Kategorie ‘Neuropsych.’


Es ist nicht immer leicht das Alter von Fremden einzuschĂ€tzen. Auch wenn die Ă€uĂerlichen Zeichen des Alterns- wie graues und ausfallendes Haar, faltige Haut und einfallende GesichtszĂŒge- auffĂ€llig sind, zeigen sie sich bei dem einen eher frĂŒher und stĂ€rker als bei dem anderen. Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass ein Schalter im Gehirn beeinflusst, wann der Prozess des Alterns einsetzt. Wurde dieser blockiert, konnte das Altern bei MĂ€usen um 20% verlangsamt werden. Erstaunlich!
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Bildquelle: © Thomas Max MĂŒller / pixelio.de
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Tags: Alter, Hypothalamus

Mathe- nicht gerade das Lieblingsfach vieler SchĂŒler. WĂ€hrend einige SchĂŒler sich als ZahlenkĂŒnstler entpuppen und komplexe Rechenaufgaben sofort durchschauen, haben andere groĂe Probleme die Rechnungen zu lösen. Nicht selten bekommen die Kinder Nachhilfe, um ihrer Matheleistungen zu steigern.
Ob diese tatsĂ€chlich zum Erfolg fĂŒhrt, haben US-Wissenschaftler nun genauer untersucht. ZunĂ€chst erhoben sie die RechenfĂ€higkeiten bei 40 Grundschulkinder, von denen anschlieĂend die HĂ€lfte Nachhilfestunden ĂŒber mehrere Wochen erhielten. Nach Ende des Programms wurden alle Kinder einem weiteren Mathetest unterzogen. Im Vergleich mit den Ergebnissen des Vortests zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Nachhilfe-Kinder. Besonders interessant sind die deutlichen Unterschiede zwischen den Kindern, wie stark sie von der Nachhilfe profierten. Erstaunlicherweise konnten die Wissenschaftler in fMRT-Studien zeigen, dass das AusmaĂ des Gehirnvolumens der beste Indikator fĂŒr das AbschĂ€tzen war.
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Bildquelle: © Dieter SchĂŒtz / pixelio.de
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Tags: Hippocampus, Kinder, Mathematik, Nachhilfe, Rechnen, SchĂŒler

Unter Psychopathie wird eine Persönlichkeitstörung definiert, bei der es Betroffenen schwer fĂ€llt mit anderen Menschen mitzufĂŒhlen , eigene Grenzen zu erkennen und Schuld zu ĂŒbernehmen. Was auch erklĂ€rt, wieso ein hoher Anteil straffĂ€llig wird. Bei einer US- amerikanischen Studie wurde erstmals systematisch die HirnaktivitĂ€t im Zusammenhang mit MitgefĂŒhl bei Psychopathen untersucht. Ziel der Wissenschaftler ist es mithilfe der Ergebnisse zum besseren VerstĂ€ndnis dieser schweren Persönlichkeitsstörung beizutragen und zu klĂ€ren, inwieweit sich Psychopathie ĂŒberhaupt behandeln lĂ€sst.
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Auch wenn einer hoher Anteil kriminell wird, ist die Gleichsetzung von Psychpoathen mit StraffĂ€lligen falsch. In der Literatur ist der Begriff des “erfolgreichen Psychpathen” entstanden, der zwar auch Persönlichkeitsmerkmale eines Psychopathen aufweist, dennoch eher als strafunauffĂ€llig gilt. Oft steigen diese mit Charme, Ăberzeugungskraft und ihrem einnehmenden Auftreten die Karriereleiter schnell auf. Um ihr persönliches Karriereziel zu erreichen, sind ihnen aber alle Mittel recht und zeigen sowohl den Kollegen und Vorgesetzten als auch dem Unternehmen gegenĂŒber kein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein und ZuverlĂ€ssigkeit.
Mit diesem Ansatz beschĂ€ftigen sich Denis Köhler und Nadine Defiebre in dem Buch “Erfolgreiche Psychopathen? Zum Zusammenhang von Psychopathie und beruflicher IntegritĂ€t”. Die Autoren untersuchen den Zusammenhang zwischen psychopathischen Persönlichkeitsmerkmalen und berufsbezogener IntegritĂ€t. Dieses Werk finden Sie auch hier, in der SULB.
Bildquelle: © Lutz Stallknecht / pixelio.de
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Tags: MRT, Persönlichkeitsstörung, Psychopathie, straffÀllig

Der eine hört stĂ€ndig Klassische Musik, der nĂ€chste entspannt bei Rocksounds und der andere mag es am liebsten bei französischen Chansons zu trĂ€umen- das sind nur Beispiele fĂŒr die Vielfalt des Musikgeschmacks. Forscher haben nun tiefere Einblicke gewonnen, was beim entsprechenden Musikgenuss im Gehirn vorgeht. Ein Bereich namens Nucleus accumbens scheint demnach das âMusikzimmerâ unseres Denkorgans zu sein. Durch ihre Ergebnisse können die Wissenschaftler sogar voraussagen, wie viel Geld jemand fĂŒr den Kauf eines MusikstĂŒcks investieren wĂŒrde.
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Bildquelle: © Gerd Altmann / pixelio.de
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Tags: Gehirn, Geschmack, Musik

Starke Kopfschmerzen, Ăbelkeit und Lichtempfindlichkeit gelten als Symptome einer MigrĂ€neattacke. LĂ€nger ist bekannt, dass bei Betroffenen das Gehirn auch auĂerhalb von akuten Attacken anders arbeitet. Durch die erhöhte Netzwerk-AktivitĂ€t in den fĂŒr die Wahrnehmung von Sinnesreizen zustĂ€ndigen Schaltkreisen kann die allgemeine ReizsensibilitĂ€t erklĂ€rt werden. Erstmals wurde von einem italienischen Forscherteam nun gezeigt, dass MigrĂ€ne-Patienten und Gesunde sich auch in der Form und Struktur des Gehirns unterscheiden. Die Ergebnisse können genutzt werden, um eine MigrĂ€ne bei Patienten besser zu erkennen.
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Bildquelle: © Benjamin Thorn/ pixelio.de
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Kategorie Klinische Psych., Neuropsych. | Keine Kommentare »
Tags: Gehirn, MigrÀne, MRT, Schmerzen

Oft ist es nur ein schmaler Grat, ab wann eine selbstbewusste und siegessichere Person als ĂŒberheblich und gröĂenwahnsinnig beschrieben wird. Eine positive SelbsteinschĂ€tzung und Grundeinstellung fĂŒr die Zukunft ist wichtig fĂŒr die mentale Gesundheit. Sie erlaubt uns neue Wege zu gehen und Probleme zu bewĂ€ltigen. Oft schwingt das GefĂŒhl leicht mit, dass wir besser als unsere Mitmenschen sind. Forscher konnten jetzt zeigen, dass dieser Hang zum GröĂenwahn neuronal verankert ist und sogar unsere Vorfahren die Tendenz zum Hochmut hatten.
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Bildquelle: © sabine meyer/ pixelio.de
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Tags: Gehirn, GröĂenwahn

Bei lĂ€ngerer, schwerer Arbeit empfinden wir oft ein sehr markantes Pausensignal. Wie instinktiv schreit unser Körper nach Ruhe und Entspannung. Aber woher stammt dieses Signal und wieso kommt es, dass wir manchmal doch diese dringende BedĂŒrfnis ĂŒberwinden können? Mit diesen Fragen hat sich eine Gruppe von Wissenschaftler um Florent Meyniel befasst.
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Bildquelle: © heyni/ pixelio.de
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Tags: Gehirn, Pause, Signal

Musik verbindet. Dies scheint auch fĂŒr die Gehirne der Musiker zu bedeuten. Scheinbar bilden sich beim gemeinsamen Musizieren hirnĂŒbergreifende Netzwerke aus. Forscher des Max-Planck-Instituts in Berlin konnten feststellen, dass die Hirnwellen von Musiker synchron waren. Dies war nicht nur der Fall, wenn die Musiker das gleiche StĂŒck, sondern auch wenn sie im Duett spielten.
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Bildquelle: © S. Hofschlaeger/ pixelio.de
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Kategorie Biologische Psy., Neuropsych. | Keine Kommentare »
Tags: Gehirn, Musik

Senioren werden meist Opfer von TrickbetrĂŒgern. Um möglichst viel Geld zu erbeuten, sind diese oft erfinderisch. Sie ziehen von TĂŒr zu TĂŒr und geben sich als Freundin des Enkels aus, der in Not ist und Geld braucht, oder als Haustechniker, mit dem doch bereits letzte Woche der Termin zur Kontrolle der Heizung ausgemacht wurde. Oft merken die Senioren erst viel zu spĂ€t, dass sie betrogen und beklaut wurden. Aber wieso fallen Renter offenbar so leicht auf diese Geschichten rein? MĂŒssten sie nicht aufgrund ihrer vieler Erfahrungen besonders skeptisch sein und diese mehr hinterfragen? Eine ErklĂ€rung scheint zu sein, dass das BauchgefĂŒhl, was oft wie die Alarmanlage des Körpers funktioniert, mit dem Alter schwĂ€cher wird.
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Bildquelle: © Maren BeĂler / pixelio.de
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Tags: Gerontologie

Wird das menschliche durch einen Unfall oder eine Krankheit schwer verletzt, bleiben oft schwere SchĂ€digungen und BeeintrĂ€chtigungen zurĂŒck. Die Nervenzellen regenieren sich nicht mehr. Bei anderen Wirbeltierarten ist dies aber möglich, z.B. der Zebrafisch. Bei Zebrafischen fĂŒhren selbst schwerwiegende Velretzungen nicht zur Narbenbildung. Ein PhĂ€nomen. Forscher von der TU Dresden konnten nun das Gen identifizieren, dass fĂŒr diese Regeneration notwendig ist. Es fungiert als “Schalter” fĂŒr die folgenden Teilprozesse.
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Bildquelle: © rike/pixelio.de
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Tags: Gehirn, Gen, Nervenzellen