Logo/Hauptseite des SSG Psychologie
Logo/Hauptseite der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek

Mit zweierlei Maß urteilen

14. August 2014 – 11:21 wal (875x aufgerufen)

424811_web_R_K_B_by_Michael Grabscheit_pixelio.deSollen wir eine Straftat beurteilen, so kann es sein, dass wir ĂŒber zwei verschiedene Personen, die die gleiche Tat begangen haben, unterschiedlich urteilen. Es stellt sich hierbei die Frage, wieso die gleiche Tat je nach Person verschieden bewertet wird. Dieser Problematik ging ein Forscherteam der Harvard Medical School in Belmont nach.

ZunĂ€chst wurden die Versuchspersonen in zwei Gruppen unterteilt. WĂ€hrend der eine Teil der Probanden sehr bildhafte Beschreibungen von TathergĂ€ngen erhielt, wurde den anderen eine nĂŒchterne, sachliche Schilderung der gleichen Verbrechen gegeben. Die Teilnehmer sollten nun Strafmaße ĂŒber die TĂ€ter verhĂ€ngen. Die Testung fand in einem fMRT-GerĂ€t statt.

In den Beurteilungen zeigte sich, dass die Strafmaße mit der Schwere der Taten stiegen. Außerdem wurden TĂ€ter, die vorsĂ€tzlich gehandelt hatten, stĂ€rker bestraft als Schuldige, die fahrlĂ€ssig agiert hatten.

Auch zwischen den Gruppen zeigten sich Unterschiede in der Bewertung: Wurde eine Tat den Probanden bildhaft beschrieben, fiel das Strafmaß in vorsĂ€tzlichen Verbrechen höher aus als in Gruppen mit nĂŒchternen Berichten. Bei diesen Probanden zeigte die linke Amygdala eine höhere AktivitĂ€t, sodass die Vermutung nahe liegt, dass Emotionen das Urteil beeinflusst haben. Dies war jedoch nicht der Fall bei einer unbeabsichtigten Handlung des TĂ€ters: Nun stellten die Forscher eine unterdrĂŒckte Amygdala-AktivitĂ€t fest. Allerdings zeigte sich eine stĂ€rkere AktivitĂ€t zwischen Amygdala und dorsalem anteriorem Gyrus cinguli. Dieser erhielt wiederum Informationen vom temporo-parietalen Übergang, der mit der FĂ€higkeit, sich in andere hineinversetzen zu können, assoziiert wird.

Mehr zum Artikel

Die Amygdala wird unter anderem mit der emotionalen Bewertung von Sachverhalten in Verbindung gebracht.

Bildquelle: © Michael Grabscheit / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Sieht man einem Studenten an, welches Fach er studiert?

22. September 2010 – 10:23 Timo (1403x aufgerufen)

In meiner Diplomarbeit habe ich mich mit der Fragestellung beschĂ€ftigt, ob es möglich ist, am Ă€ußeren Erscheinungsbild eines Studenten (auf einem Foto) zu erkennen, welches Fach dieser studiert. DarĂŒber hinaus sollte ebenfalls untersucht werden, ob sich die Persönlichkeit auf Grundlage eines Fotos beurteilen lĂ€sst und inwiefern die EinschĂ€tzung des Studienfachs auf diese Beurteilung zurĂŒckzufĂŒhren ist. Weiterhin sollte der Versuch unternommen werden, bestimmte Merkmale zu identifizieren, die die EinschĂ€tzung von Persönlichkeit und Studiengang verbessern bzw. verschlechtern können.

Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und die vollstÀndige Diplomarbeit finden Sie unter folgendem Link:

http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2010/2685/

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Menschen erkennen sexuelle Orientierungen eines Mannes innerhalb von 50ms

12. Dezember 2009 – 14:40 Timo (1341x aufgerufen)

In einer „zero acquaintance„-Studie zeigten Rule & Ambady (2008) ihren Versuchspersonen Fotos von hetero- und homosexuellen MĂ€nnern. Die Probanden mussten eine EinschĂ€tzung bezĂŒglich der sexuellen Orientierung abgeben. Bei einer Darbietungsdauer von 33ms und weniger erfolgte eine zufĂ€llige Zuordnung zu den Bedingungen „homosexuelle“ vs. „heterosexuell“. Ab 50ms konnte in 60% der FĂ€lle die sexuelle Orientierung der Zielpersonen richtig beurteilt werden. Eine lĂ€nger Darbietungszeit verbesserte dieses Ergebnis nicht mehr.  Die genauen Ergebnisse sind zu finden unter:

http://scienceblogs.com/cognitivedaily/2009/12/people_identify_the_sexual_ori.php

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Was AttraktivitÀt ausmacht

28. August 2009 – 12:18 Timo (1702x aufgerufen)

„Frauen beurteilen die Gesichter fremder MĂ€nner unter zwei Gesichtspunkten: Zum einen bewerten sie die sexuelle AttraktivitĂ€t des Mannes, zu der Kriterien wie ein markantes Kinn oder vorstehende Wangenknochen gehören, zum anderen geben sie eine EinschĂ€tzung des allgemeinen Ă€sthetischen Eindrucks ab. Diese Zweiteilung in der Wahrnehmung konnten nun amerikanische Psychologen in Tests mit hundert Studentinnen nachweisen.“ (wissenschaft.de, 28.08.09)

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/306626.html

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Haben GerĂŒche einen Einfluss darauf, wie wir Menschen beurteilen?

22. August 2009 – 10:03 Timo (1548x aufgerufen)

Wenn ein Mensch schlecht riecht, hat man eventuell einen eher negativ gefĂ€rbten Eindruck von dieser Person. Aber was ist, wenn die GerĂŒche so subtil sind, dass man sie nicht bewusst wahrnimmt? Eine aktuelle Studie sagt: Wir mögen Menschen mehr, wenn wir gleichzeitig etwas schlecht riechendes unterhalb der Bewusstseinsschewlle wahrnehmen.

http://scienceblogs.com/cognitivedaily/2009/07/smells_we_cant_detect_affect_j.php

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com