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Mit einem Lächeln auf den Lippen

17. Dezember 2014 – 00:01 wal (917x aufgerufen)

L√§cheln ist in der Kommunikation zwischen zwei Menschen nicht wegzudenken. Zu elementar scheint seine Bedeutung zu sein. Dabei wird noch dar√ľber diskutiert, ob l√§cheln wirklich nur der Kommunikation dient oder eventuell nicht kontrollierbar und damit ein nicht steuerbarer Ausdruck der eigenen Gef√ľhlslage ist. Als echtes L√§cheln gilt das sogenannte „Duchenne-L√§cheln“, eine Form, die als unkontrollierbar gilt und sowohl durch die nach oben gezogenen Mundwinkel als auch F√§ltchen um die Augenwinkel gekennzeichnet ist.

In einem Experiment des Max-Planck-Institutes f√ľr Evolutionsbiologie in Pl√∂n wurde nun die Wirkung eines L√§chelns auf die Kooperationsbereitschaft untersucht: Zwei Versuchspersonen sollten miteinander kooperieren, um einen bestimmten Geldbetrag zu erhalten. Daf√ľr wurde ein Proband auf Video aufgenommen. Das so entstandene Video wurde der anderen Versuchsperson gezeigt. In dem Video stellte der erste Proband, im Versuch Treuh√§nder genannt,¬† sich vor und bat um das erhaltene Versuchspersonengeld des zweiten Versuchsteilnehmers. Der Text des Videos wurde im Vorhinein vorgegeben. Anhand der Videoaufnahme sollte nun entschieden werden, inwieweit der Treuh√§nder als vertrauensw√ľrdig eingestuft werden und man ihm das Geld √ľberlassen k√∂nnte. Entschied sich der Proband daf√ľr, dem Treuh√§nder das Geld zu geben, wurde der Betrag verdreifacht. Der Treuh√§nder selbst konnte nun wiederum entscheiden, ob er dem anderen Versuchsteilnehmer nichts, ein Drittel oder die H√§lfte des Gewinns geben wollte.

Dokumentiert wurde die Einsch√§tzung des Treuh√§nders, d. h. als wie intelligent, vertrauensw√ľrdig, attraktiv dieser wahrgenommen wurde und ob sein L√§cheln authentisch wirkte.

Es zeigte sich, dass Probanden eher ihrem Gegen√ľber vertrauten, wenn das L√§cheln als authentisch wahrgenommen wurde. Umgekehrt zeigte sich jedoch auch, dass ein Teilen des Treuh√§nders wahrscheinlicher war, wenn er authentisch l√§chelte.

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Wenn Wut die eigene Position stärkt

5. September 2014 – 15:37 wal (780x aufgerufen)

85215_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deWut gilt als universal. Das bedeutet, dass sie in nahezu allen Kulturen vorkommt. Sind wir w√ľtend, spannen sich unsere Gesichtsmuskeln in charakteristischer Weise an. So werden beispielsweise die Augen zusammengekniffen. Der zur Emotion zugeh√∂rige Gesichtsausdruck entsteht durch das Zusammenspiel sieben verschiedener Muskelgruppen. Eine neue Studie der Griffith University in Australien in Kooperation mit der University of California in Santa Barbara untersuchte nun, warum gerade diese charakteristische Mimik mit Wut assoziiert ist. Hierzu wurden den Probanden verschiedene Gesichter am PC pr√§sentiert. Jedes Gesicht wurde im Vorhinein so ver√§ndert, dass je eine Muskelgruppe, die an einem w√ľtenden Gesichtsausdruck beteiligt ist, von den Forschern in dem jeweiligen Gesicht angepasst wurde. Das hei√üt, dass beispielsweise lediglich die Mundwinkel des Gesichtes nach unten gezogen waren; der Gesamtausdruck jedoch nicht dem eines w√ľtenden Gesichtes entsprach. Die Versuchspersonen sollten nun eine Einsch√§tzung der Gesichter vornehmen.

Ergebnis: Die um je eine Muskelgruppe veränderten Gesichter brachten die Probanden mit Stärke in Verbindung. Die Studienautoren deuteten daher das Zusammenspiel der entsprechenden Muskelgruppen als Bedrohungsgeste. Die sieben Muskelgruppen könnten an dem Gesichtsausdruck beteiligt sein, weil sie scheinbar imstande sind, Stärke zu demonstrieren.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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TV-Tipp: Geheimnis Stimme

27. November 2013 – 09:30 wal (828x aufgerufen)

Zwei Mädchen liegen auf einer Wiese und reden miteinander.

Was macht die menschliche Stimme aus und welche Bedeutung √ľbernimmt sie in unserem Leben?¬† Als zentrales Kommunikationsmittel ist sie essentiell f√ľr die Partnerwahl, die Mutter-Kind-Bindung und jegliche andere Beziehung zu unseren Mitmenschen. Doch wie hat sie sich entwickelt? Der Dokumentarfilm geht diesen Fragen anschaulich nach und beleuchtet das Ph√§nomen der menschlichen Stimme aus psychologischer, anthropologischer sowie evolutionsbiologischer Perspektive.

 

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Der Dokumentarfilm wird am Donnerstag, den 12.12.13 um 22:05 auf Arte ausgestrahlt.

Bildquelle: © Robert Babiak / pixelio.de

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Ist die Mid-life-crisis evolutionär bedingt?

20. November 2012 – 18:02 kri (949x aufgerufen)

Trauriger Orang-Utan

Wissenschaftler von der Universit√§t aus Warwick und Edinburgh haben k√ľrzlich eine sehr orginelle Studie durchgef√ľhrt. Ihr Ziel war es zu kl√§ren, ob nur beim Menschen das Wohlbefinden in einer U-Kurve verl√§uft.¬† Daf√ľr untersuchten sie √ľber 500 Affen aus Zoos in Kanada, Singapur, Japan, Australien oder den USA. Tierpfleger oder andere Personen, die die Affen gut kannten, zeichneten die Stimmungen der Tiere auf und verglichen sie mit Faktoren, die auch beim Menschen das Wohlbefinden beeinflussen. Das Ergebnis ist erstaunlich. √Ąhnlich wie der Mensch befinden sich auch Schimpansen und Orang-Utans in ihrer Lebensmitte in einem Stimmungstief. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Lebenskrise nicht nur von Charakteristka des modernen Lebens (Burnout, Scheidung, Schulden, Mobieltelefone und Laptops, etc.) ausgel√∂st wird. Denn all dies besitzen die Affen nicht.

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Was denken Sie? K√∂nnen solchen Vergleiche √ľberhaupt gezogen werden? Selbst die Wissenschaftler geben die Originalit√§t ihrer Studie zu.

Bildquelle: © Moni Sertel/ pixelio.de

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Licht aus f√ľr die Evolutionspsychologie?

14. Dezember 2011 – 16:19 tom (2376x aufgerufen)

In uns allen schlummert noch der Steinzeitjäger Рso lautet das Credo der Evolutionspsychologen. Doch der populären Theorie ist wohl das wissenschaftliche Fundament weggebrochen.

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Bildquelle: © Gabi Schoenemann / PIXELIO

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Meins oder deins?

25. Juli 2011 – 11:06 tom (1260x aufgerufen)

 

Dreijährige Kinder teilen im Gegensatz zu Schimpansen vor allem dann, wenn sie sich den Gewinn durch Teamwork verdient haben.

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Konfliktforschung: Die Mathematik des Krieges

4. Juli 2011 – 19:56 tom (1256x aufgerufen)

Forscher haben die Natur bewaffneter Konflikte ergr√ľndet – und eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Die Angriffe von Aufst√§ndischen und Terroristen folgen einem klaren mathematischen Muster. Die Gesetzm√§√üigkeit gilt nicht nur f√ľr Kriege, sondern auch in der Biologie.

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Autismus soll beim √úberleben geholfen haben

7. Juni 2011 – 22:25 tom (1299x aufgerufen)

W√§hrend Autismus heute als Krankheit gilt, k√∂nnte er in fr√ľher Vorzeit die √úberlebenschancen verbessert haben. Das behauptet jedenfalls ein US-Forscher.

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Studie: Wenn Roboter selbstlos werden

9. Mai 2011 – 11:48 tom (1643x aufgerufen)

Selbstlos können nicht nur Menschen sein Рauch bei Tieren und Bakterien kommt die Eigenschaft vor. Jetzt haben Forscher sogar Robotern beigebracht, nett zueinander zu sein. Damit wollen sie der Evolution des altruistischen Verhaltens auf die Spur kommen.

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Selbstlose Roboter… (Deutsch)

Weitere Artikel zum Thema:

Moral als Nebenprodukt der Evolution… (Deutsch) (2010)

Bonobos teilen Essen mit Artgenossen… (Deutsch) (2010)

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Interview: „Auch Schimpansen sind depressiv“

2. Mai 2011 – 09:20 tom (1526x aufgerufen)

Psychiater Martin Br√ľne von der Uni Bochum erl√§utert, wieso man die psychischen St√∂rungen des Menschen im Lichte der Evolution betrachten sollte.

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