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Zusammen stark?

5. September 2014 – 13:31 wal (626x aufgerufen)

93716_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deIm Volksmund ist die Annahme weit verbreitet, dass Konflikte mit anderen das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl der eigenen Gruppe verstĂ€rken und die Mitglieder dieser Gruppe sich untereinander auch mehr helfen. Dieses PhĂ€nomen wird in der Fachwelt parochialer Altruismus genannt: Mitgliedern der eigenen Gruppe wird in Konflikten verstĂ€rkt und selbstlos geholfen, gegenĂŒber den Mitgliedern der Fremdgruppe nimmt die Hilfsbereitschaft jedoch ab.

Eine neue Studie des University Colleges London bringt diese weit verbreitete Annahme nun ins Wanken. Die Studie wurde mit Protestanten und Katholiken in Belfast/ Nordirland durchgefĂŒhrt. Beide Gruppen stehen sich dort eher feindlich gegenĂŒber.

ZunĂ€chst wurden 940 Menschen in verschiedenen Stadtvierteln Belfasts dazu befragt, wie sie zu der anderen Gruppe stehen und wie bedroht sie sich durch diese fĂŒhlen wĂŒrden. Das Experiment bestand aus zwei Abschnitten. Zu Beginn gaben sich die Versuchsleiter als Spendensammler aus. Die Probanden wussten hierbei jedoch nichts davon, dass sie an einer Studie teilnahmen. Den Teilnehmern wurde je einer von drei möglichen SpendenempfĂ€ngern angeboten: eine katholische, eine protestantische sowie eine neutrale Einrichtung. Die Einrichtung wurde jedem Probanden nach dem Zufallsprinzip angeboten.

Im Zweiten Abschnitt wurden in verschiedenen Stadtteilen Belfasts Briefe mit fiktiven Adressen so angeordnet, dass sie aussahen, als wÀren sie in der Post verloren gegangen. Der Brief konnte dabei eine Anschrift haben, die einer katholischen oder protestantischen Hilfseinrichtung zugeordnet werden konnte oder jedoch eine neutrale Adresse aufweisen. Erhoben wurde, wieviele Personen die Briefe aufhoben und einsteckten. Dies wurde als hilfsbereites Verhalten gewertet.

Es zeigte sich, dass die Hilfsbereitschaft gegenĂŒber der Fremdgruppe umso geringer wurde, je bedrohlicher diese empfunden wurde. Die Hilfsbereitschaft gegenĂŒber der eigenen Gruppe blieb jedoch gleich, unabhĂ€ngig davon als wie bedrohlich die Fremdgruppe empfunden wurde.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Hochwasserhilfe

12. Juni 2013 – 18:36 kri (607x aufgerufen)

LiegestĂŒhle ĂŒberschwemmt

Das Hochwasser in vielen Regionen beherrscht das Leben in Deutschland. Neben den Bildern von ĂŒberschwemmten HĂ€usern, Straßen und ganzen Dörfern dominieren auch die Berichte ĂŒber die unsagbare Zahl von freiwilligen Helfern. Tausende fĂŒllen und schleppen SandsĂ€cke, schmieren Brote oder schieben nachts Wache auf den Deichen. Im Interview mit zeit.de spricht der Sozialpsychologe Manfred Bornewasser ĂŒber die BeweggrĂŒnde von Freiwilligen.

 

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Bildquelle: © www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de

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Studie: Wenn Roboter selbstlos werden

9. Mai 2011 – 11:48 tom (1649x aufgerufen)

Selbstlos können nicht nur Menschen sein – auch bei Tieren und Bakterien kommt die Eigenschaft vor. Jetzt haben Forscher sogar Robotern beigebracht, nett zueinander zu sein. Damit wollen sie der Evolution des altruistischen Verhaltens auf die Spur kommen.

Bildquelle

Selbstlose Roboter… (Deutsch)

Weitere Artikel zum Thema:

Moral als Nebenprodukt der Evolution… (Deutsch) (2010)

Bonobos teilen Essen mit Artgenossen… (Deutsch) (2010)

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FĂŒr altruistisches Verhalten belohnte Kinder werden Egoisten

2. November 2009 – 09:01 Timo (1313x aufgerufen)

Dies ist das Ergebnis einer Studie von Warneken und Tomasello (2008), welche in der Zeitschrift Developmental Psychology erschienen ist.

http://scienceblogs.com/cognitivedaily/2009/09/does_rewarding_altruism_squelc.php

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Musterbeispiel fairen Kaufverhaltens beim Musik-Download

4. August 2009 – 14:12 Timo (1762x aufgerufen)

„Jede Sekunde zehn illegale Musikdownloads – das ist die Botschaft eines ZĂ€hlwerks, das der Bundesverband Musikindustrie auf seiner Homepage platziert hat. Den dadurch entstehenden wirtschaftlichen Schaden beziffert der Verband auf rund 350 Millionen Euro jĂ€hrlich.
Ausgerechnet in diesem Markt haben Tobias Regner vom Jenaer Max-Planck-Institut fĂŒr Ökonomik und Javier A. Barria vom Imperial College London ein Beispiel fĂŒr das gefunden, was Ökonomen in zahlreichen Laborexperimenten immer wieder feststellen: Soziale PrĂ€ferenzen können dazu fĂŒhren, dass sich Menschen nicht rein opportunistisch verhalten und darauf verzichten, ihren eigenen finanziellen Gewinn zu maximieren. So bezahlen die Nutzer des Online-Musik-Labels Magnatune regelmĂ€ĂŸig mehr als das geforderte Minimum. Tobias Regner und Javier A. Barria haben das Zahlungsverhalten der Magnatune-Kunden im Detail analysiert.“ (idw-online.de, 03.08.09)

http://idw-online.de/pages/de/news327610

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Babyfotos machen ehrlicher

22. Juli 2009 – 09:56 Timo (6872x aufgerufen)

„Die Chancen, verloren gegangene Geldbörsen wiederzubekommen, sind deutlich höher, wenn sich darin Fotos von Babys oder kleinen Kindern befinden. Laut einer Studie wird so das Herz der Finder erwĂ€rmt.“ (focus online, 22.07.09)

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/psychologie/psychologie-babyfotos-machen-ehrlicher_aid_416489.html

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Das Moral-Ideal

4. Juli 2009 – 12:39 Timo (1075x aufgerufen)

„Moralisches und unmoralisches Verhalten balancieren sich gegenseitig aus: Wer sich in einem bestimmten Bereich besonders selbstlos verhĂ€lt, neigt dazu, in einem anderen Ă€ußerst egoistisch zu handeln. Umgekehrt verursacht rĂŒcksichtsloses Verhalten nicht selten den Drang, etwas Gutes zu tun, haben US-Psychologen in einer kleinen Studie nachgewiesen.“ (Wissenschaft.de, 02.07.09)

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/304812.html

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