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Lese-Rechtschreibstörung kein zusammenhängendes Störungsbild?

11. November 2014 – 00:01 wal (504x aufgerufen)

Die Lese-Rechtschreibstörung wird oft als zusammenhängendes Störungsbild wahrgenommen. Zwar gibt es beispielsweise auch isolierte Rechtschreibstörungen, der gesellschaftliche Fokus liegt jedoch eher auf der Lese-Rechtschreibstörung. Lesestörung und Rechtschreibstörung scheinen jedoch noch weniger miteinander zusammenzuhängen, als bisher vermutet. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Forschungszentrums IDeA.

Für die Studie wurden insgesamt über 465 Kinder, von denen eine Gruppe Lernstörungen aufwies,  in einer Längsschnittstudie untersucht. Die erste Erhebung fand im Jahre 2011 statt, als die Kinder noch die zweite Klasse besuchten. Seitdem wurden jährlich kognitive Daten der Probanden sowie ihr momentaner Lernstand erhoben.

Ergebnis: Es zeigte sich, dass die Kinder mit Lernstörung je nach Art der Störung scheinbar in unterschiedlichen Prozessen ihres Arbeitsgedächtnis Probleme hatten. So schienen Kinder mit Leseproblemen eher Einschränkungen in der zentralen Exekutive aufzuweisen, während Kinder mit Rechenstörung eher Probleme mit der Phonologischen Schleife zu haben schienen.

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Die Phonologische Schleife wird mit dem Verarbeiten sprachlicher Informationen assoziiert.

Die Zentrale Exekutive hingegen wird mit dem Abruf von Daten aus dem Gedächtnis sowie der Koordination von zeitgleichen, jedoch unterschiedlichen Handlungen in Verbindung gebracht.

 

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Riskantes Hirndoping

23. Mai 2014 – 16:10 wal (553x aufgerufen)

Aufeinandergestapelte BĂĽcher.

Der Konsum von sogenannten Smart Drugs boomt. Mit dem Begriff werden Medikamente, die zur vermeintlichen Leistungssteigerung missbraucht werden, beschrieben. Gerade an Schulen und Universitäten sind sie sehr beliebt und kommen scheinbar immer häufiger zum Einsatz, um den steigenden Leistungsanforderungen des Bildungssystems gerecht zu werden.

Oft werden jedoch neben den positiven Aspekten, die ihnen zugeschrieben werden wie zum Beispiel einer besseren Merkfähigkeit, potentielle Risiken übersehen. So zum Beispiel bei der Einnahme des Wirkstoffes Methylphenidat, auch bekannt als Ritalin. Er verändert unter anderem die Konzentration der Neurotransmitter Dopamin und Norepinephrin. Diese wiederum haben einen Einfluss auf den präfrontalen Kortex, der wichtig ist für das Finden von Entscheidungen und der Kontrolle von Emotionen und des Verhaltens. Problematisch hierbei: Der präfrontale Kortex ist bis in ein Lebensalter Anfang der 30iger nicht vollständig ausgereift. Somit können diese Medikamente ihn empfindlich in seiner Entwicklung stören. So könnte beispielsweise die Plastizität des präfrontalen Kortex beeinträchtigt werden, was zu längerfristigen Problemen beim Lernen und Unflexibilität führen kann.

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Bildquelle: © Lupo / pixelio.de

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Arbeitsgedächtnis: Drei konzentrische Schichten

21. März 2011 – 11:04 tom (62806x aufgerufen)

Forscher von der Rice University und dem Georgia Institute of Technology unterstützen die Theorie, dass es im Gehirn drei konzentrische Schichten des Arbeitsgedächtnisses gibt. Gedächtnis-Forscher haben lange darüber diskutiert, ob es zwei oder drei Schichten gibt, und welche Kapazitäten und Funktionen die einzelnen Schichten haben.

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