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Wenn das Aussehen die Wahrnehmung beeinflusst

29. Oktober 2014 – 00:01 wal (605x aufgerufen)

Der Fall machte Schlagzeilen. Ein Mann, mehrfach vorbestraft, wurde innerhalb kurzer Zeit zum Internetstar. Ungeachtet seiner Taten schwärmten viele über sein Aussehen und fassten Vertrauen. Doch wie kann es möglich sein, dass Menschen Vertrauen zu einem Mann fassen nur aufgrund seiner äußeren Erscheinung?

Ein Blick in die aktuelle Forschung bietet weitere Erkenntnisse. So legen aktuelle Studien beispielsweise nahe, dass Menschen, deren Gesichtszüge nur wenig Vertrauen in anderen hervorrufen, bei polizeilichen Gegenüberstellungen eher beschuldigt werden. In wieder anderen Studien wurden Versuche mit Computermodellen von Gesichtern durchgeführt. Die Gesichter waren hierbei veränderbar, sodass sie z. B. einmal grimmig oder ein anderes Mal freundlich aussahen. Generierte Gesichter, die markante Augenbrauenpartien, einen strengen Blick, eher kantige Gesichtszüge und breite Kieferknochen aufwiesen, wurden z. B. eher als kompetent eingestuft. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch weiter beim gleichzeitigen Vorhandensein einer leicht sonnengebräunten Haut und volleren Lippen. Weniger kompetent wirkten hingegen Gesichter mit eher weicheren Gesichtszügen, einer Knollennase und eng zusammenstehenden Augen.

Problematisch wird das Phänomen, wenn es auf die Arbeitswelt angewendet wird. So steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Bewerber für Führungspositionen nur aufgrund ihrer Gesichtszüge als kompetenter als andere wahrgenommen werden, ungeachtet ihrer wirklichen Befähigung.

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Wie wir andere einschätzen

1. August 2014 – 15:51 wal (866x aufgerufen)

138265_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deWie gehen wir vor, wenn wir einschätzen sollen, wie vertrauenswürdig ein Gegenüber ist? Wie beeinflussen die Gesichtszüge des anderen unsere Bewertung? Dieser Frage ging ein Forscherteam der University of York in Heslington nach. Hierzu wurden die Merkmale über 1000 verschiedener Gesichter erfasst. Außerdem sollte jedes Gesicht von Probanden beurteilt werden. Der besondere Fokus lag hierbei auf den Kategorien: Nahbarkeit, Dominanz und Attraktivität. Sowohl die Daten über die einzelnen Merkmale, als auch die Probandeneinschätzungen wurden in einen Computer eingegeben. Es zeigte sich, dass 58 % der Varianz in den Beurteilungen durch die Gesichtsmerkmale aufgeklärt werden konnte. Die Forscher entwickelten so ein Computermodell, mit dem sich mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit einschätzen ließ, wie eine Person beurteilt werden würde. Mit Hilfe dieses Modells wurden nun Cartoon – Gesichter erstellt, die wiederum Versuchspersonen vorgelegt wurden. Diese sollten die Gesichter wieder beurteilen. Es zeigte sich, dass die Beurteilung der Probanden und des Computers sich des Öfteren deckten.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Dominante Menschen beeinflussen Blick

30. Oktober 2009 – 12:29 Timo (1763x aufgerufen)

„Wer sieht, wie seine Mitmenschen in eine bestimmte Richtung blicken, schaut oft automatisch ebenfalls dorthin – vor allem, wenn das Gegenüber sehr dominant wirkende Gesichtzüge besitzt. Forscher glauben, dass dieser Reflex evolutionsbiologisch schon sehr alt ist.“ (spiegel.de, 30.10.09)

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,657708,00.html

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