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Kann Empathie erlernt werden?

4. Juli 2014 – 09:24 wal (654x aufgerufen)

403042_web_R_K_B_by_Albrecht E. Arnold_pixelio.deWas wĂ€re, wenn Empathie erlernbar wĂ€re? Könnte man dann auch Narzissten und Psychopathen EinfĂŒhlungsvermögen nĂ€her bringen? Zwei neue Studien deuten darauf hin, dass dies wirklich möglich ist. In einer kĂŒrzlich veröffentlichten Studie der University of Surrey wurden Probanden getestet, die zwar narzisstische ZĂŒge aufwiesen, jedoch klinisch unauffĂ€llig waren. Die Studie war mehrteilig. ZunĂ€chst wurde den Probanden mitgeteilt, dass eine Beziehung in die BrĂŒche gegangen ist. Wie erwartet, zeigten die Teilnehmer keine Empathie. Dies war auch dann der Fall, wenn den Teilnehmern mitgeteilt wurde, dass die verlassene Person in Depression fiel. Im zweiten Versuchsabschnitt wurde weiblichen Teilnehmern ein kurzer Filmausschnitt gezeigt, der davon handelte, wie einer Frau hĂ€usliche Gewalt widerfuhr. Der eine Teil der Probanden wurde dazu aufgefordert, sich in die Situation des Opfers zu versetzen und sich beispielsweise zu ĂŒberlegen, wie sich diese wohl fĂŒhlen könnte. Die anderen Teilnehmer bekamen keine solche Aufforderung. Es stellte sich heraus, dass die Probanden, die sich in die Frau hineinversetzen sollten, wirklich MitgefĂŒhl empfinden konnten. Die anderen Versuchspersonen nicht.

Betrachtet man sich andere physiologische Parameter, so deuten Studien daraufhin, dass sowohl die Herzfrequenz ansteigt, als auch Gehirnareale aktiv werden, in denen MitgefĂŒhl verarbeitet wird, wenn man Narzissten dazu auffordert, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Dies ist nicht der Fall, wenn die Versuchsteilnehmer keine solche Anweisung bekommen.

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Mehr zum Thema „Narzissmus“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © Albrecht E. Arnold / pixelio.de

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Stress ist ĂŒbertragbar

9. Mai 2014 – 10:40 wal (637x aufgerufen)

Weiße Pappaufsteller in Menschenform bilden eine Menschenmasse.

Damit wir Stress empfinden können, mĂŒssen wir selbst in der stressauslösenden Situation agieren. So die allgemeine Annahme. Dass wir scheinbar jedoch auch gestresst sein können, wenn wir anderen Personen nur dabei zuschauen, wie sie stressige Situationen meistern, zeigt eine neue Studie des Max-Planck-Instituts fĂŒr Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig in Kooperation mit der Technischen UniversitĂ€t Dresden: Versuchsteilnehmer wurden vor die Aufgabe gestellt, sich im Rahmen eines VorstellungsgesprĂ€ches zu behaupten und komplizierte Kopfrechenaufgaben zu lösen. Ihre Leistung wurde dabei vermeintlich beurteilt. Als Kontrollvariable wurde der Kortisolspiegel erhoben.

Diese Situation wurde nun von weiteren Probanden entweder direkt oder ĂŒber einen Bildschirm beobachtet. Um das Ausmaß der möglicherweise erlebten Stressreaktion erfassen zu können, wurde auch der Kotisolspiegel dieser Versuchsteilnehmer erhoben. Es zeigte sich, dass 26 Prozent der Zuschauer beider Gruppen einen bedeutsamen Anstieg des Stresshormons Kortisol zeigten. Dies war verstĂ€rkt dann der Fall, wenn die gestresste Person und der Zuschauer in einer Partnerschaft lebten. Aber auch voneinander unabhĂ€ngige Personen zeigten diese Reaktion.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Gestresst und gleichzeitig sozial?

27. MĂ€rz 2014 – 13:40 wal (623x aufgerufen)

TerminkalenderWenn Tiere gestresst sind, flĂŒchten sie oder bereiten sich auf eine Kampfreaktion vor. Nach gĂ€ngigen psychologischen Modellen sollte das beim Menschen im ĂŒbertragenen Sinn auch der Fall sein. Doch kann man das auf diese Weise verallgemeinern? Reagieren Frauen und MĂ€nner vielleicht unterschiedlich auf psychosozialen Stress?

Unter anderem mit dieser Frage befasst sich eine neue Studie der UniversitĂ€t Wien in Kooperation mit der UniversitĂ€t Freiburg und der Scuola Internationale Superiore di Studi Avanzati Triest. Die Hypothese: Menschen unter psychosozialem Stress agieren egozentrischer und zeigen damit weniger Empathie fĂŒr ihre Mitmenschen. Im Versuchsaufbau wurden daher je 40 Frauen und MĂ€nner in potentiell sehr stressige Situationen -dem öffentlichen Vortragen einer PrĂ€sentation sowie dem Rechnen schwerer Mathematikaufgaben unter Zeitdruck- gebracht. Um sicherzugehen, dass die Probanden auch wirklich akut gestresst waren, ermittelten die Forscher Cortisolwerte und die Pulsfrequenz der Studienteilnehmer. In einer Folgeaufgabe wurden die Versuchsteilnehmer dann gebeten, Aufgaben zur Empathie- und PerspektivenĂŒbernahme zu lösen. Ergebnis: WĂ€hrend MĂ€nner auf das Stressereignis hin mit einem verminderten Empathievermögen reagierten, war die Reaktion der Frauen umgekehrt. Die weiblichen Versuchspersonen zeigten im Rahmen der Stresssituation eine gesteigerte Empathie.

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Mehr zum Thema „Stress“ finden Sie im Bestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © ro18ger/ pixelio.de

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Geben und nehmen

14. MĂ€rz 2014 – 12:52 wal (674x aufgerufen)

Eine Tasse wird mit Kaffee befĂŒllt und einer anderen Person gegeben.

Mit seinen Freunden teilt man gerne. Doch ab wann teilen Kinder etwas mit anderen? Und wann fangen sie an, zu unterscheiden, wer wieviel von einer Sache bekommt? Eine neue Untersuchung der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen  beschĂ€ftigt sich genau mit diesen Fragen. In der Studie wurden Kindergartenkindern zwei Aufgaben gestellt: Zum einen sollte eingeschĂ€tzt werden, wie sich eine weitere Person in einer Teilsituation verhalten wĂŒrde. Zum anderen wurden die Kinder vor die Aufgabe gestellt, selbst Spielsachen zu teilen. In jeder der beiden Arbeitseinheiten konnte mit Menschen geteilt werden, die man mochte oder nicht mochte.

WĂ€hrend DreijĂ€hrige noch mit allen teilten, unabhĂ€ngig davon, wie nahe das GegenĂŒber zu ihnen stand, bevorzugten Ă€ltere Kinder klar befreundete Personen. Auch schienen sie zu erwarten, dass andere mehr mit befreundeten Personen teilen als mit nicht befreundeten.

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Bildquelle: © Bruno Walter / pixelio.de

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Buchtipp: Unser empathisches Gehirn: Warum wir verstehen, was andere fĂŒhlen

28. Februar 2014 – 10:15 wal (752x aufgerufen)

Kieselsteine, auf die mit bunten Farben Smileys gemalt wurden.

FĂ€llt ein guter Freund durch eine Klausur, fĂŒhlen wir uns meist selbst nicht gut. Auch können wir nachempfinden, wie es dem betroffenen Vertrauten wohl geht. Doch wieso ist das so?

Die FĂ€higkeit, sich in andere hineinversetzen zu können, nennt man „Empathie“. Möglich wird sie durch die AktivitĂ€t sogenannter Spiegelneurone in unserem Gehirn. Verletzt sich z.B. ein Freund vor unseren Augen, fangen eben diese Neurone an zu „feuern“ und wir fĂŒhlen uns augenblicklich ebenfalls besorgt.

In seinem neu erschienen Buch „Unser empathisches Gehirn: Warum wir verstehen, was andere fĂŒhlen“ geht der Neurobiologe Christian Keysers auf die neurobiologische Grundlage der Empathie und ihre Alltagsrelevanz ein. Auch zugehörige Forschungsergebnisse werden diskutiert.

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Das Buch finden Sie im Literaturbestand der SaarlÀndischen UniversitÀts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © twinlili / pixelio.de

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Interview: Was beinhaltet Soziale Neurowissenschaft?

23. Juni 2013 – 11:38 kri (1157x aufgerufen)

80250_web_R_by_Monika Torloxten_pixelio.de

Soziale Neurowissenschaft ist noch eine sehr junge Disziplin in der Hirnforschung. Im Vordergrund steht nicht, was der Einzelne fĂŒhlt und wieso, sondern wie unser Gehirn verarbeitet, was unsere Mitmenschen denken und fĂŒhlen. Im Interview mit zeit.de spricht Prof. Dr. Tanja Singer, Leiterin des Max-Planck-Institus fĂŒr Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, wie die Erkenntnisse ĂŒber Empathie die harte, gefĂŒhlslose Wirtschaftswelt beeinflĂŒssen können. Sie selbst untersucht in ihrem neuen Projekt, wie Empathie durch gezielte Meditation gestĂ€rkt werden kann.

 

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Bildquelle: © Monika Torloxten  / pixelio.de

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Bei mehr als 150 Kontakten macht das Gehirn dicht

20. Dezember 2011 – 17:28 tom (1444x aufgerufen)

Das Gehirn ist fĂŒr den Kontakt mit 150 Menschen ausgerichtet – mehr gibt die Evolution nicht her. Die Folge: Menschen verlernen Empathie.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO

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Empathie: Offenes Gen-heimnis

21. November 2011 – 18:03 tom (1048x aufgerufen)

Eine bestimmte Erbgutvariante verrÀt ihren TrÀger am Verhalten.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Albrecht E. Arnold / PIXELIO

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GesprÀchspsychotherapie macht Emotionen bewusst

15. November 2011 – 15:48 tom (1527x aufgerufen)

Mancher Mensch wĂŒrde in seinem Leben gerne etwas Ă€ndern. Aber er weiß nicht, wie. Er ahnt nur, dass er den Weg selbst finden kann. Eine GesprĂ€chspsychotherapie kann helfen, die entscheidenden Denkprozesse in Gang zu setzen und sich selbst zu erkennen.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: © Gerd Altmann / PIXELIO

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Hirnforschung: Warum wahre GlĂŒcksgefĂŒhle ansteckend sind

16. August 2011 – 18:05 tom (1209x aufgerufen)

GefĂŒhle wie Frohsinn oder Trauer lassen Gehirne im gleichen Takt schwingen: Warum, das hat die Max-Planck-Forscherin Tania Singer erforscht.

Zum Artikel… (Deutsch)

Bildquelle: ©  Rolf van Melis / PIXELIO

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