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Wenn Wut die eigene Position stärkt

5. September 2014 – 15:37 wal (805x aufgerufen)

85215_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deWut gilt als universal. Das bedeutet, dass sie in nahezu allen Kulturen vorkommt. Sind wir w√ľtend, spannen sich unsere Gesichtsmuskeln in charakteristischer Weise an. So werden beispielsweise die Augen zusammengekniffen. Der zur Emotion zugeh√∂rige Gesichtsausdruck entsteht durch das Zusammenspiel sieben verschiedener Muskelgruppen. Eine neue Studie der Griffith University in Australien in Kooperation mit der University of California in Santa Barbara untersuchte nun, warum gerade diese charakteristische Mimik mit Wut assoziiert ist. Hierzu wurden den Probanden verschiedene Gesichter am PC pr√§sentiert. Jedes Gesicht wurde im Vorhinein so ver√§ndert, dass je eine Muskelgruppe, die an einem w√ľtenden Gesichtsausdruck beteiligt ist, von den Forschern in dem jeweiligen Gesicht angepasst wurde. Das hei√üt, dass beispielsweise lediglich die Mundwinkel des Gesichtes nach unten gezogen waren; der Gesamtausdruck jedoch nicht dem eines w√ľtenden Gesichtes entsprach. Die Versuchspersonen sollten nun eine Einsch√§tzung der Gesichter vornehmen.

Ergebnis: Die um je eine Muskelgruppe veränderten Gesichter brachten die Probanden mit Stärke in Verbindung. Die Studienautoren deuteten daher das Zusammenspiel der entsprechenden Muskelgruppen als Bedrohungsgeste. Die sieben Muskelgruppen könnten an dem Gesichtsausdruck beteiligt sein, weil sie scheinbar imstande sind, Stärke zu demonstrieren.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Sprachbarrieren in der Mimik

31. August 2009 – 10:30 Timo (1395x aufgerufen)

„Emotionale Gesichtsausdr√ľcke sind wohl doch nicht die Universalsprache zwischen allen Kulturen, f√ľr die sie bisher gehalten wurden: Zumindest Asiaten haben gro√üe Schwierigkeiten, bestimmte Gesichtsausdr√ľcke zu unterscheiden, haben Forscher jetzt gezeigt. Sie verwechseln h√§ufig Angst mit √úberraschung und Ekel mit √Ąrger, w√§hrend Europ√§er keine Schwierigkeiten haben, diese Emotionen korrekt zuzuordnen. Dahinter stecken grundlegend verschiedene Strategien beim Anschauen von Gesichtern: Menschen aus westlichen Kulturkreisen betrachten sowohl Augen- als auch Mundpartie, w√§hrend sich Ostasiaten fast ausschlie√ülich auf die Augen konzentrieren ‚Äď und so wichtige Informationen, die √ľber die Mundpartie vermittelt werden, einfach nicht wahrnehmen.“ (wissenschaft.de, 28.08.09)

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/306298.html

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