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Kindesmisshandlungen und ihre Langzeitfolge fĂŒr das Gehirn

21. November 2013 – 00:01 wal (765x aufgerufen)

Ein Stofftier liegt verlassen auf dem Straßenasphalt.

Misshandlungen in der Kindheit scheinen Auswirkungen auf neuronale Schaltkreise des Gehirns zu haben. Zur Untersuchung dieses PhĂ€nomens wurde in einer Versuchsreihe an der University of Wisconsin 64 jungen Probanden ein Fragebogen vorgelegt, der zur EinschĂ€tzung des Vorliegens von Kindheitstraumata diente. Die Ergebnisse legten die Vermutung nahe, dass manche der Versuchsteilnehmer in ihrer Kindheit wirklich das Opfer von Misshandlungen wurden. In einem zweiten anschließenden Schritt wurden spezielle MRT-Aufnahmen der Probanden erstellt, um die StĂ€rke der neuronalen Verbindungen zwischen den verschiedenen Gehirnarealen zu messen. Schwerpunkt der Forscher lag hierbei auf dem PrĂ€frontalen Cortex, der Amygdala und dem Hippocampus. Alle drei Regionen sind an der Verarbeitung von Angst beteiligt. Normalerweise besteht zwischen dem PrĂ€frontalen Cortex und der Amygdala eine starke neuronale Verbindung, die gelegentlich Input von der Hippocampusstruktur erhĂ€lt. Der Hippocampus fungiert hierbei als eine Art „Entscheidungshelfer“ bei der Frage, inwieweit eine Situation als potentiell gefĂ€hrlich einzustufen ist. Bei den Probanden, die in frĂŒhen Jahren vermutlich Opfer von Misshandlungen wurden, waren diese Verbindungen ( Hippocampus- PrĂ€frontaler Cortex und bei MĂ€dchen zustĂ€zlich die Verbindung zwischen prĂ€frontalem Cortex und Amygdala) jedoch nicht so stark ausgeprĂ€gt. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass der Angstkreislauf bei Misshandlungsopfern nicht optimal funktioniert. Dies könnte die generelle Besorgnis der Patienten oder aber auch ihr Neigung zu Depressionen und Angststörungen erklĂ€ren.

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Bildquelle: © Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

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Die Wirkung von Musikunterricht in der Kindheit auf die Klangverarbeitung im Alter

14. November 2013 – 00:01 wal (699x aufgerufen)

Eine Geige

LangjĂ€hriges  Musizieren in der Kindheit hat möglicherweise einen positiven Effekt auf die Verarbeitung von KlĂ€ngen im Gehirn Ă€lterer Erwachsener. Dies scheint laut einer Studie der Northwestern University auch dann der Fall zu sein, wenn seit Jahrzehnten nicht mehr aktiv ein Instrument gespielt wurde. Zur ÜberprĂŒfung der Hypothese wurde Senioren eine Silbe vorgespielt. WĂ€hrend der Sitzung waren die Probanden kontinuierlich mit einem EEG verbunden, das die Wahrnehmungen im Hörzentrum der Versuchsteilnehmer „aufzeichnete“. Ergebnis: Die Senioren, die in ihrer Kindheit mehrere Jahre aktiv musiziert hatten, zeigten eine schnellere Verarbeitung als die Probanden, die nie ein Instrument gespielt hatten.

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Mehr zum Thema finden sie im BĂŒcherbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts – und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Soziales Normverhalten durch Hirnstimulation beeinflussbar

13. November 2013 – 00:01 wal (1641x aufgerufen)

Eine geöffnete Walnuss

Soziales Normverhalten ist durch eine Stimulation des rechten prĂ€frontalen Cortex beeinflussbar, unabhĂ€ngig davon, wie ein Mensch diese Norm bewertet – diesen Schluss legt zumindest eine neu veröffentlichte Studie der UniversitĂ€t ZĂŒrich nahe. In dem Versuch wurden Probanden dazu aufgefordert, eine bestimmte Geldsumme mit einem anonymen Partner zu teilen. Grundgedanke: In westlichen Kulturen gilt es als fair, wenn man etwas in gleichen Mengen teilt. In einem 2. Experiment sollten die Versuchsteilnehmer den Betrag wieder aufteilen, diesmal jedoch unter Androhung von Strafe durch den anonymen Partner, wenn dieser das Angebot als nicht fair betrachtet. In beiden Versuchen wurden die Nervenzellen des rechten lateralen prĂ€frontalen Cortex der Probanden mittels einer transkraniellen Gleichstromstimulation „angeregt“. Die Ergebnisse zeigten, dass bei einer Erhöhung der AktivitĂ€t der Nervenzellen faires Verhalten vor allem in der Sanktionbedingung gezeigt wurde, nicht jedoch in der freiwilligen Fairnessbedingung. Wurde die AktivitĂ€t erniedrigt, zeigte sich das umgekehrte Handeln.

 

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Bildquelle: © schubalu / pixelio.de

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Videospiele als Gehirntraining

5. November 2013 – 00:01 wal (688x aufgerufen)

Zwei HĂ€nde, die einen Videospielcontroller halten.

Videospielen wird vor allem in den Medien oft negativ bewertet. SĂŒchte, RealitĂ€tsentfremdung und Gewaltverherrlichung stehen hierbei meistens im Vordergrund. Dass durch regelmĂ€ĂŸiges Spielen jedoch auch bestimmte Gehirnbereiche trainiert werden könnten, zeigt eine Studie der Psychiatrischen UniversitĂ€tsklinik der CharitĂ© und des Max-Planck-Instituts fĂŒr Bildungsforschung. Hierzu mussten die Probanden ĂŒber zwei Monate tĂ€glich je 30 Minuten ein Computerspiel spielen. Mit Hilfe eines MRT konnten Gehirnstrukturen in ihrer GrĂ¶ĂŸe untersucht werden und mit MRT-Aufnahmen von Kontrollprobanden, denen keine Computerspiele zur VerfĂŒgung standen, verglichen werden. Es zeigten sich in der Experimentalgruppe VergrĂ¶ĂŸerungen des rechten Hippocampus, des prĂ€frontalen Cortex und bestimmten Arealen des Kleinhirns. Diese beschriebenen Gehirnstrukturen sind mit bestimmten Motorik-, GedĂ€chtnis- und strategischen Denkfunktionen assoziiert.

 

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Bildquelle: © Sarah Grazioli /pixelio.de

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Erstaunliches Ergebnis: Fremde Finger durch eigene Gedanken steuern

18. September 2013 – 19:09 kri (597x aufgerufen)

Hand greift in eine Schale von FrĂŒchten

Bisher ist es eine gruselige Idee aus Science-Fiction-Romane: Kreaturen aus fremden Welten besetzen unsere Körper  und wir verlieren die Befehlskraft ĂŒber unseren eigenen Körper. Zum GlĂŒck ist der eigene Körper und damit das Verhalten nur durch die eigenen Gedanken zu steuern. In einem spannenden Experiment konnten US-Forscher erstmals zeigen, dass die eigenen Finger auch durch fremde Gedanken geleitet werden können. Durch ein spezielles System, das die Gehirne zweier Menschen ĂŒber das Internet verband, wurden die Fingerbewegungen eines Probandes durch die Gedanken eines anderen beeinflusst.

 

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Bildquelle: © uschi dreiucker  / pixelio.de

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Neubildung von Hirnzellen auch im Alter

16. Juli 2013 – 13:48 kri (449x aufgerufen)

Wallnuss

Lange Zeit ging man davon aus, dass die Bildung der  Gehirnzellen beim Menschen mit der Geburt abgeschlossen ist. Mittels einer ungewöhnlichen Methode konnte eine Gruppe um den Wissenschaftler FrisĂ©n diese Annahme widerlegen. Sie nutzten dabei einen Nebeneffekt der vielen Kernwaffentests wĂ€hrend des Kalten Krieges. Damals stieg der Anteil des Kohlenstoffisotops C-14 in der AtmosphĂ€re drastisch an und fiel nach der Einigung auf dem Verzicht solcher Tests wieder ab. Da das C-14 von Pflanzen aufgenommen wird, gelangt es auch in die Nahrungskette und so ins Gewebe. Gewebe, das sich zu einer bestimmten Zeit bildet, fixiert die C-14-Konzentration wie eine Art Schnappschuss der aktuellen Gegebenheiten. Misst man diese Konzentration, kann man eine Angabe ĂŒber das Alter des Gewebes machen. Frisen stellt fest, dass bei allen Proben die C-14-Werte nicht typisch fĂŒr das Geburtsjahr war- somit gab es eine Neubildung nach der Geburt.

 

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Bildquelle: schubalu / pixelio.de

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Lohnder Musikgenuss

23. April 2013 – 11:42 kri (829x aufgerufen)

CD neben CD-Player

Der eine hört stĂ€ndig Klassische Musik, der nĂ€chste entspannt bei Rocksounds und der andere mag es am liebsten bei französischen Chansons zu trĂ€umen- das sind nur Beispiele fĂŒr die Vielfalt des Musikgeschmacks. Forscher haben nun tiefere Einblicke gewonnen, was beim entsprechenden Musikgenuss im Gehirn vorgeht. Ein Bereich namens Nucleus accumbens scheint demnach das „Musikzimmer“ unseres Denkorgans zu sein. Durch ihre Ergebnisse können die Wissenschaftler sogar voraussagen, wie viel Geld jemand fĂŒr den Kauf eines MusikstĂŒcks investieren wĂŒrde.

 

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Bildquelle: © Gerd Altmann / pixelio.de

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Neuer Blick ins MigrÀne-Gehirn

13. April 2013 – 14:56 kri (711x aufgerufen)

Jugendliche hat Kopfschmerzen

Starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit gelten als Symptome einer MigrĂ€neattacke. LĂ€nger ist bekannt, dass bei Betroffenen das Gehirn auch außerhalb von akuten Attacken anders arbeitet. Durch die erhöhte Netzwerk-AktivitĂ€t in den fĂŒr die Wahrnehmung von Sinnesreizen zustĂ€ndigen Schaltkreisen kann die allgemeine ReizsensibilitĂ€t erklĂ€rt werden. Erstmals wurde von einem italienischen Forscherteam nun gezeigt, dass MigrĂ€ne-Patienten und Gesunde sich auch in der Form und Struktur des Gehirns unterscheiden. Die Ergebnisse können genutzt werden, um eine MigrĂ€ne bei Patienten besser zu erkennen.

 

 

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Bildquelle: © Benjamin Thorn/ pixelio.de

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Das GefĂŒhl des GrĂ¶ĂŸenwahns ist im Gehirn verankert

1. MĂ€rz 2013 – 08:27 kri (718x aufgerufen)

Person mit ausgebreiteten Armen

Oft ist es nur ein schmaler Grat, ab wann eine selbstbewusste und siegessichere Person als ĂŒberheblich und grĂ¶ĂŸenwahnsinnig beschrieben wird. Eine positive SelbsteinschĂ€tzung und Grundeinstellung fĂŒr die Zukunft ist wichtig fĂŒr die mentale Gesundheit. Sie erlaubt uns neue Wege zu gehen und Probleme zu bewĂ€ltigen. Oft schwingt  das GefĂŒhl leicht mit, dass wir besser als unsere Mitmenschen sind. Forscher konnten jetzt zeigen, dass dieser Hang zum GrĂ¶ĂŸenwahn neuronal verankert ist und sogar unsere Vorfahren die Tendenz zum Hochmut hatten.

 

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Bildquelle: © sabine meyer/ pixelio.de

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Das Gehirn gibt das entscheidende Pausensignal

13. Februar 2013 – 13:58 kri (722x aufgerufen)

BĂ€r in Ruhepause

Bei lĂ€ngerer, schwerer Arbeit empfinden wir oft ein sehr markantes Pausensignal. Wie instinktiv schreit unser Körper nach Ruhe und Entspannung. Aber woher stammt dieses Signal und wieso kommt es, dass wir manchmal doch diese dringende BedĂŒrfnis ĂŒberwinden können? Mit diesen Fragen hat sich eine Gruppe von Wissenschaftler um Florent Meyniel befasst.

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Bildquelle: © heyni/ pixelio.de

 

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