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Kategorie ‘Kognitive Psych.’ ‘Kognitive Psych.’ als RSS 2.0-Feed

Wach durch transkranielle Hirnstimulation

26. Februar 2014 – 13:40 wal (734x aufgerufen)

Radarbild

Wer stundenlang einen Radar im Auge behalten muss oder Videosequenzen auswertet, muss hellwach sein und dabei am besten noch konzentriert und aufmerksam dazu. Sonst wird wom√∂glich etwas Wichtiges √ľbersehen. Problem hierbei: Arbeiten wir mit voller Konzentration, so kann diese jedoch lediglich 20 Minuten im Schnitt aufrecht gehalten werden. Dies kann gerade f√ľr den Beruf des Soldaten sehr kritisch werden. Aus diesem Grund wird in neuen Studien des Pentagons mit Hilfe von transkranieller Magnetstimulation versucht, sowohl die Aufmerksamkeit als auch die Konzentration zu steigern. Hierzu wurden Freiwillige in drei Probandengruppen eingeteilt. Eine Gruppe fungierte als Kontrollgruppe, eine zweite erhielt Koffein, die dritte wurde mit der transkraniellen Magnetstimulation behandelt. Die Aufgabe war jedoch f√ľr alle Probanden gleich: 30 Stunden wach bleiben und konzentriert einen Radar beobachten. Ergebnis: Versuchspersonen, die der transkraniellen Magnetstimulationsbedingung zugeordnet waren, zeigten im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen sehr viel bessere Leistungen und waren auch aktiver.

Transkranielle Magnetstimulation: Mit Hilfe kleiner Elektrost√∂√üe werden bestimmte Regionen des Gehirns stimuliert oder gehemmt. So k√∂nnen bestimmte Gehirnregionen k√ľnstlich „ausgeschaltet“ oder „aktiviert“ werden. Das Verfahren ist nicht invasiv und in der Regel ohne Folgesch√§den. Aus diesen Gr√ľnden wird es h√§ufig in der neurowissenschaftlichen Forschung eingesetzt.

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Bilderquelle: © Kai Tholen / pixelio.de

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Neue Forschung zum Cocktail-Party-Effekt

11. Februar 2014 – 00:01 wal (743x aufgerufen)

Buchstaben einer Schreibmaschine.

Wer kennt das nicht? Man steht auf einer Party und ist tief in das Gespr√§ch seines Gegen√ľbers versunken. Konzentriert versucht man -trotz der Lautst√§rke der Musik-, den Ausf√ľhrungen des Gespr√§chspartners zu lauschen, um dann pl√∂tzlich den eigenen Namen aus einer ganz anderen Ecke des Raumes zu h√∂ren. Doch wie funktioniert dieses Ph√§nomen, das in der Psychologie mit dem Namen „Cocktail-Party-Effekt“ betitelt wird? Dieser Frage ging eine Gruppe von Wissenschaftlern um Edward Chang der University of California in San Francisco nach. Sie fanden im auditorischen Kortex Nervenzellen, die verschiedene Arten von Konsonanten und Vokale unterscheiden. So fanden sie z.B. Neurone, die die unterschiedlichen S-Laute differenzieren oder welche, die speziell die Buchstaben „m“ und „n“ gegeneinander abgrenzten.

Unter „Cocktail-Party-Effekt“ wird in der Psychologie das Ph√§nomen bezeichnet, dass Menschen, die sich in einer lauten Umgebung bewegen oder in ein Gespr√§ch verwickelt sind, trotzdem noch verbale relevante Informationen wie z.B. den eigenen Namen aus einer Vielzahl an Hintergrundger√§uschen herausfiltern k√∂nnen.

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Bildquelle: © Marvin Siefke / pixelio.de

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Eine Tasse Kaffee bitte!

24. Januar 2014 – 00:01 wal (908x aufgerufen)

Eine Tasse Kaffee. Um die Kaffeetasse und auf dem Unterteller sind Kaffeebohnen verteilt.

Aufstehen, fertigmachen, ins B√ľro gehen und dort erstmal eine Tasse Kaffee genie√üen. Dies stellt den typischen Tagesablauf vieler Berufst√§tiger dar. Dabei erhoffen sich viele vor allem vom Kaffeegenuss eine gesteigerte Aufmerksamkeit und Wachheit.

Dass das Hei√ügetr√§nk jedoch auch m√∂glicherweise das Langzeitged√§chtnis f√∂rdern k√∂nnte, zeigt eine neue Studie der Johns Hopkins University in Baltimore: In dem zweiteiligen Versuch wurden Probanden Bilder gezeigt. Aufgabe: Entscheiden, ob die gezeigten Gegenst√§nde ins Haus oder ins Freie geh√∂rten. Im Anschluss an die Aufgabe verabreichten die Forscher einem Teil der Vesuchsteilnehmer ein Placebo, die Gruppe fungierte als Kontrollgruppe. Dem verbleibenden Rest, der Experimentalgruppe, wurde eine 200 mg Koffeintablette gegeben. Nach einem Tag fanden sich die Probanden zum zweiten Teil des Experimentes ein. Zuerst sollten die Bilder in alte und neue Abbildungen eingeteilt werden. Hierbei fand sich kein Unterschied zwischen den Gruppen. Sollten die Teilnehmer jedoch Darstellungen identifizieren, die den gezeigten Bildern √§hnelten, schnitt die Koffeingruppe sehr viel besser ab. Zum L√∂sen dieser Aufgabe mussten sich Einzelheiten der fr√ľheren Abbildungen gemerkt werden. Schluss der Forscher: Die Probanden der Koffeinabteilung hatten sehr wahrscheinlich eine detailliertere Erinnerung angelegt.

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Bildquelle: © Andreas Liebhart / pixelio.de

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Kleine Gehirnregion, aber große Entscheidungen

20. Dezember 2013 – 00:01 wal (738x aufgerufen)

Ein W√ľrfel mit den Aufschriften: "Ja", "Nein", "Jain"

Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir gro√üe Entscheidungen treffen? Welche Gehirnregionen werden dabei aktiv? Dieser Frage ging ein Forscherteam der University of British Columbia in Vancouver nach. In einer Versuchsanordnung mit Ratten wurde die laterale Habenula mit entsprechenden Entscheidungen in Zusammenhang gebracht. Hierzu wurden die Tiere vor die Wahl gestellt: Sie konnten zwischen einer Aufgabe mit kontinuierlich kleinen Futterrationen als Gewinn w√§hlen oder einer √úbung, bei der die Belohnung zwar sp√§ter kam, daf√ľr jedoch in gr√∂√üeren Mengen. Die Ratten entschieden sich f√ľr die Aufgabe mit gro√üen Rationen, wenn die Zeitabst√§nde zwischen Aufgabenerf√ľllung und Belohnung relativ niedrig waren. Stieg jedoch die Zeitspanne, so wurde h√§ufiger die √úbung mit den kleineren Nahrungsmengen bevorzugt.

In einem weiteren Versuch wurde nun die laterale Habenula der Tiere „abgeschaltet“. Nun wurde jede Option gleich h√§ufig gew√§hlt.

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Die laterale Habenula wurde bislang nur mit Vermeidungsverhalten und Depressionen in Verbindung gebracht. Wurde die Gehirnregion mittels Stimulation durch Tiefenelektroden „abgeschaltet“, verbesserte sich meist der Zustand der depressiven Patienten.

 

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Wenn die Zeit an einem vorbeirast…

22. November 2013 – 00:01 wal (634x aufgerufen)

 

Eine Sanduhr.

Jedes Jahr vergeht schneller. So zumindest das Gef√ľhl vieler Menschen, wenn sie √§lter werden. Doch wodran liegt es, dass kleine Kinder glauben, ewig auf ihren Geburtstag warten zu m√ľssen, w√§hrend √§ltere Menschen immer wieder davon berichten, dass die Zeit an ihnen vorbeifliegen w√ľrde? Manche Forscher glauben, dass Menschen die Zeit unbewusst in Relation zu ihrem bisherigen Leben setzen. Konkret bedeutet das, dass ein Jahr f√ľr ein f√ľnfj√§hriges Kind ewig erscheint, da es 1/5 seines bisherigen Lebens ausmacht. Bei Erwachsenen wird der Bruch nach dieser Logik erheblich kleiner. Jedoch wird dieser Ansatz unter Experten umstritten. In diesem Zusammenhang wird auch der Effekt beschrieben, dass in Tagesabschnitten, in denen man sich langweilt, z.B. weil man seit 20 Minuten auf den Bus wartet, die Zeit in der Wahrnehmung langsamer vergeht. Betrachtet man aber den Tag abends nochmal retrospektiv, so hat man das Gef√ľhl, er w√§re sehr schnell vor√ľbergegangen. Laut Marc Wittmann, Psychologe am Institut f√ľr Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg, wird die Zeit als langsamer wahrgenommen, wenn man sich an besonders viele Ereignisse innerhalb des Zeitabschnittes erinnert. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um das erste Mal handelt, z.B. die erste eigene Autofahrt. Im Laufe des Lebens werden jedoch eben diese „ersten Male“ oft zur Routine, sodass nicht mehr explizit jedes Ereignis erinnert wird. Dies kann dann das Gef√ľhl vermitteln, dass man in einem relativ gro√üen Tagesabschnitt wenig erlebt hat.

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Bildquelle: © Margot Kessler / pixelio.de

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Die Wirkung von Musikunterricht in der Kindheit auf die Klangverarbeitung im Alter

14. November 2013 – 00:01 wal (700x aufgerufen)

Eine Geige

Langj√§hriges¬† Musizieren in der Kindheit hat m√∂glicherweise einen positiven Effekt auf die Verarbeitung von Kl√§ngen im Gehirn √§lterer Erwachsener. Dies scheint laut einer Studie der Northwestern University auch dann der Fall zu sein, wenn seit Jahrzehnten nicht mehr aktiv ein Instrument gespielt wurde. Zur √úberpr√ľfung der Hypothese wurde Senioren eine Silbe vorgespielt. W√§hrend der Sitzung waren die Probanden kontinuierlich mit einem EEG verbunden, das die Wahrnehmungen im H√∂rzentrum der Versuchsteilnehmer „aufzeichnete“. Ergebnis: Die Senioren, die in ihrer Kindheit mehrere Jahre aktiv musiziert hatten, zeigten eine schnellere Verarbeitung als die Probanden, die nie ein Instrument gespielt hatten.

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Mehr zum Thema finden sie im B√ľcherbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts – und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Entscheidungsfähigkeit verändert sich mit dem Alter

17. Oktober 2013 – 00:01 wal (716x aufgerufen)

Zwei Schilder, die in unterschiedliche Richtungen zeigen.

Inwieweit verändert sich die Entscheidungsfähigkeit von Menschen mit dem Alter? Wird es vielleicht sogar schwieriger, Entscheidungen zu treffen, je älter man ist? Diesen Fragen ist eine Forschungsgruppe der Universität Yale nachgegangen. In der Studie nahmen Probanden verschiedener Altersgruppen an experimentellen Spielen teil. Im Laufe des Versuchs mussten immer wieder Entscheidungen, die sich auf mögliche Gewinne oder Verluste bezogen, getroffen werden. Es zeigte sich, dass die älteren Versuchsteilnehmer durchweg inkonsistentere Entscheidungen trafen. D.h. sie entschieden sich auch in scheinbar ähnlichen Situationen unterschiedlich und erzielten auch weniger Gewinne. Die Ergebnisse deuten auf eine schlechtere Entscheidungsfähigkeit im Alter hin.

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Bildquelle: © Rainer Sturm/ pixelio.de

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Wer hat Angst vor der Schweinegrippe?

24. September 2013 – 09:24 kri (710x aufgerufen)

Frau mit Atemmaske und Schutzanzug

In den letzten Jahren gab es immer wieder Infektionskrankheiten, die das Interesse der Medien stark erregten. Schweingrippe. Vogelgrippe. Besonders bei der Schweinegrippe warfen viele Experten den Journalisten bei der Schweingerippe reine Panikmacherei vor, von der nur die Pharmakonzerne profitierten. Tats√§chlich w√§re eine normale Grippewelle im Hebrst/ Winter viel gef√§hrlicher. Psychologen der Universit√§t Konstanz untersuchten anhand einer TV-Doku √ľber H1N1,¬†wie das Gehirn auf neue Gesundheitsrisiken reagiert.

 

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Bildquelle: © Clarissa Schwarz  / pixelio.de

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TV-Tipp „Kino im Kopf – Warum tr√§umen wir?“

24. September 2013 – 09:03 kri (722x aufgerufen)

Kissen mit "Schlaf gut" bestickt

Wer schon mal schwei√ügebadet mit Herzklopfen nach einem Alptraum aufgewacht ist, wei√ü wie stark Tr√§ume uns beeinflussen k√∂nnen. So kann man nach einer Nacht voller wirrer Tr√§ume sich m√ľde und kaputt f√ľhlen, obwohl man doch lang genug geschlafen hat.

Tr√§umen – was geschieht w√§hrend der Nacht im unseren Gehirn? Die Sendung „Faszination Wissen“ ist der Sache auf den Grund gegangen. Gezeigt werden Mediziner, Mathematiker und Psychologen gehen, die mit Kernspintomografen, Hirnstrommessger√§ten und Frageb√∂gen versuchen das R√§tsel zu l√∂sen.

 Zur Sendung

Bildquelle: ¬© Dieter Sch√ľtz ¬†/ pixelio.de

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Video „Fremdgesteuert“

24. August 2013 – 18:18 kri (13369x aufgerufen)

Fernbedienung

„Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst.“

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Schriftstellerin

 

Doch wie ist es abgesehen von den Gef√ľhlen mit der Macht des freien Willen? Treffen wir unsere Entscheidungen wirklich selbst? Doch wenn wir unabh√§ngig von √§u√üeren Einflusse unserer Urteile treffen w√ľrden, w√§ren Marketing und Werbung wirklungslos. Mit der Thematik der „Entscheidungsbildung“ hat sich das Magazin „W wie Wissen besch√§ftigt“.

 

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Bildquelle:¬†¬© G√ľnther Gumhold / pixelio.de

 

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