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Buchtipp: Milgram at 50: exploring the enduring relevance of psychology’s most famous studies

19. November 2014 – 00:01 wal (607x aufgerufen)

Kaum ein Experiment der Psychologie ist so populär wie das Milgram-Experiment. Nun wurde zum Anlass des 50. Jahrestages der ersten größeren Publikation von Stanley Milgram in dem Journal „Journal of social issues“ eine komplette Ausgabe Milgrams Experimenten gewidmet. Dabei werden die Arbeiten auch noch einmal kritisch durchleuchtet. So beschäftigt sich die Ausgabe unter anderem mit den Fragen nach den moralischen Aspekten in Milgrams Studien oder eröffnet neue und aktuelle Perspektiven auf das Thema.

 

Das Milgram-Experiment gilt als die Paradestudie, wenn es darum geht, inwiefern Menschen zu Gehorsam gegenüber Autoritäten bereit sind und welche Misshandlungstaten aus diesem Obrigkeitsgehorsam entstehen können.

Buchtipp

Die Journalausgabe ist aus dem Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek entleihbar.

 

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Milgram-Experiment: Neue Diskussionen

10. Oktober 2014 – 11:13 wal (582x aufgerufen)

268131_web_R_K_B_by_Albrecht E. Arnold_pixelio.deDas Milgram-Experiment zählt zu den klassischen Experimenten der Psychologie. In einem Versuch, der sich angeblich mit Lernverhalten befasst, sollten Probanden andere vermeintliche Studienteilnehmer bei Fehlern mit Hilfe von Stromstößen bestrafen. Bei den bestraften Studienteilnehmern handelte es sich um Konföderierte des Versuchsleiters, die bei einem verabreichten „Stromschlag“ die Reaktion auf diesen schauspielerten. Für die Probanden sah es jedoch so aus, als ob die Teilnehmer wirklich Stromstöße erhielten.

In dem Versuch verabreichten die Probanden immer stärkere Stromschläge an die Konföderierten. Dies war auch dann der Fall, wenn die Bestraften um Gnade bettelten. Der Versuchsleiter bekräftigte die Versuchspersonen noch weiter in ihrem Handeln und schärfte ihnen ein, im Dienste der Wissenschaft zu handeln.

Das Experiment gilt als Beispiel dafür, wie sehr Menschen dazu geneigt sind, einer Autorität zu gehorchen und auch in deren Namen schlimme Taten zu vollbringen. Diese Deutung wurde in jüngster Zeit jedoch von Forschern der schottischen Universität St. Andrews in Kooperation mit der australischen Universität Queensland in Frage gestellt. Hierzu wurden 659 schriftliche Rückmeldungen der  Probanden zu dem damaligen Experiment ausgewertet. Danach seien die Versuchsteilnehmer der Überzeugung gewesen, einem höheren Ziel zu dienen, d. h. im Dienste der Wissenschaft zu handeln. In diesem Fall würden die Teilnehmer sich so verhalten, weil sie glauben, das Richtige zu tun und nicht aufgrund unreflektierten Gehorsams.

Inwieweit sich die beiden unterschiedlichen Interpretationen des Experimentes jedoch ausschließen oder nicht, bleibt fraglich.

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Mehr zum Thema „Milgram-Experiment“ finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Albrecht E. Arnold / pixelio.de

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Blinder Gehorsam erklärt nicht allein Gräueltaten

6. Dezember 2012 – 18:04 kri (2388x aufgerufen)

Gegen den Strom

Die Elektroschock-Experimente von Stanley Milgram gelten als Beleg dafür, dass normale Bürger zu brutalen Tyrannen werden können. Nun widerspricht ein Forscherduo: Menschen unterwerfen sich nicht einfach blind der Autorität – Gewalt entsteht, wenn Bösartiges als tugendhaft dargestellt wird.

Zum Artikel

Wenn Sie mehr über dieses klassische Experiment erfahren möchte, empfehlen wir folgendes Buch.

Das Milgram-Experiment: Zur Gehorsamkeit gegenüber Autorität von Stanley Milgram

Bildquelle: © Gerd Altmann/ pixelio.de

 

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Macht und Mitgefühl

14. Oktober 2010 – 10:01 Timo (1575x aufgerufen)

„Einerseits wünschen sich die Menschen in einer unübersichtlicher werdenden Welt nichts sehnlicher als überzeugende Führungsfiguren, die ihnen Weg und Richtung weisen. Andererseits begegnet der aufgeklärte Bürger spätestens seit 1968 jeder vermeintlichen Autoritätsperson mit grundsätzlichem Misstrauen.“ (Quelle: Zeit.de, 13.10.10)

http://www.zeit.de/2010/41/Autoritaet

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