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Inklusiver Unterricht

30. Oktober 2014 – 00:01 wal (677x aufgerufen)

Inklusion – Zur Zeit ein kontrovers diskutiertes Thema. Kinder, die früher in Sonderschulen untergebracht wurden, haben nun die Möglichkeit, an einer Regelschule unterrichtet zu werden. In Deutschland haben 6,6 % der schulpflichtigen Kinder einen besonderen Förderbedarf. Ein Viertel dieser Kinder besucht zur Zeit inklusiven Unterricht an einer Regelschule, die restlichen werden an einer Sonderschule unterrichtet. Eltern der förderbedürftigen Kinder erhoffen sich unter anderem von der Inklusion, dass ihre Söhne und Töchter künftig stärker in die Gesellschaft integriert werden.

Im Moment haben allerdings die Regelschulen weder genug Lehrpersonal, noch ein einheitliches Konzept für den inklusiven Unterricht. So wird beispielsweise allein in Brandenburg an einigen Schulen per Wochenplan gelehrt, während andere den inklusiven Unterricht jahrgangsübergreifend durchführen. Wieder andere unterrichten immer nur innerhalb eines Jahrgangs.

Welches Konzept sich am besten für den inklusiven Unterricht anbietet, wird zur Zeit noch von Wissenschaftlern, unter anderem auch Psychologen erforscht. Die momentanen Forschungsergebnisse deuten an, dass alle Kinder Lernfortschritte im Rahmen des inklusiven Unterrichts erzielt haben; diese sind jedoch von Fach zu Fach unterschiedlich ausgeprägt. Doch es zeigen sich auch Probleme, so sind beispielsweise viele Schulen nicht wirklich barrierefrei ausgelegt und die Kinder mit Förderbedarf fühlen sich nach eigener Aussage oft nicht richtig in den Klassenverbund integriert.

Auf dem Gebiet besteht noch weiterer Forschungsbedarf.

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Neue Metaanalyse zur Effektivität verschiedener Fördermöglichkeiten bei Legasthenie

14. März 2014 – 14:05 wal (823x aufgerufen)

Eine Hand hält die Buchstaben A,B und C.

Kinder, die an einer Lese-Rechtschreib-Schwäche leiden, bleiben im Schulsystem oft auf der Strecke. Da Lesen und Schreiben essentiell für den Wissenserwerb in der Schule ist, werden ihre Noten in Mitleidenschaft gezogen. Sie besuchen daher häufiger Haupt- oder Sonderschulen als andere Kinder, machen einen niedrigeren Berufsabschluss und bleiben beruflich meist hinter ihren kognitiven Möglichkeiten.

Von der Lese-Rechtschreibschwäche sind in Deutschland etwa fünf Prozent der Kinder betroffen. Es besteht Förderbedarf. Das Problem hierbei ist jedoch, dass es zwar viele Fördermöglichkeiten gibt, diese aber nur in Einzelstudien evaluiert wurden, so dass unklar ist, aus welcher Maßnahme das Kind den höchsten Gewinn ziehen kann.

Eine neu veröffentlichte Metastudie der Ludwig-Maximilians-Universität München hat sich dieser Problematik angenommen. In die Studie wurden Einzelstudien zu 20 Förderverfahren aufgenommen. Ergebnis: Die Verfahren schienen jeweils nur bis zu einem bestimmten Grad effektiv zu sein, wobei eine längere Förderungszeit nachhaltiger zu sein scheint als eher kürzere Einheiten. Die besten Ergebnisse erzielte im Rahmen der Studie die sogenannte „phonics instruction“. Innerhalb dieser Übung soll ein Gespür für die Zuordnung verschiedener Laute zu Buchstaben vermittelt werden. Außerdem wird der Lesefluss trainiert.

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Mehr zum Thema Lese-Rechtschreib-Störung finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © S.Hofschlaeger / pixelio.de

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Psychologen der Saar-Uni ermitteln Testverfahren zur Vorhersage des Studienerfolgs in der Physik

13. August 2010 – 10:18 Timo (1337x aufgerufen)

„Absolventen der Physik haben hervorragende Berufsaussichten. Auf sie warten viele spannende Tätigkeiten, gute Arbeitsbedingungen und eine überdurchschnittliche Bezahlung. Doch bis es so weit ist, müssen die Studenten ein anspruchsvolles Studium meistern. Vor allem der Einstieg ins Physik-Studium wird von vielen Anfängern als schwierig empfunden. Gezielte Unterstützung dabei bietet nun ein gemeinsames Projekt von Physikern und Psychologen der Saar-Uni. Die Wissenschaftler um die Professoren Ludger Santen und Frank Spinath haben ein Testverfahren entwickelt, mit dem sie den Studienerfolg im Fach Physik vorhersagen und Studienanfängern individuelle Hilfe anbieten können.“ (idw-online, 13.08.10)

http://idw-online.de/pages/de/news381912

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Interview über die Psychologie der Musik

9. Juli 2009 – 10:58 Timo (1620x aufgerufen)

Dave Munger, der Autor des Blogs „Cognitive Daily“, berichtet in einem Interview auf „www.Jemsite.com“ – einer Website zum Thema Gitarre – über die positive Wirkung von Musik. Er erwähnt beispielweise Studien, welche Effekte auf die Intelligenz- und Sprachentwicklung belegen.

http://www.jemsite.com/blog/the-music-man/

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Ehemalige Frühchen haben es schwer

7. Juli 2009 – 12:47 Timo (2092x aufgerufen)

„Kinder, die zu früh geboren werden, haben noch im Alter von sechs Jahren Aufmerksamkeitsprobleme und kognitive Defizite. Das hat Dr. Nina Gawehn in ihrer Dissertation am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Axel Schölmerich) herausgefunden. Sie empfiehlt daher eine gezielte Frühförderung zu früh geborener Kinder, auch wenn keine schweren neurosensorischen Einschränkungen festzustellen sind. Die Dissertation ist in Druck und wird ab Sommer im Buchhandel erhältlich sein.“ (idw online, 02.07.09)

http://idw-online.de/pages/de/news318842

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