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Die GlĂŒckseligkeit der Schönheit

28. Februar 2014 – 10:46 wal (651x aufgerufen)

Drei violette Blumen auf einem Feld.

Sehen wir einen attraktiven Menschen, schreiben wir ihm meist automatisch positive Eigenschaften zu, schauen ihn lĂ€nger an und fĂŒhlen uns wohl. Dieses „Wohl- oder GlĂŒcksgefĂŒhl“ wird durch ein körpereigenes Belohnungssystem im Gehirn ausgelöst. Erleben wir etwas Positives, schĂŒttet unser Körper Opioide aus, die sich an die Rezeptoren dieses Belohnungssystems anlagern. Folge: Wir fĂŒhlen uns gut.

Forscher der UniversitĂ€t Oslo um Olga Chelnokova stĂŒtzen mit neuen Befunden die Rolle eben dieses Belohnungssystems beim Betrachten von attraktiven Gesichtern. Hierzu mussten mĂ€nnliche Versuchspersonen in einem ersten Versuchsdurchgang 30 Frauengesichter im Bezug auf ihre AttraktivitĂ€t bewerten. Sie hatten außerdem die Möglichkeit, sich nach Belieben die Gesichter lĂ€nger oder kĂŒrzer zu betrachten.

In einem zweiten Versuchsdurchgang wurden die Probanden in drei Gruppen eingeteilt: Einer Kontrollgruppe mit Placeboindikation sowie einer Gruppe, die Morphin -ein Opioid- verabreicht bekam und einer dritten Gruppe, die mit einem Opioid-Rezeptorblocker behandelt wurde.

Probanden mit Opioidwirkung schauten in der Folge attraktive Gesichter noch lÀnger an und klickten die als wenig ansprechend wahrgenommenen Gesichter schneller weg. Versuchspersonen mit Opioid-Rezeptorblocker hingegen wurden auch von vorher als schön empfundenen Gesichtern weniger angesprochen.

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Bildquelle: © Angelika Wolter / pixelio.de

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