1934x aufgerufen)

Ob in der Schule oder im Beruf ‚Äď Mobbing kann jeden treffen: Experten nennen kluge Strategien, mit denen man sich von dem Psychoterror befreien kann.

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Bildquelle: © JMG / PIXELIO

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Kreativität: Gruppenarbeit im entstörten Kraftfeld

14. Juni 2011 – 21:51 tom (2149x aufgerufen)

Kreativit√§t sind in Wirtschaft und Wissenschaft entscheidende Motoren. Brainstorming galt zun√§chst als probate Methode zur Generierung von Innovation, erwies sich jedoch bald als Flop. Die Professoren Peter V. Zysno und Ari Bosse (RWTH Aachen) entwickelten demgegen√ľber ein detailliertes Konzept, das eine hohe Kreativit√§t von Gruppenarbeit erm√∂glicht: Entscheidend ist v.a. eine klare und ausgewogene Rollendifferenzierung der Einzelnen, die mit der selbstwahrgenommenen Rollenkompetenz √ľbereinstimmt.

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Unter Einfluß: Wie die Gruppe unser Denken verändert

9. Mai 2011 – 11:13 tom (2834x aufgerufen)

Froscher versuchen zu verstehen, wie sich Normen, Werte und Verhaltensregeln in Gruppen entwickeln und die einzelnen Gruppenmitglieder davon beeinflusst werden.

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