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Autismus bei Mädchen. Wirklich seltener oder ein Problem der Diagnose?

10. Dezember 2014 – 00:01 wal (1123x aufgerufen)

Die Autismus-Spektrum-St√∂rung gilt als ein St√∂rungsbild, das vornehmlich bei Jungen auftritt. Zwar gibt es auch M√§dchen mit Autismus-Spektrum-St√∂rungen, jedoch sind laut Literatur deutlich weniger von ihnen betroffen. Doch woran liegt dieses Ph√§nomen? Diskutiert werden zur Zeit u. a. Gene, Hormone… und die momentan vorliegenden Diagnosekriterien.

Wom√∂glich gibt es Risikogene f√ľr Autismus. Diese scheinen laut aktuellem Forschungsstand vorwiegend auf dem X-Chromosom zu liegen. Da Jungen jedoch lediglich ein X-Chromosom besitzen, k√∂nnen sie das Gen nicht durch ein anderes Allel, d.h. eine andere Zustandsform dieses Gens, kompensieren. Bei M√§dchen gibt es hingegen ein zweites X-Chromosom mit einem weiteren entsprechenden Allel, sodass eine Kompensation als m√∂glich erscheint. Diese Annahmen m√ľssen in Zukunft jedoch durch weitere Forschungsarbeit √ľberpr√ľft werden.

Auch könnte es sein, dass das Hormon Testosteron mit der höheren Zahl an Autismusfällen bei Jungen in Zusammenhang steht. So gibt es erste Studien, die beispielsweise einen höheren Testosteronspiegel bei einem Fötus mit mehr Autismussymptomen im späteren Leben in Verbindung bringen konnten.

Es besteht auch die M√∂glichkeit, dass M√§dchen durch das bisher bestehende Diagnoseraster fallen: Einer √úbersichtsstudie einer Forschergruppe um Patricia Van Wijngaarden-Cremers zufolge unterscheiden sich die Symptome bei M√§dchen und Jungen. So haben zwar beide Geschlechter anscheinend soziale und kommunikative Probleme, jedoch scheinen bei M√§dchen die Interessengebiete weniger eingeschr√§nkt und die f√ľr Autismus typischen, sich wiederholenden Verhaltensrituale weniger ausgepr√§gt zu sein. Es wird vermutet, dass M√§dchen auch ihre kommunikativen Probleme besser kaschieren k√∂nnen, sodass diese in der Gesellschaft kaum noch auffallen.

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Mehr zum Thema „Autismus bei M√§dchen“ finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek.

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Erfahrung der Großeltern kann sich im Verhalten der Enkel widerspiegeln

17. Dezember 2013 – 00:01 wal (761x aufgerufen)

Großvater mit seinem Enkelkind an der Hand.

K√∂nnen negative Erfahrungen Auswirkungen auf das Erbgut der Nachkommenschaft haben? Betrachtet man die Ergebnisse einer Studie der Emory University School of Medicine in Atlanta, so scheint dies m√∂glich: In einem Versuch wurden M√§use auf den Geruch von Acetophenon konditioniert. Rochen sie die chemische Substanz, folgte kurz darauf ein Elektroschock, sodass die Nagetiere sp√§ter auch dann zur√ľckzuckten, wenn lediglich noch der Geruch pr√§sentiert wurde.¬† Dieses Verhalten zeigten sowohl die direkten Nachkommen der M√§use als auch ihre Enkel. Obwohl sie noch nie Acetophenon gerochen haben, zuckten sie deutlich √∂fter zusammen als eine Kontrollgruppe. Zus√§tzlich konnten bei diesen M√§usen noch neuroanatomische Ver√§nderungen im Geruchscortex festgestellt werden.

Die Forscher vermuten, dass diesem Phänomen ein epigenetischer Mechanismus zu Grunde liegt. Dies bedeutet konkret, dass nicht die Gene selbst verändert werden, sondern die Regulationsstrukturen der Gene. Auf diese Weise können die Gene in ihrer Aktivität beeinflusst werden.

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Bildquelle: © Lucie Kärcher / pixelio.de

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Können Antiallergika gegen traumatische Erinnerungen helfen?

4. Dezember 2013 – 09:49 wal (607x aufgerufen)

Der Schatten eines Menschen auf einer Treppe.

Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, einen Zusammenhang zwischen einem guten Ged√§chtnis f√ľr traumatische Ereignisse und bestimmten Genen aufzuzeigen. Interessant k√∂nnte diese Entdeckung f√ľr die Behandlung der posttraumatischen Belastungsst√∂rung werden, denn schon seit L√§ngerem ist bekannt, dass ein eben solches stark ausgepr√§gtes Ged√§chtnis f√ľr emotionale Inhalte die Wahrscheinlichkeit erh√∂ht, eine PTBS auszubilden.

 

In weiteren Untersuchungen wurde der Histamin-1- Rezeptor mit einer erhöhten Wiedererlebenssymptomatik eines Traumas in Verbindung gebracht. Dieses Ergebnis ist insoweit interessant, dass nicht nur Antipsychotika an ebendiesen Rezeptor binden sondern auch sogenannte Antihistaminika. Diese werden normalerweise in der Behandlung von Allergien eingesetzt und gehen mit weniger Nebenwirkungen einher als Antipsychotika. In ersten Studien wurde die Wirkung von Antihistaminika auf aversive Gedächtnisinhalte bereits untersucht. Die Ergebnisse scheinen vielversprechend.

 

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Mehr zum Thema Posttraumatische Belastungsstörung finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

 

Buchtipp

 

Bildquelle: © Martin Schemm / pixelio.de

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Kindliches Trauma hinterlässt bei manchen Opfern Spuren im Erbgut

18. Dezember 2012 – 17:29 kri (1487x aufgerufen)

Gerade wenn Kinder Opfer von Gewalt oder Missbrauch werden, kann dies tiefe Spuren in der Psyche hinterlassen. Doch erstmals wurde im Max-Planck-Institut f√ľr Psychiatrie in M√ľnchen festgestellt, dass Traumata im Kindes- und Jugendalter auch zu Ver√§nderungen im Erbgut f√ľhren k√∂nnen. Dadurch kommt es zu einer dauerhaften Fehlfunktion des Stressreaktionssystem, was auf lange Sicht zur Ausbildung von psychischen St√∂rungen f√ľhren kann. Aufgrund dieser Erkenntnis nimmt die Bedeutung von Therapie traumatisierter oder traumatagef√§hrdeter Kinder und Jugendliche weiterhin zu.

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Bildquelle: © Thorben Wengert/ pixelio.de

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Die Moral der Gene

18. Oktober 2011 – 12:44 tom (1145x aufgerufen)

Unsere Entscheidungen in ethischen Fragen werden auch vom Erbgut beeinflusst.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Karl-Heinz Laube / PIXELIO

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SOEP-Studie: Lebensereignisse verändern die Persönlichkeit

29. August 2011 – 14:01 tom (1569x aufgerufen)

Die Pers√∂nlichkeit eines Menschen ist nicht nur eine Frage der Gene, sondern √§ndert sich auch durch Lebensereignisse. Das ist das zentrale Ergebnis einer jetzt im ‚ÄěJournal of Personality and Social Psychology‚Äú online erschienenen Studie.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: ©  RainerSturm / PIXELIO

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Die Biologie des Selbstmordes

29. August 2011 – 12:13 tom (1192x aufgerufen)

Manche Menschen haben erblich bedingt ein erhöhtes Risiko, Selbstmord zu begehen. Es zeigt sich, dass bestimmte Gene Verhaltensweisen beeinflussen, die ihrerseits einen Suizid fördern.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: ©  D.Braun / PIXELIO

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Langzeitstudie: F√ľrsorgliche Menschen leben gl√ľcklicher

19. Oktober 2010 – 09:37 Timo (1307x aufgerufen)

„Menschen k√∂nnen ihr Gl√ľck selbst in die Hand nehmen – sie sind nicht die Sklaven ihrer Gene. Das hat eine Auswertung von Frageb√∂gen Zehntausender Menschen aus 25 Jahren ergeben. Egoismus schadet demnach der eigenen Zufriedenheit. Andere Faktoren verbessern das Befinden.“ (spiegel.de, 12.10.10)

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,721213,00.html

http://idw-online.de/pages/de/news390031

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Als Kind traumatisiert – als Erwachsener depressiv

26. November 2009 – 10:36 Timo (1499x aufgerufen)

„Wer als Kind traumatisiert wurde, ist als Erwachsener anf√§lliger f√ľr Depressionen und Angsterkrankungen. Forscher haben jetzt im Tierversuch nachvollzogen, warum Stresssituationen die Aktivit√§t der Gene ein Leben lang beeinflussen k√∂nnen.“ (spiegel.de, 15.11.09)

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,660097,00.html

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Selbstbewusstsein schlägt IQ

11. Juli 2009 – 09:17 Timo (1695x aufgerufen)

„Viele Studien belegen, dass der Lebenserfolg und die gemessene Intelligenz nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Andere Faktoren sind viel entscheidender.“ (Focus Online, 03.07.09)

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/siefers_hirnwelten/siefers-hirnwelten-selbstbewusstsein-schlaegt-iq_aid_403688.html

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