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MĂ€nner und die unerkannte Depression

11. Dezember 2013 – 08:39 wal (706x aufgerufen)

Ein Mann sitzt an einen Stein gelehnt und stĂŒtzt seinen Kopf mit der Hand ab.

MĂ€nner erfĂŒllen vermutlich doch hĂ€ufiger die Kriterien fĂŒr eine Depression als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommt die vor kurzem veröffentlichte National Comorbidity Survey Replication der University of Michigan. Hierzu wurden die Daten von ca. 5700 Probanden in einer Umfrage erhoben. Es zeigte sich, dass MĂ€nner von anderen Symptomen berichten als ihr weibliches Pendant. So wurden öfter eher aggressive Symptomatiken wie Risikobereitschaft, Reizbarkeit und Drogenmissbrauch genannt. Im Anschluss an diese Umfrage wurde ein diagnostischer Kriterienkatalog, der sowohl mĂ€nnliche als auch weibliche Symptome einer Depression abfragte, erstellt. Die Forscher wendeten diesen neuen Katalog nun auf die Probandenstichprobe an. Ergebnis: 33,3 Prozent der Frauen und 30,6 Prozent der MĂ€nner erfĂŒllten die Kriterien einer Depression. Diese Studienresultate sprechen gegen die momentan vorherrschende Ansicht, dass Frauen fast doppelt so hĂ€ufig an Depressionen erkranken wie MĂ€nner. Laut den Forschern scheint es vielmehr so zu sein, dass die angewendeten Diagnosekriterien bis zum jetzigen Zeitpunkt unzureichend waren.

 

Mehr zum Artikel

 

Mehr zum Thema „geschlechtsspezifische Symptome bei Depressionen“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

 

Buchtipp

 

Bildquelle: juli.gĂ€nseblĂŒmchen / pixelio.de

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Kindesmisshandlungen und ihre Langzeitfolge fĂŒr das Gehirn

21. November 2013 – 00:01 wal (735x aufgerufen)

Ein Stofftier liegt verlassen auf dem Straßenasphalt.

Misshandlungen in der Kindheit scheinen Auswirkungen auf neuronale Schaltkreise des Gehirns zu haben. Zur Untersuchung dieses PhĂ€nomens wurde in einer Versuchsreihe an der University of Wisconsin 64 jungen Probanden ein Fragebogen vorgelegt, der zur EinschĂ€tzung des Vorliegens von Kindheitstraumata diente. Die Ergebnisse legten die Vermutung nahe, dass manche der Versuchsteilnehmer in ihrer Kindheit wirklich das Opfer von Misshandlungen wurden. In einem zweiten anschließenden Schritt wurden spezielle MRT-Aufnahmen der Probanden erstellt, um die StĂ€rke der neuronalen Verbindungen zwischen den verschiedenen Gehirnarealen zu messen. Schwerpunkt der Forscher lag hierbei auf dem PrĂ€frontalen Cortex, der Amygdala und dem Hippocampus. Alle drei Regionen sind an der Verarbeitung von Angst beteiligt. Normalerweise besteht zwischen dem PrĂ€frontalen Cortex und der Amygdala eine starke neuronale Verbindung, die gelegentlich Input von der Hippocampusstruktur erhĂ€lt. Der Hippocampus fungiert hierbei als eine Art „Entscheidungshelfer“ bei der Frage, inwieweit eine Situation als potentiell gefĂ€hrlich einzustufen ist. Bei den Probanden, die in frĂŒhen Jahren vermutlich Opfer von Misshandlungen wurden, waren diese Verbindungen ( Hippocampus- PrĂ€frontaler Cortex und bei MĂ€dchen zustĂ€zlich die Verbindung zwischen prĂ€frontalem Cortex und Amygdala) jedoch nicht so stark ausgeprĂ€gt. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass der Angstkreislauf bei Misshandlungsopfern nicht optimal funktioniert. Dies könnte die generelle Besorgnis der Patienten oder aber auch ihr Neigung zu Depressionen und Angststörungen erklĂ€ren.

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Bildquelle: © Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

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TV-Tipp: „Kaputt vom Job“

11. Juli 2013 – 12:33 kri (872x aufgerufen)

Ein ausgebranntes Streichholz in einer Reihe von vielen

Was treibt Menschen in die FrĂŒhrente? Der Autor Michael Heuer begleitet drei Personen, die sich fĂŒr diesen Schritt entschieden haben. Kennenlernt haben sich der Koch, die Kassiererin und der Techniker wĂ€hrend ihres Aufenthaltes in einem Rehazentrum der deutschen Rentenversicherung. Doch wie entscheiden die Krankenkassen und die Rentenversicherung auf den Antrag auf Erwerbsminderungsrente? Und wie werden Angehörige, Nachbarn und Kollegen auf ein mögliches vorzeitiges Ende des Arbeitslebens reagieren? Obwohl die Anzahl derer, die das Arbeitsleben nicht mehr packen, unaufhaltsam steigt, ist fĂŒr viele ein verfrĂŒhter RĂŒckzug aus dem Arbeitsleben undenkbar, gar ein Tabu.

 

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Die Reportage lÀuft am Montag, 15.07.2013, um 22:30 Uhr auf WDR.

Bildquelle: © Martin MĂŒller / pixelio.de

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Psychische Belastungen durch Diabetes besser behandeln

3. Juli 2013 – 10:27 kri (796x aufgerufen)

Insulinpen

Menschen mit Diabetes leiden doppelt so oft unter einer Depression wie die Normalbevölkerung. Dabei ist edie gefĂ€hrliche Wechselwirkung der Diabetes und der Depression zu beachten. Einerseits erhöht eine Depression das Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, andererseits können die Belastungen der körperlichen Erkrankung und der intensiven Behandlung die Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit verstĂ€rken. Daher hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) eine neue Leitlinie zum Thema „Psychosoziales und Diabetes“ in Zusammenarbeit mit einer Reihe anderer Fachgesellschaften erstellt. Diese soll die Erkennung psychosozialer Probleme und psychischer Erkrankungen, deren Behandlung und die Schulung der Betroffenen verbessern.

 

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Bildquelle: © Michael Horn  / pixelio.de

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Forschung: Durchbruch in der Depressionsbehandlung

26. Juni 2013 – 13:24 kri (696x aufgerufen)

Frau niedergestĂŒrzt am Schreibtisch

An der Friedrich-Alexander-UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg konnte ein zellulĂ€rer Prozess identifiziert werden, der wesentlich den Ausbrauch einer Depression mitbeeinflusst. Die Forscher zeigten in Versuchen mit MĂ€usen, dass das Absterben von Neuronen bei dem Entstehen der Krankheit wesentlich beitrĂ€gt. Bisher wurde eine gestörte SignalĂŒbertragung von Botenstoffen als einer der Hauptauslöser einer Depression gesehen. Die mildernde Wirkung von Antidepressiva wurde damit erklĂ€rt, dass diese eine Wiederaufnahme der Botenstoffe blockieren. In den neuen Versuchen mit MĂ€usen wurde experimentiell gezeigt, dass die erhöhte AktivitĂ€t eines bestimmten Enzyms die Neubildung von Neuronen beeintrĂ€chtigt, wodurch das Risiko einer sich Depression erhöht. Die Antidepressiva hemmen dieses Enzym und steigen die zellulĂ€re VitalitĂ€t im Gerhin schließlich.

 

 

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Bildquelle: © D. Braun  / pixelio.de

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Neues Ergebnis: Tagesrhythmus bei Depressiven verschoben

21. Mai 2013 – 10:57 kri (1681x aufgerufen)

Mann verdeckt sein Gesicht mit der Hand

Patienten mit schweren Depressionen zeigen oft einen gestörten Tages-Nacht-Rhythmus auf. WĂ€hrend sie morgens nur schwer aufstehen können, liegen sie nachts oft wach im Bett. Die Innere Uhr des Menschens wird durch die AktivitĂ€t der Uhrengene gesteuert, die im 24-Rhythmus auf- und abschwingen. Dass diese bei klinisch depressiven Patienten außer Takt schwingen zeigt der Befund einer aktuellen US-Studie. Bei ĂŒber 50 Toten (Depressive und Gesunde) wurde ausgewertet, welche Gene zuletzt aktiv waren. WĂ€hrend bei der gesunden Kontrollstichprobe die AktivitĂ€t der Uhrengene entsprechend der Tages- bzw. Nachtzeit variierte, war dieser Zusammenhang bei der Stichprobe mit den depressiven Patienten nicht zu finden. Die Forscher sehen dies als Hinweis, dass Schlafstörungen bmehr als die reine Folgen der psychischen Symptome sind. Vielmehr können sie auch durch den verĂ€nderten Biorhythmus entstehen.

 

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Bildquelle: © Gerd Altmann  / pixelio.de

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Hitze erhöht das Suizidrisiko

27. November 2012 – 11:08 kri (1141x aufgerufen)

Sonnenschirm unter der Sonne

Wenn die Tage kĂ€lter und kĂŒrzer werden, fĂŒhlen sich viele lustloser und trauriger als noch im Sommer. Auch wenn diese trĂŒbe Stimmnung nicht in jedem Fall eine Depression bedeutet, kennen viele Menschen diesen Effekt des Herbst. Es ist wissenschaftlich bewiesen, welchen wichtigen einfluss das Licht auf unsere psychische Gesundheit hat. In den skandinavischen LĂ€ndern, wo es in den Wintermonaten oft gar nicht richtig hell wird, gehen viele Menshcen regelmĂ€ĂŸig in Sonnenstudio. Das kĂŒnstliche UV- Licht stellt einen guten Ersatz fĂŒr die Sonnenstralen dar. Es verhilft, dass die Werte des antidepressivwirkenden Vitamin D und Melatonin konstant bleibt und so die Stimmung nicht getrĂŒbt wird. Trotzdem ist die Suizidrate im Winter geringer als im Sommer. Woran liegt das? Gerade im SpĂ€tfrĂŒhling, wenn die Tage wieder deutlich wĂ€rmer und lĂ€nger werden, bringen sich die meisten Menschen selbst um. Die ErklĂ€rung finden sie hier.

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Selbstmord galt lange als Tabuthema. Bis ins frĂŒhe 19. Jahrhundert wurden Selbstmörder keine Bestattung auf dem Friedhof gewĂ€hrt. Doch was ist der Auslöser, wen ein Mensch sich selbst das Leben nimmt.  Thomas Körner hat in seinem Buch „Suizid“ viele Faktoren, die den Selbstmord bedingen, thematisiert. Außerdem erarbeitet er den Zusammenhang zwischen Suizid und psychischen Krankheiten.

Zum Buch  „Suizid“ von Thomas Körner

Bildquelle: © Norman Rönz/ pixelio.de

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Babys depressiver MĂŒtter lernen Sprache anders

15. Oktober 2012 – 10:45 kri (1411x aufgerufen)

Mutter mit Baby

In der Sprachentwicklung von Kindern gibt es eine Phase, in der sie auf die Muttersprache besonders reagieren, die sogenannte sensible Phase. In der Regel tritt diese bei Babys im Alter von sechs Monaten auf. KĂŒrzlich haben Wissenschaftler von der University of British Columbia in Vancouver aber gezeigt, dass diese sensible Phase durch eine Depression der Mutter wĂ€hrend der Schwangerschaft verĂ€ndert wird. Bei einer unbehandelten Depression der Mutter verschiebt sich die Phase bei den Babys nach hinten. Sie reagierten etwa erst im Alter von zehn Monaten auf sprachĂ€hnliche Laute. Nahm die Mutter jedoch Antidepressiva, reagierten die SĂ€uglinge ab sechs Monaten nicht mehr auf die Sprachreize. Vermutlich war die sensible Phase schon abgeschlossen. Diese Studie bietet zum ersten Mal Einblicke wie Depressionen der Mutter sich auf die Sprachentwicklung des Kindes ausĂŒbt.

Mehr Informationen finden Sie hier

Wenn Sie einen genaueren Überblick von der Sprachentwicklung bei Kindern erhalten möchten, empfehlen wir folgendes Buch:

„Language development“ von Patricia J. Brooks, Vera Kempe

Bildquelle: © TinaKayser/ pixelio.de

 

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Depressionen trotz Sommer, Sonne und Bikini

15. August 2012 – 15:13 kri (1231x aufgerufen)

Frau mit Sonnenhut

Sommerzeit- gute Laune Zeit?! WĂ€hrend wir uns im trĂŒben Winter oft traurig und verstimmt fĂŒhlt, sprĂŒhen wir bei den ersten richtig warmen Sonnenstrahlen nur vor Energie und Fröhlichkeit. Es gibt jedoch auch Menschen, die sich gerade im Sommer unwohl fĂŒhlen. Auf  welt.de können Sie nachlesen, was sich hinter einer Sommerdepression verbirgt.

Zum Artikel

Was denken Sie ĂŒber Sommerdepressionen? Sollte man die Bezeichnung „Sommerdepression“ als  Pendant zur Winterdepression einfĂŒhren? Oder denken Sie, dass eine depressive Episode  von ganzen anderen Faktoren beeinflusst wird und wetterunabhĂ€ngig ist? Wir freuen uns ĂŒber eine kritische Diskussion.

Falls Sie mehr Interesse haben, empfehlen wir das Buch „Depression und Gesellschaft : Zur Erfindung einer Volkskrankheit“ von Konstantin Ingenkamp. Sie findes dieses auch hier bei uns.

Bildquelle: © GĂŒnter Havlena  / pixelio.de

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Depressionen: Bluttest kann bei Diagnose helfen

18. April 2012 – 12:47 tom (1175x aufgerufen)

Ist es eine Depression, oder sind es nur Stimmungsschwankungen? Bei Jugendlichen lĂ€sst sich der Unterschied schwer feststellen. US-Forscher haben nun einen Bluttest entwickelt, der Depressionen im Jugendalter nachweisen soll. Reif fĂŒr die Praxis ist die Untersuchung noch nicht.

Zum Artikel…

Bildquelle: © C Falk / pixelio.de

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