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Rubber-Hand-Illusion: Was passiert im Gehirn?

8. Oktober 2014 – 00:01 wal (937x aufgerufen)

695267_web_R_K_B_by_Marina Wiblishauser_pixelio.de

Die Rubber-Hand-Illusion geh√∂rt zu den klassischen Experimenten der Psychologie. Doch was bei der Illusion auf neuronaler Ebene passiert, wurde erst k√ľrzlich genauer unter die Lupe genommen. Forscher f√ľhrten das klassiche Rubber-Hand-Experiment in drei Varianten durch, w√§hrend die Probanden an ein EEG angeschlossen waren.

Die erste Variante entsprach der klassischen Version des Experimentes: W√§hrend des Versuchs wurde die Hand des Probanden verdeckt, sodass dieser das K√∂rperteil nicht sehen konnte. Nun wurde neben die verdeckte Hand eine realistisch aussehende Puppenhand gelegt. Im Anschluss wurde sowohl die echte Hand als auch die Puppenhand synchron taktilen Stimuli,¬† hier dem Streichen eines Pinsels, ausgesetzt. Die Rubber-Hand-Illusion beschreibt das Gef√ľhl, dass die Puppenhand zum eigenen K√∂rper geh√∂ren w√ľrde.

In der zweiten Variante lag die k√ľnstliche Hand auf dem Handr√ľcken, w√§hrend der Handr√ľcken des Probanden nach oben zeigte. In der dritten Variante wurde g√§nzliche auf die k√ľnstliche Hand verzichtet, sodass lediglich die Hand des Probanden taktilen Stimuli ausgestzt war.

Die Forscher interpretierten die Rubber-Hand-Illusion im Sinne der Theorie des „Predictive Coding“ bei multisensorischer Integration. Konkret bedeutet das, dass das Gehirn zwei zeitgleich auftretende Stimuli als ein Ereignis auffasst. Da aber bei der Rubber-Hand-Illusion die Stellung des Armes „dagegen spricht“, dass es sich um die gleiche Hand handelt, m√ľsste das Gehirn in diesem Fall bestimmte kontr√§re Informationen unterdr√ľcken, d.h. die somatosensorische Information, wie der Arm gerade ausgerichtet ist. Die Ergebnisse konnten die These der Forscher weiter st√ľtzen. Gaben die Versuchspersonen an, dass bei ihnen die Rubber-Hand- Illusion auftrat, dann fanden sich in der Regel auch passende EEG-Aktivit√§ten.

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Bildquelle: © Marina Wiblishauser / pixelio.de

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Stromstoß gefällig?

10. Juli 2014 – 09:47 wal (521x aufgerufen)

382740_web_R_K_by_Ibefisch_pixelio.deWer kennt das nicht? Der Bus hat Versp√§tung und nach und nach z√ľcken alle Menschen an der Bushaltestelle ihre Smartphones. Die wenigsten scheinen dabei ihren eigenen Gedanken nachzuh√§ngen. Aber warum ist das so? Empfinden es Menschen als unangenehm, sich nicht ablenken zu k√∂nnen und mit ihren Gedanken allein zu sein? Betrachtet man die Studie von Timothy Wilson und Kollegen von der University of Virginia, so scheint die Antwort „ja“ zu lauten. In dem Versuch wurden Probanden dazu aufgefordert, zwischen sechs und 15 Minuten in einem Raum zu sitzen und sich mental mit einem selbst gew√§hlten Thema zu besch√§ftigen. Ablenkungen, schlafen oder aufstehen waren nicht erlaubt.

Die Zeit wurde von den Versuchspersonen scheinbar als sehr belastend empfunden. Dies war auch dann der Fall, wenn der Versuch bei den Teilnehmern zu Hause stattfand.

In einem zweiten Versuch wurde den Teilnehmern nun die Möglichkeit gegeben, sich selbst Elektroschocks zu induzieren. Gaben die Probanden vor dem Versuch noch an, sich definitiv keinen Stromstoß zu verpassen, sah es während des Versuchs bereits anders aus: Zwei Drittel der Männer und ein Viertel der Frauen verabreichten sich selbst Stromschocks während der Wartezeit.

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Bildquelle: © Ibefisch / pixelio.de

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Was darf Wissenschaft und was darf sie nicht?

4. Juli 2014 – 11:06 wal (817x aufgerufen)

521734_web_R_K_B_by_Franziska_pixelio.deZur Zeit sorgt eine Internetstudie im Netz f√ľr Furore: Um Herauszufinden, wie sich positive und negative Emotionen auf ihre Verbreitung in sozialen Netzwerken auswirken, wurden die Nachrichtenstr√∂me hunderttausender Facebooknutzer manipuliert. Auf diese Weise sahen ein Teil der Nutzer vor allen Dingen eher die negativen Posts ihrer Freunde, die andere Gruppe eher die positiven. Das Prek√§re an der Situation: Die Nutzer wurden nicht √ľber ihre Teilnahme an dem Experiment informiert. Doch ist das auch rechtlich in Ordnung? Laut den Datenverwendungsregeln der Seite ist das Vorgehen rechtens. Doch ob es ethisch vertretbar ist, bleibt offen.

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Bildquelle: © Franziska / pixelio.de

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Filmtipp: Das radikal Böse

4. Juni 2014 – 17:07 wal (620x aufgerufen)

643454_web_R_K_by_Berthold Bronisz_pixelio.deWas bewegte ganz normale Menschen in den deutschen Einsatzgruppen in Osteuropa dazu, j√ľdische Zivilisten zu erschie√üen? Mit dieser Frage besch√§ftigt sich n√§chste Woche der Unifilm.

Der Film „Das radikal B√∂se“ versucht mit Hilfe von rekonstruierten Szenen, √ľber Tageb√ľchern, bis hin zu den Ergebnissen sozialpsychologischer Experimente das „Warum“ hinter den Taten zu erkl√§ren. Die besprochenen Experimente wurden f√ľr den Film nachgestellt.

Im Anschluss findet eine Diskussion mit dem Regisseur statt.

Wo?: Audimax / Gebäude B 4.1

Wann?: 10.06.2014 um 19:00 Uhr

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Bildquelle: © Berthold Bronisz / pixelio.de

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Berlin: Weniger Solidarität in den ärmeren Stadtteilen

14. März 2012 Р10:04 tom (992x aufgerufen)

Wie groß ist die Solidarität in den verschiedenen Stadtvierteln der Hauptstadt? Aufschluss gibt jetzt ein Experiment mit 2000 frankierten Briefen.

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Bildquelle: © Ruth Rudolph / pixelio.de

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JUNQ: Gescheiterte Forschung erhält ein eigenes Fachjournal

29. August 2011 – 11:26 tom (1007x aufgerufen)

Zwei Doktoranden gr√ľnden Publikation f√ľr fehlgeschlagene Experimente und missgl√ľckte Theorien.

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Menschliches Gehirn soll simuliert werden

16. Mai 2011 – 11:18 tom (4971x aufgerufen)

Lausanner Neurowissenschafter versprechen, das menschliche Gehirn in einem Supercomputer zu simulieren. Das Projekt stösst bei einigen Forschern auf Skepsis.

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Website zum Stanford Prison Experiment

15. Juli 2010 – 09:27 Timo (4414x aufgerufen)

Was geschieht, wenn man ganz normale Menschen im Rahmen eines Gefängnis-Settings mit einander interagieren lässt? Siegt die Humanität oder triumphiert das Böse? Um auf diese und weitere Fragen Antworten zu finden wählten Zimbardo und seine Mitarbeiter zufällig Studierende aus und teilten diese auf die beiden Gruppen Wärter vs. Häftling auf. Die folgende, sehr gut aufbereiteten Website stellt das sogenannte Stanford Prison Experiment und dessen Ergebnisse genauer vor.

http://www.prisonexp.org/deutsch/

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Konformität in Gruppen

21. April 2009 – 09:57 Timo (1568x aufgerufen)

Jeder Psychologie-Student h√∂rt fr√ľher oder sp√§ter von Solomon Aschs Konformit√§tsstudien:

Eine Versuchsperson wurde mit anderen Personen (Verb√ľndete des Versuchsleiters) in einen Raum gesetzt und bekam eine scheinbar leichte Aufgabe: Der Versuchsleiter zeigte 3 Vergleichslinien und eine Referenzlinie. Jede der „Versuchspersonen“, die echte eingeschlossen, sollte nun angeben, welche der Vergleichlinien die gleiche L√§nge wie die Referenzlinie hat. Nach einigen Durchg√§ngen gaben die Verb√ľndeten des Versuchsleiters einstimmig eine falsche Antwort. Wie die echte Versuchsperson auf die¬† falsche Antwort der Gruppe reagierte sehen Sie in folgendem Video. Wie h√§tten Sie reagiert? ūüėČ

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