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Anorexie bei MĂ€nnern

15. Oktober 2014 – 13:20 wal (829x aufgerufen)

272700_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.deWird in den Medien von Anorexie berichtet, so wird sie meistens mit Frauen in Verbindung gebracht. Dass aber auch MĂ€nner unter Anorexie leiden können, wird oft vernachlĂ€ssigt. Dabei machen sie 10% der Betroffenen aus. Problematisch hierbei: Auch das Wissen um das Störungsbild wurde ĂŒberwiegend aus Studien mit Anorexiepatientinnen gewonnen. Forscher der University of Montreal haben nun in einem Review 24 Studien zu diesem Thema nĂ€her betrachtet und so versucht, das Wissen ĂŒber Anorexie bei MĂ€nnern zu vergrĂ¶ĂŸern. Zusammengenommen konnte auf diese Weise eine Stichprobe von 279 Probanden gezogen werden, die zwischen 11 und 36 Jahre alt waren. Neben Gemeinsamkeiten bei Frauen und MĂ€nnern wie beispielsweise der Angst davor zuzunehmen, konnten die Forscher mehrere Variablen finden, die bei der mĂ€nnlichen Anorexie scheinbar relevant sind. So bezog sich beispielsweise die Unzufriedenheit mit dem Körper bei MĂ€nnern eher auf die Muskelmasse. Außerdem fanden sich oft KomorbiditĂ€ten: So litten die Patienten oft nicht nur an der Anorexie, sondern auch an Depressionen oder SĂŒchten. Auch fanden sich ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig aufbrausende, psychotische oder antisoziale Persönlichkeitseigenschaften. Auffallend war ebenfalls eine höhere HomosexualitĂ€tsrate unter den mĂ€nnlichen Anorexiepatienten als in der Bevölkerung.

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Mehr zum Thema „Anorexia Nervosa“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © RainerSturm / pixelio.de

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Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Hirndurchblutung wÀhrend der PubertÀt

30. Mai 2014 – 11:35 wal (637x aufgerufen)

507661_web_R_K_B_by_Aka_pixelio.deIm Rahmen einer kĂŒrzlich veröffentlichten Studie der University of Pennsylvania in Philadelphia wurde mittels Magnetresonanztomographie die Hirndurchblutung von 922 Jugendlichen zwischen acht und 22 Jahren gemessen. Es zeigte sich, dass mit etwa zwölf Jahren die Hirndurchblutung bei beiden Geschlechtern in gleichem Maße abnahm. In einem spĂ€teren Abschnitt der PubertĂ€t jedoch stieg die Durchblutung bei MĂ€dchen wieder an, wohingegen sie bei den mĂ€nnlichen Probanden weiter abfiel. Besonders ausgeprĂ€gt war das PhĂ€nomen in Bereichen des prĂ€frontalen Kortex.

 

Die Forscher vermuten, dass sich durch die Unterschiede in der Hirndurchblutung zum einen die geschlechtsspezifischen Verhaltensunterschiede in der PubertĂ€t und zum anderen die Unterschiede in der AnfĂ€lligkeit fĂŒr bestimmte psychische Erkrankungen, erklĂ€ren.

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Der prÀfrontale Kortex ist in Aufgaben der Emotionskontrolle und des Sozialverhaltens involviert.

 

Mehr zum Thema „Hirnentwicklung und PubertĂ€t“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

 

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Gestresst und gleichzeitig sozial?

27. MĂ€rz 2014 – 13:40 wal (623x aufgerufen)

TerminkalenderWenn Tiere gestresst sind, flĂŒchten sie oder bereiten sich auf eine Kampfreaktion vor. Nach gĂ€ngigen psychologischen Modellen sollte das beim Menschen im ĂŒbertragenen Sinn auch der Fall sein. Doch kann man das auf diese Weise verallgemeinern? Reagieren Frauen und MĂ€nner vielleicht unterschiedlich auf psychosozialen Stress?

Unter anderem mit dieser Frage befasst sich eine neue Studie der UniversitĂ€t Wien in Kooperation mit der UniversitĂ€t Freiburg und der Scuola Internationale Superiore di Studi Avanzati Triest. Die Hypothese: Menschen unter psychosozialem Stress agieren egozentrischer und zeigen damit weniger Empathie fĂŒr ihre Mitmenschen. Im Versuchsaufbau wurden daher je 40 Frauen und MĂ€nner in potentiell sehr stressige Situationen -dem öffentlichen Vortragen einer PrĂ€sentation sowie dem Rechnen schwerer Mathematikaufgaben unter Zeitdruck- gebracht. Um sicherzugehen, dass die Probanden auch wirklich akut gestresst waren, ermittelten die Forscher Cortisolwerte und die Pulsfrequenz der Studienteilnehmer. In einer Folgeaufgabe wurden die Versuchsteilnehmer dann gebeten, Aufgaben zur Empathie- und PerspektivenĂŒbernahme zu lösen. Ergebnis: WĂ€hrend MĂ€nner auf das Stressereignis hin mit einem verminderten Empathievermögen reagierten, war die Reaktion der Frauen umgekehrt. Die weiblichen Versuchspersonen zeigten im Rahmen der Stresssituation eine gesteigerte Empathie.

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Mehr zum Thema „Stress“ finden Sie im Bestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © ro18ger/ pixelio.de

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MĂ€nner und die unerkannte Depression

11. Dezember 2013 – 08:39 wal (736x aufgerufen)

Ein Mann sitzt an einen Stein gelehnt und stĂŒtzt seinen Kopf mit der Hand ab.

MĂ€nner erfĂŒllen vermutlich doch hĂ€ufiger die Kriterien fĂŒr eine Depression als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommt die vor kurzem veröffentlichte National Comorbidity Survey Replication der University of Michigan. Hierzu wurden die Daten von ca. 5700 Probanden in einer Umfrage erhoben. Es zeigte sich, dass MĂ€nner von anderen Symptomen berichten als ihr weibliches Pendant. So wurden öfter eher aggressive Symptomatiken wie Risikobereitschaft, Reizbarkeit und Drogenmissbrauch genannt. Im Anschluss an diese Umfrage wurde ein diagnostischer Kriterienkatalog, der sowohl mĂ€nnliche als auch weibliche Symptome einer Depression abfragte, erstellt. Die Forscher wendeten diesen neuen Katalog nun auf die Probandenstichprobe an. Ergebnis: 33,3 Prozent der Frauen und 30,6 Prozent der MĂ€nner erfĂŒllten die Kriterien einer Depression. Diese Studienresultate sprechen gegen die momentan vorherrschende Ansicht, dass Frauen fast doppelt so hĂ€ufig an Depressionen erkranken wie MĂ€nner. Laut den Forschern scheint es vielmehr so zu sein, dass die angewendeten Diagnosekriterien bis zum jetzigen Zeitpunkt unzureichend waren.

 

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Mehr zum Thema „geschlechtsspezifische Symptome bei Depressionen“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

 

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Bildquelle: juli.gĂ€nseblĂŒmchen / pixelio.de

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Frauen und MĂ€nner unterscheiden sich in der sozialen Wahrnehmung

28. Mai 2010 – 08:52 Timo (1973x aufgerufen)

Eine aktuelle Studie beschĂ€ftigte sich mit Geschlechtsunterschieden in der sozialen Wahrnehmung. Dort zeigte sich zum einen, dass die Leistung von Frauen dramatisch von negativen Stereotypen beeinflusst wird. Zum anderen wird bei Frauen eine Gehirn-Region zur Bewertung von sozialen Wahrnehmungsinhalten deutlich frĂŒher als bei MĂ€nnern aktiviert. Frauen erkennen somit sozial relevante Inhalte frĂŒher und benötigen daher weniger entsprechende Informationen als MĂ€nner, um soziale Situationen bewerten zu können. (vgl. idw-online.de, 25.05.10)

http://idw-online.de/pages/de/news369992

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