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Kategorie ‘Neuropsych.’ ‘Neuropsych.’ als RSS 2.0-Feed

Sind Träume kontrollierbar?

15. Mai 2014 – 10:52 wal (780x aufgerufen)

Bootssteg mit einem Einstieg, um im Meer schwimmen zu können.

Tr√§ume passieren. Wir k√∂nnen sie weder √§ndern, noch sind wir uns bewusst, √ľberhaupt zu tr√§umen. Meist vergessen wir ihren Inhalt sogar relativ schnell wieder. Im Rahmen einer Studie des Universit√§tsklinikums G√∂ttingen schafften es Forscher nun, Menschen bewusst tr√§umen zu lassen. Hierzu mussten die Probanden vier N√§chte im Klinikum √ľbernachten. In der letzten Nacht w√§hrend der REM-Schlafphase wurde ihnen dann mittels transkranieller Wechselstromstimulation Teile des Frontalhirns angeregt.

Ergebnis: Ein gro√üer Teil der Probanden berichteten √ľber luzide Tr√§ume. Au√üerdem konnten kurz nach der Hirnstimulation Ver√§nderungen im EEG-Muster der Probanden nachgewiesen werden: Es traten vermehrt sogenannte Gamma-Schwingungen auf.

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Unter luziden Tr√§umen versteht man Traumzust√§nde, bei denen sich der Schlafende √ľber sein Tr√§umen bewusst ist und kontrollierend in die Handlung eingreifen kann.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Halb voll oder eher fast leer?

11. April 2014 – 16:14 wal (968x aufgerufen)

Ein Wasserglas, das zur H√§lfte gef√ľllt ist.

F√ľr Optimisten ist das Glas eher halb voll, f√ľr Pessimisten halb leer. So zumindest die alltagspsychologische Unterscheidung der beiden Typen. Doch gibt es auch einen Unterschied beider Gruppen in ihrer Hirnaktivit√§t? Dieser Frage ging eine Forschergruppe der Michigan State University in East Lansing nach.

Um √ľberhaupt Optimisten von Pessimisten unterscheiden zu k√∂nnen, wurden die 71 Versuchsteilnehmerinnen anhand psychologischer Befragungen in die beiden Gruppen eingeteilt. In der anschlie√üenden EEG-Testung wurden dann den Probandinnen Bilder gezeigt, die eher unangenehme Situationen abbildeten. Aufgabe: Sich ein positives Ende der geschilderten Situation auszumalen.

Die Daten lie√üen den Schluss zu, dass die pessimistischeren Versuchsteilnehmerinnen eine h√∂here Hirnaktivit√§t beim Betrachten der Situationen im Vergleich zu der Gruppe der optimistischeren Probandinnen aufwiesen. Wurde diese Personengruppe nun dazu aufgefordert, ihre negativere Sichtweise zu unterdr√ľcken, zeichnete das EEG Daten auf, die scheinbar eine Art Abwehrreaktion der Teilnehmerinnen widerspiegeln k√∂nnte.

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Mehr zum Thema „Optimismus, Pessimismus und Psychologie“ finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Gisela Peter / pixelio.de

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Wenn sich die Sinne täuschen

19. März 2014 Р12:23 wal (499x aufgerufen)

Nach oben ge√∂ffnete Hand.K√∂nnen unsere Sinne so get√§uscht werden, dass sie uns glauben machen, unser K√∂rper best√§nde aus Marmor? Einer neuen Studie der Universit√§t Bielefeld zufolge scheint dies m√∂glich zu sein. Die Forschergruppe um Irene Senna lie√ü Probanden ihre H√§nde vor sich auf einen Tisch legen und klopfte dann mit einem Hammer sanft auf eine der beiden H√§nde. Dabei wurde den Versuchspersonen via Kopfh√∂rer der Klang eines Hammers, der auf Marmor trifft, vorgespielt. Nach nur wenigen Durchg√§ngen berichteten die Teilnehmer, dass sich die betroffene Hand unbeweglicher und schwerer anf√ľhlen w√ľrde. Auch der Hautwiderstand der Probanden ver√§nderte sich entsprechend. Das Ph√§nomen wurde von der Forschergruppe Marmorhand-Illusion genannt. Vermutlich entsteht die Illusion durch die Integration vieler verschiedener Sinneswahrnehmungen aus unterschiedlichen Sinnesorganen.

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Bildquelle: © Lupo / pixelio.de

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Emotionen steuerbar?

31. Januar 2014 – 15:47 wal (647x aufgerufen)

Eine Zitrone, auf die ein traurig blickender Smiley gemalt wurde.Menschen, die die Kriterien einer Angsterkrankung oder einer Depression erf√ľllen, sind oftmals nicht in der Lage, ihre Gef√ľhle angemessen zu regulieren. Dies geht meistens mit einer √úberaktivierung der beiden Amygdalae einher. Es gibt zahlreiche Ans√§tze wie per Neurofeedback die Aktivit√§t dieser Hirnstruktur herunterreguliert werden kann. Teilweise mit m√§√üigem Erfolg. Eine Studie der Psychiatrischen Universit√§tsklinik Z√ľrich k√∂nnte nun eine neue Therapiem√∂glichkeit aufzeigen:

Den Versuchsteilnehmern wurden Aufnahmen von Gesichtern mit negativen Emotionen wie z.B. Wut gezeigt, w√§hrend die Forscher die Aktivit√§t der Amygdala mittels fMRT aufzeichneten. Die jeweilige Aktivierung der Mandelkerne wurde mittels Farbinformationen, die auf dem Bildschirm neben den zu betrachtenden Gesichtern angezeigt wurde, r√ľckgemeldet. Mit Hilfe eben dieser Information sollten die Probanden versuchen, Einfluss auf den Aktivierungsgrad der Amygdala zu nehmen, indem sie die momentane Situation bewertend beschreiben. Mit Erfolg: √úber mehrere Sitzungen hinweg wurden die Versuchspersonen effizienter in der Nutzung des Neurofeedbacks.

Die Amygdala, auch Mandelkern bezeichnet, ist ein Teil des limbischen Systems und an der Verarbeitung emotionaler Inhalte integriert.

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Bildquelle: © knipseline / pixelio.de

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Neue Studie zu Aphasie bei Schlaganfällen

21. Januar 2014 – 00:01 wal (723x aufgerufen)

Das Bild zeigt ein Blaulicht.

Erleidet ein Mensch einen Schlaganfall und sind dabei vor allen Dingen Hirnbereiche, die aktiv am Verst√§ndnis und der Produktion von Sprache beteiligt sind, betroffen, so scheint eine Sprachst√∂rung fast unausweichlich. Bei rechtsh√§ndigen Patienten sind diese Hirnareale in den allermeisten f√§llen in der linken Hirnh√§lfte zu finden. Die rechte Hirnh√§lfte spielte bis vor kurzem, laut g√§ngiger Lehrmeinung, keine wesentliche Rolle. Diese Anschauung k√∂nnte jedoch bald der Vergangenheit angeh√∂ren: Ein Forscherteam um Prof. Gesa Hartwigsen der Christian-Albrechts-Universit√§t Kiel konnte nun erstmals nachweisen, dass auch das entsprechende rechte Hirnareal an der Sprachf√∂rderung beteiligt sein kann. Der Versuch bestand aus zwei Teilen. In einer ersten Versuchsreihe wurden rechtsh√§ndige Patienten darum gebeten, sich bestimmte Worte anzuh√∂ren und dann nachzusprechen. Es zeigte sich, dass vor allem Areale in der linken Hemisph√§re aktiv wurden, w√§hrend dies in der rechten Hemisph√§re scheinbar nicht der Fall war. Im zweiten Part der Studie wurden mittels einer Magnetfeldspule die Areale in der linken Hirnh√§lfte gest√∂rt, die f√ľr die Sprachproduktion ben√∂tigt werden. Dieses Verfahren ist nicht invasiv, kann aber kurzfristig die Symptome eines Schlaganfalls in der entsprechenden Gehirnregion simulieren. Nun wurden die Areale in der rechten Hemisph√§re doch aktiv. Dabei zeigte sich: Je st√§rker die Aktivierung dieser Gebiete, desto schneller fanden die Patienten eine L√∂sung f√ľr die ihnen gezeigten Sprachaufgaben.

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Mehr zum Thema „Schlaganfall und Sprachst√∂rung“ finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

 

Bildquelle: © Petra Bork / pixelio.de

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Kleine Gehirnregion, aber große Entscheidungen

20. Dezember 2013 – 00:01 wal (738x aufgerufen)

Ein W√ľrfel mit den Aufschriften: "Ja", "Nein", "Jain"

Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir gro√üe Entscheidungen treffen? Welche Gehirnregionen werden dabei aktiv? Dieser Frage ging ein Forscherteam der University of British Columbia in Vancouver nach. In einer Versuchsanordnung mit Ratten wurde die laterale Habenula mit entsprechenden Entscheidungen in Zusammenhang gebracht. Hierzu wurden die Tiere vor die Wahl gestellt: Sie konnten zwischen einer Aufgabe mit kontinuierlich kleinen Futterrationen als Gewinn w√§hlen oder einer √úbung, bei der die Belohnung zwar sp√§ter kam, daf√ľr jedoch in gr√∂√üeren Mengen. Die Ratten entschieden sich f√ľr die Aufgabe mit gro√üen Rationen, wenn die Zeitabst√§nde zwischen Aufgabenerf√ľllung und Belohnung relativ niedrig waren. Stieg jedoch die Zeitspanne, so wurde h√§ufiger die √úbung mit den kleineren Nahrungsmengen bevorzugt.

In einem weiteren Versuch wurde nun die laterale Habenula der Tiere „abgeschaltet“. Nun wurde jede Option gleich h√§ufig gew√§hlt.

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Die laterale Habenula wurde bislang nur mit Vermeidungsverhalten und Depressionen in Verbindung gebracht. Wurde die Gehirnregion mittels Stimulation durch Tiefenelektroden „abgeschaltet“, verbesserte sich meist der Zustand der depressiven Patienten.

 

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Risiko Fr√ľhgeburt

6. Dezember 2013 – 16:28 wal (990x aufgerufen)

Ein Fr√ľhgeborenes hat seine Hand auf einem Finger eines Erwachsenen liegen.

Eine neue Studie der University of Southern California in Los Angeles um¬† Stefan Bl√ľml k√∂nnte weiteren Aufschluss dar√ľber geben, wieso Fr√ľhgeburten ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Entwicklung von Verhaltensproblematiken und Entwicklungsst√∂rungen haben. Hierzu wurden MRT und Magnet Resonanz Spektroskopie Aufnahmen von den Gehirnen reif- und fr√ľhgeborener Babys erstellt. W√§hrend die MRT- Bilder keine gro√üen Abweichungen aufdeckten, zeigten die Magnet Resonanz Spektroskopie Abz√ľge signifikante Unterschiede in der biochemischen Reifung der wei√üen Substanz des Gehirns.

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Bildquelle: © N. Schmitz / pixelio.de

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Kindesmisshandlungen und ihre Langzeitfolge f√ľr das Gehirn

21. November 2013 – 00:01 wal (766x aufgerufen)

Ein Stofftier liegt verlassen auf dem Straßenasphalt.

Misshandlungen in der Kindheit scheinen Auswirkungen auf neuronale Schaltkreise des Gehirns zu haben. Zur Untersuchung dieses Ph√§nomens wurde in einer Versuchsreihe an der University of Wisconsin 64 jungen Probanden ein Fragebogen vorgelegt, der zur Einsch√§tzung des Vorliegens von Kindheitstraumata diente. Die Ergebnisse legten die Vermutung nahe, dass manche der Versuchsteilnehmer in ihrer Kindheit wirklich das Opfer von Misshandlungen wurden. In einem zweiten anschlie√üenden Schritt wurden spezielle MRT-Aufnahmen der Probanden erstellt, um die St√§rke der neuronalen Verbindungen zwischen den verschiedenen Gehirnarealen zu messen. Schwerpunkt der Forscher lag hierbei auf dem Pr√§frontalen Cortex, der Amygdala und dem Hippocampus. Alle drei Regionen sind an der Verarbeitung von Angst beteiligt. Normalerweise besteht zwischen dem Pr√§frontalen Cortex und der Amygdala eine starke neuronale Verbindung, die gelegentlich Input von der Hippocampusstruktur erh√§lt. Der Hippocampus fungiert hierbei als eine Art „Entscheidungshelfer“ bei der Frage, inwieweit eine Situation als potentiell gef√§hrlich einzustufen ist. Bei den Probanden, die in fr√ľhen Jahren vermutlich Opfer von Misshandlungen wurden, waren diese Verbindungen ( Hippocampus- Pr√§frontaler Cortex und bei M√§dchen zust√§zlich die Verbindung zwischen pr√§frontalem Cortex und Amygdala) jedoch nicht so stark ausgepr√§gt. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass der Angstkreislauf bei Misshandlungsopfern nicht optimal funktioniert. Dies k√∂nnte die generelle Besorgnis der Patienten oder aber auch ihr Neigung zu Depressionen und Angstst√∂rungen erkl√§ren.

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Bildquelle: © Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

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Möglicher Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und der Bildung von Alzheimer Plaques entdeckt

28. Oktober 2013 – 09:52 wal (1210x aufgerufen)

Gehirnscans

Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore haben einen m√∂glichen Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und der Bildung von Alzheimer Plaques entdeckt. Hierzu wurden 70 Scans von Probanden mit Schlafst√∂rungen ( weniger als f√ľnf Stunden Schlaf pro Nacht oder eine berichtete schlechte Schlafqualit√§t) begutachtet. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei den Studienteilnehmern vermehrt amyloide Plaques entdeckt werden konnten, obwohl diese nicht an Alzheimer erkrankt waren. Um einen m√∂glichen Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und der Ausbildung einer Alzheimer-Erkrankung weiter aufzudecken, sind jedoch noch weitere Studien n√∂tig.

 

Plaques: Bei der Alzheimer-Erkrankung häufen sich vermehrt sogenannte Plaques im Gehirn an. Diese bestehen aus Proteinfragmenten, den Beta-amyloiden.

 

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Mehr zum Thema Alzheimererkrankung finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek

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Bildquelle: ¬© Dieter Sch√ľtz / pixelio.de

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Wer hat Angst vor der Schweinegrippe?

24. September 2013 – 09:24 kri (710x aufgerufen)

Frau mit Atemmaske und Schutzanzug

In den letzten Jahren gab es immer wieder Infektionskrankheiten, die das Interesse der Medien stark erregten. Schweingrippe. Vogelgrippe. Besonders bei der Schweinegrippe warfen viele Experten den Journalisten bei der Schweingerippe reine Panikmacherei vor, von der nur die Pharmakonzerne profitierten. Tats√§chlich w√§re eine normale Grippewelle im Hebrst/ Winter viel gef√§hrlicher. Psychologen der Universit√§t Konstanz untersuchten anhand einer TV-Doku √ľber H1N1,¬†wie das Gehirn auf neue Gesundheitsrisiken reagiert.

 

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Bildquelle: © Clarissa Schwarz  / pixelio.de

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