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FĂŒhrt Schichtarbeit zu kognitiven Einbußen?

18. November 2014 – 00:01 wal (647x aufgerufen)

Dass Schichtarbeit nicht unbedingt zutrĂ€glich fĂŒr die Gesundheit ist, ist schon seit lĂ€ngerem bekannt. Forscher der UniversitĂ© de Toulouse-CNRS fanden jedoch nun Hinweise, dass auch kognitive Leistungen durch den stĂ€ndigen Schichtwechsel in Mitleidenschaft gezogen werden können. Im Rahmen der Langzeitstudie wurden ĂŒber 3000 Probanden zwischen 32 – 62 Jahren untersucht, die entweder selbst schon Erfahrungen mit Schichtarbeit gemacht hatten oder nie damit in BerĂŒhrung gekommen sind. Die erste Testung der Versuchspersonen fand 1996 statt und enthielt drei verschiedene Aufgaben: ZunĂ€chst wurden die Teilnehmer gebeten, sich eine Liste mit Wörter zu behalten. Der nĂ€chste Part ĂŒberprĂŒfte, wie gut die Probanden in der Lage waren, festgelegte Buchstaben aus einer Buchstabenmenge zu finden. In der dritten Aufgabe wurden sie gebeten, Beziehungen zwischen Zahlen und Buchstaben zu generieren. Die Tests wurden durch ein Zeitlimit begrenzt und fanden noch einmal in den Jahren 2001 und 2006 statt.

Die Probanden im Schichtdienst wurden immer im Vergleich zu gleichaltrigen Probanden ohne Schichtdienst betrachtet. Es zeigte sich, dass Probanden, die unter zehn Jahre im Schichtdienst arbeiteten, keine Einbußen in ihren kognitiven Leistungen zeigten, wohl aber die Teilnehmer, die schon lĂ€nger als zehn Jahre in Schichten arbeiteten. Defizite fanden sich hier vor allem in GedĂ€chtnis- und InformationsverarbeitungsfĂ€higkeiten. Diese FĂ€higkeiten waren in dieser Gruppe auf dem selben Niveau wie die der sechseinhalb Jahre Ă€lteren Arbeitnehmer ohne Schichtdienst. Es war dabei unerheblich, ob es sich um einfache Angestellte oder in der Hierarchie höher stehende Schichtarbeiter handelte. Erst nach etwa 5 Jahren ohne Schichtwechsel schienen die negativen Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen wieder zurĂŒckzugehen.

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Kinder in Regenbogenfamilien

8. August 2014 – 13:26 wal (828x aufgerufen)

82258_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deWie wachsen Kinder in sogenannten Regenbogenfamilien auf? Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der University of Melbourne lassen die Annahme zu, dass ein Kind, das bei zwei gleich geschlechtlichen Eltern aufwĂ€chst, genauso gesund und ausgeglichen ist wie ein Kind aus einer Familie, bei denen die Eltern je dem anderen Geschlecht angehören. Die Autoren der Studie befragten 315 gleichgeschlechtliche Eltern zu ihren SchĂŒtzlingen. Die Fragen beschĂ€ftigten sich mit dem Gesundheitszustand sowie dem Wohlbefinden des Kindes. Als Vergleichsgruppe wurden die Werte anderer Familien mit einem heterosexuellen Elternpaar verwendet.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Stress ist ĂŒbertragbar

9. Mai 2014 – 10:40 wal (637x aufgerufen)

Weiße Pappaufsteller in Menschenform bilden eine Menschenmasse.

Damit wir Stress empfinden können, mĂŒssen wir selbst in der stressauslösenden Situation agieren. So die allgemeine Annahme. Dass wir scheinbar jedoch auch gestresst sein können, wenn wir anderen Personen nur dabei zuschauen, wie sie stressige Situationen meistern, zeigt eine neue Studie des Max-Planck-Instituts fĂŒr Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig in Kooperation mit der Technischen UniversitĂ€t Dresden: Versuchsteilnehmer wurden vor die Aufgabe gestellt, sich im Rahmen eines VorstellungsgesprĂ€ches zu behaupten und komplizierte Kopfrechenaufgaben zu lösen. Ihre Leistung wurde dabei vermeintlich beurteilt. Als Kontrollvariable wurde der Kortisolspiegel erhoben.

Diese Situation wurde nun von weiteren Probanden entweder direkt oder ĂŒber einen Bildschirm beobachtet. Um das Ausmaß der möglicherweise erlebten Stressreaktion erfassen zu können, wurde auch der Kotisolspiegel dieser Versuchsteilnehmer erhoben. Es zeigte sich, dass 26 Prozent der Zuschauer beider Gruppen einen bedeutsamen Anstieg des Stresshormons Kortisol zeigten. Dies war verstĂ€rkt dann der Fall, wenn die gestresste Person und der Zuschauer in einer Partnerschaft lebten. Aber auch voneinander unabhĂ€ngige Personen zeigten diese Reaktion.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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StÀndig unter Strom

10. April 2014 – 16:12 wal (741x aufgerufen)

Ein Stempel mit der Aufschrift "Eilt sehr"Stehen wir unter starkem Stess, wird in unserem Körper die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse oder auch kurz HPA-Achse aktiviert. Über komplexe biologische KreislĂ€ufe fĂŒhrt diese Aktivierung unter anderem zur AusschĂŒttung der Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Der Körper ist in Alarmbereitschaft und kann auf kurze Sicht gut mit der akut stressigen Phase umgehen.

Doch was passiert, wenn der Stresszustand lÀngerfristig anhÀlt?

Neue Studien zeigen, dass sich eine solche Dauerbelastung sowohl auf die psychische, als auch auf die physische Ebene auswirken kann. Kurzfristig kommt es oft zu FehlernĂ€hrung, mangelnder Bewegung und damit zu einer Gewichtszunahme. LĂ€ngerfristig gesehen wirkt sich Dauerstress noch schwerwiegender aus. So scheint er z.B. das Risiko fĂŒr Alzheimer zu steigern. Neben physischen Beschwerden wie Tinnitus, Bluthochdruck oder Kopfschmerzen können auch psychische wie Depressionen oder Alkohol-und Medikamentenmissbrauch auftreten.

 

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Mehr zum Thema „Stress“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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Die Kraft der Freundschaft

28. Februar 2014 – 11:48 wal (985x aufgerufen)

Zwei Kinder sitzen mit dem RĂŒcken zum Betrachter auf einem Stein und haben sich die Arme um die Schultern gelegt.

„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt“. So ein Lied von Heinz RĂŒhmann. Das diese Aussage einen wahren Kern hat, verdeutlicht eine kanadische Studie mit einer Probandenzahl von 25.000 Teilnehmern. Menschen, die Freunde hatten, fĂŒhlten sich sehr viel ausgeglichener und gesĂŒnder als Versuchsteilnehmer, die nicht auf diese soziale StĂŒtzung zĂ€hlen konnten. Der Effekt wurde verstĂ€rkt, wenn die Freunde auch oft persönlich getroffen wurden.

Der oben beschriebene Befund wird ebenfalls von einer niederlĂ€ndischen Studie gestĂŒtzt: Probanden, die ihre Freunde oft trafen, hatten ein ausgeprĂ€gteres positives Selbstbild als eher zurĂŒckgezogen lebende Versuchsteilnehmer. Diese Wirkung lĂ€sst sich schon auf der Ebene einzelner Tage betrachten. An Tagen, an denen die Teilnehmer etwas mit ihren Freunden unternommen haben, stuften sie sich selbst als selbstbewusster ein.

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Bildquelle: © S.v.Gehren /pixelio.de

 

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Buchtipp: GesundheitszwÀnge

5. Februar 2014 – 09:29 wal (715x aufgerufen)

Apfel- und Orangenscheiben, die abwechselnd ĂŒbereinander gelegt wurden.

Viele Menschen versuchen sich mit mehr oder weniger gesunder ErnÀhrung fit zu halten. Doch ab wann wird das Streben nach Gesundheit wieder pathologisch? Zum Beispiel kann auch das Streben nach einer rein gesunden ErnÀhrung zum Zwang werden. Ist dies der Fall, sind die Patienten so damit beschÀftigt, ihre ErnÀhrung möglichst gesund zu gestalten, dass es schon wieder zu MangelernÀhrungen kommen kann, vor allen Dingen, wenn bestimmte Lebensmittel komplett vom Speiseplan gestrichen werden. Dieses Zwangsverhalten wird Orthorexie genannt.

 

Christoph Klotter und Hans-Wolfgang Hoefert beschreiben in ihrem neu veröffentlichten Buch „GesundheitszwĂ€nge“ Orthorexie und andere Zwangsverhalten im Gesundheitsbereich.

 

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Das Buch ist im Bestand der SaarlÀndischen UniversitÀts- und Landesbibliothek zu finden.

Buchtipp

Bildquelle: © Heiko Stuckmann / pixelio.de

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Nur allein oder doch einsam?

6. Dezember 2013 – 15:27 wal (1757x aufgerufen)

Ein Mann sitzt einsam an einem Bahnsteig.

Einsamkeit und Alleinsein sind nicht dasselbe. WĂ€hrend  das Alleinsein einen Zustand beschreibt, den man freiwillig anstrebt und der meist als befreiend empfunden wird, ist das GefĂŒhl der Einsamkeit ein körpereigenes Warnsignal. Der Betroffene soll dazu bewogen werden, sich aktiv neue Kontakte zu suchen. Somit handelt es sich meist um einen vorĂŒbergehenden Zustand. Jedoch nicht fĂŒr jeden Menschen. Bei einigen Betroffenen bleibt das GefĂŒhl ĂŒber lĂ€ngere Zeit bestehen. Mit zum Teil gravierenden Konsequenzen: Laut einer Metastudie sterben einsame Menschen, die nicht in der Lage sind, stabile Beziehungen aufzubauen, im Durchschnitt frĂŒher.

Außerdem scheint chronische Einsamkeit zu Problemen mit dem Immunsystem zu fĂŒhren. Diese können von Kopfschmerzen, ĂŒber hĂ€ufige EntzĂŒndungen bis hin zu Herz- Kreislauf-Problemen reichen.

 

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Mehr zum Thema „Einsamkeit“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

 

Buchtipp

 

Bildquelle: © M.E. / pixelio.de

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Wenn Nahrungsportionen zu klein eingeschĂ€tzt werden…

25. Oktober 2013 – 13:03 wal (697x aufgerufen)

 

Schokoladentafeln

Wie genau können Menschen die Menge der zu sich genommenen Nahrungsmittel einschĂ€tzen? Dieser Frage widmet sich eine Studie, die von einem Forscherteam der Business school  INSEAD in Kooperation mit vielen anderen europĂ€ischen Forschungszentren veröffentlich wurde. In dem Versuch wurden Grundschulkindern Bilder von Tellern gezeigt, die entweder mit Schokoladen- oder KarottenstĂŒcken belegt waren. Danach wurde ihnen die genaue Menge der Nahrungsmittel auf dem Teller mitgeteilt. Im weiteren Versuchsablauf sollten die Probanden die GrĂ¶ĂŸe der Nahrungsmittelrationen nun selbstĂ€ndig einschĂ€tzen. Dabei zeigte sich, dass die Menge der Nahrungsmittel systematisch unterschĂ€tzt wurde, je mehr Schokolade oder Karotten auf dem Teller lagen. Ähnliche Ergebnisse wurden auch in Versuchen mit Erwachsenen gefunden. Einziger Unterschied: Wussten die Erwachsenen, wie ungesund ein Lebensmittel in Wirklichkeit ist, konnten sie die Rationen viel genauer einschĂ€tzen.

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Bildquelle: © birgitH/ pixelio.de

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Wer hat Angst vor der Schweinegrippe?

24. September 2013 – 09:24 kri (709x aufgerufen)

Frau mit Atemmaske und Schutzanzug

In den letzten Jahren gab es immer wieder Infektionskrankheiten, die das Interesse der Medien stark erregten. Schweingrippe. Vogelgrippe. Besonders bei der Schweinegrippe warfen viele Experten den Journalisten bei der Schweingerippe reine Panikmacherei vor, von der nur die Pharmakonzerne profitierten. TatsĂ€chlich wĂ€re eine normale Grippewelle im Hebrst/ Winter viel gefĂ€hrlicher. Psychologen der UniversitĂ€t Konstanz untersuchten anhand einer TV-Doku ĂŒber H1N1, wie das Gehirn auf neue Gesundheitsrisiken reagiert.

 

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Bildquelle: © Clarissa Schwarz  / pixelio.de

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Teilnehmer gesucht: Online-Test gibt Tipps zur Verbesserung des persönlichen Lebensstils

27. Juni 2013 – 16:33 kri (824x aufgerufen)

Obstkorb

Wenig Bewegung, eine fettige und einseitige ErnĂ€hrung sowie starkes Rauchen schĂ€digt die Gesundheit. Obwohl den meisten die Gesundheitsrisiken ihrer Lebensweise bewusst sind, fĂ€llt es nicht allein leicht dieses Wissen im Alltag zu umzusetzen. Wissenschaftler der Jacobs University und der Stiftung Bremer Herzen fĂŒhren einen online-Test zur Steigerung des Gesundheitsbewusstseins durch und suchen fĂŒr diesen noch Teilnehmer.  Untersucht wird das Gesundheitsverhalten unter den Aspekten Motivation, Erwartung und Planung. Nach den 10-15-minĂŒtigen Test erhalten die Teilnehmer Tipps zu VerĂ€nderung ihres Lebensstils. Mit den Ergebnissen des Tests möchten die Wissenschaftler neue Strategien entwickeln, um die Menschen bei nötigen VerhaltensĂ€nderungen besser zu unterstĂŒtzen.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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