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Die Angst im Blick

13. November 2014 – 00:01 wal (707x aufgerufen)

Schon siebenmonatige Kinder sind scheinbar dazu in der Lage, √§ngstliche Blicke unbewusst zu deuten. Diese unbewusste Deutung scheint auf Grundlage der momentanen Form der Sklera, d. h. dem Teil der Lederhaut, der f√ľr uns als Betrachter als das „Wei√üe im Auge“ wahrgenommen wird, zu beruhen. Hierauf weisen zumindest neueste ver√∂ffentlichte Forschungsergebnisse des Max-Planck-Institutes f√ľr Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hin:

In einer Studie wurden siebenmonatigen Kindern jeweils Augenpaare präsentiert. Wichtig hierbei: Von den Augenpaaren war jeweils nur die Sklera zu sehen. Die Augenpaare waren so angeordnet, dass sie entweder an dem Probanden vorbeischauten oder ihn direkt anblickten; außerdem variierte die durch die Augen vermittelte Emotion, so zeigten einige Augenpaare einen ängstlichen Ausdruck, während andere beispielsweise eine fröhliche Mimik aufwiesen. Jedes Bild wurde etwa 50 ms präsentiert. Während die Kinder die Stimuli betrachteten, wurde ein EEG aufgezeichnet.

Die Kinder zeigten stärkere elektrische Potentiale in frontalen Hirnregionen, wenn sie ängstliche Augen sahen im Vergleich zur Betrachtung anderer Augenpaare. Besonders stark war die Aktivierung dabei dann, wenn die Kinder von den Augen direkt angeblickt wurden.

Aufgrund ihrer Ergebnisse vermuteten die Forscher, dass Kinder bereits ab dem siebten Lebensmonat, in der Lage sind, unbewusst ängstliche Blicke zu deuten.

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Buchtipp: Cognitive development: theories, stages and processes and challenges

11. September 2014 – 00:01 wal (654x aufgerufen)

661492_web_R_K_B_by_Lisa Spreckelmeyer_pixelio.deWie entwickeln sich die kognitiven Funktionen beim Menschen? Welche Prozesse laufen hierbei hinter den Kulissen ab? „Cognitive development: theories, stages and processes and challenges“ behandelt unter anderem diese Fragen in 11 Kapiteln, die von verschiedenen Experten auf diesem Gebiet geschrieben wurden. Das Buch n√§hert sich dem Thema sowohl von theoretischer Seite als auch mit Hilfe verschiedener Studien, die sich dieser Fragestellung gewidmet haben. So werden beispielsweise Inhalte wie Lernen, semantische Erinnerung oder aber die Verarbeitung von Emotionen behandelt.

Buchtipp

Das Buch ist aus dem Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek entleihbar.

Bildquelle: © Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

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Kinder in Regenbogenfamilien

8. August 2014 – 13:26 wal (828x aufgerufen)

82258_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deWie wachsen Kinder in sogenannten Regenbogenfamilien auf? Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der University of Melbourne lassen die Annahme zu, dass ein Kind, das bei zwei gleich geschlechtlichen Eltern aufw√§chst, genauso gesund und ausgeglichen ist wie ein Kind aus einer Familie, bei denen die Eltern je dem anderen Geschlecht angeh√∂ren. Die Autoren der Studie befragten 315 gleichgeschlechtliche Eltern zu ihren Sch√ľtzlingen. Die Fragen besch√§ftigten sich mit dem Gesundheitszustand sowie dem Wohlbefinden des Kindes. Als Vergleichsgruppe wurden die Werte anderer Familien mit einem heterosexuellen Elternpaar verwendet.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Armer Teddy, reicher Teddy

25. April 2014 – 16:16 wal (996x aufgerufen)

Ein Teddybär sitzt mit einem Herz in der Hand auf einer Wiese. Er lehnt sich an einen Baum an.

Ab wann verstehen Kinder das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit und ab wann handeln sie danach? Dieser Frage hat sich eine Forschergruppe um Professor Markus Paulus der Ludwig-Maximilians-Universit√§t M√ľnchen in einer Studie angenommen. Realisiert wurde das Experiment in einem zweiteiligen Versuchsaufbau mit drei- und f√ľnfj√§hrigen Kindern.

Im ersten Abschnitt wurden den Kindern zwei Sticker gegeben, die sie entweder komplett behalten oder mit einem Teddyb√§ren teilen konnten. Die Entscheidung wurde dabei den Probanden √ľberlassen. Der Teddyb√§r besa√ü entweder ein Stickeralbum, das bereits viele weitere Aufkleber beinhaltete, oder eines, das relativ leer war. Je nach Stickeranzahl wurden diese Teddyb√§ren dabei als „reich“ oder „arm“ betitelt. Es zeigte sich, dass die √§lteren Kinder eher gewillt waren, ihre Sticker zu teilen, als die j√ľngeren. Dies war bei den F√ľnfj√§hrigen vor allen Dingen dann der Fall, wenn ihnen der arme Teddyb√§r gegen√ľber sa√ü.

Der zweite Versuchsabschnitt hatte einen √§hnlichen Aufbau wie der erste. Anders war jedoch, dass die Kinder vier Sticker erhielten, die sie auf den armen und den reichen Teddyb√§ren verteilen mussten. Auch hier bevorzugten die F√ľnfj√§hrigen den armen Teddyb√§ren und teilten ihre Sticker meist in einem 3:1-Verh√§ltnis auf.

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Bildquelle: © angieconscious / pixelio.de

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Warum Kinder mit dem Essen spielen sollten…

10. Dezember 2013 – 00:01 wal (623x aufgerufen)

Zwei Holzlöffel, auf die Gesichter gemalt wurden.

Kleinkinder, die mit dem Essen spielen, verschmieren nicht nur ihre Umgebung, sondern lernen gleichzeitig einiges dabei, so zumindest die Ergebnisse einer Studie der University of Wisconsin-Madison. Hierzu wurden Kleinkinder im Alter von 16 Monaten verschiedene breiige Substanzen z.B. Haferschleim vorgesetzt. Das Forscherteam ermunterte die jungen Versuchspersonen gleichzeitig dazu, das Essen zu zermatschen, w√§hrend ihnen Fantasienamen f√ľr die verschiedenen Speisen beigebracht wurden. Die eine Gruppe der Probanden sa√ü dabei an einem normalen Tisch, die andere Gruppe wie Zuhause in einem Hochstuhl. Ergebnis der Studie: Kinder, die ausgiebig mit dem Essen spielten und zeitgleich in einem Hochstuhl sa√üen, lernten die Fantasienamen sehr viel schneller. Anscheinend erinnert der Hochstuhl die Kinder an die Essenssituation bei sich Zuhause, w√§hrend das Matschen ihnen einiges √ľber die Konsistenz des neuen Lebensmittels verr√§t. Laut der Forschergruppe scheint genau diese Kombination aus Umgebungsvariablen und Umgang wichtig f√ľr diesen Lernvorgang zu sein.

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Bildquelle: © Simone Hainz / pixelio.de

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