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Neues aus der Schlafforschung

17. April 2014 – 15:10 wal (854x aufgerufen)

Ein Wecker auf einem Tisch. Im Hintergrund sieht man BettwÀsche.

Wenn wir schlafen, verarbeitet unser Gehirn Informationen, die tagsĂŒber aufgenommen wurden. Neu Gelerntes wird zum Teil vom Kurzzeit- in das LangzeitgedĂ€chtnis ĂŒbertragen.

Neueren Studien zufolge scheint es sogar möglich zu sein, den Lernerfolg weiter zu erhöhen, indem das am Tag Gelernte wÀhrend dem Schlafen noch einmal wiedergegeben wird. Wurde z.B. eine am Tag eingeprÀgte Melodie wÀhrend dem Schlaf gespielt, konnten sich die Versuchspersonen am darauffolgenden Tag besser an diese Klangfolge erinnern.

Auf der Grundlage dieser Forschungsergebnisse fĂŒhrten nun Forscher der City University of New York eine Studie mit Ratten durch. Innerhalb des Versuchsaufbaus wurde den Tieren das Erkennen bestimmter GerĂŒche beigebracht. Schliefen die Ratten spĂ€ter, wurden ihnen entweder die zuvor gelernten GerĂŒche neu prĂ€sentiert oder aber völlig fremde Duftmotive. Die Frage war nun, wie sich die fremden DĂŒfte wĂ€hrend dem Schlafen auf die Konsolidierung der zuvor gelernten GerĂŒche auswirken wĂŒrde.

Es zeigte sich, dass die Tiere, die ĂŒbereinstimmende Informationen erhalten hatten, sich besser an die gelernten DĂŒfte erinnern konnten. Die Ratten jedoch, die Störinformationen erhielten, hatten auch spĂ€ter deutliche Probleme dabei, neue und bereits gelernte Duftnoten voneinander zu unterscheiden.

 

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Mehr zum Thema „Schlaf und Kognition“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © Alexandra H. / pixelio.de

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Von Marshmallows und der Willenskraft

7. MĂ€rz 2014 – 10:55 wal (585x aufgerufen)

Marshmallows, die in einer SchĂŒssel liegen.

Das Experiment ist legendĂ€r: Walter Mischel legt ein Marshmallow vor ein Kind und bittet es, die SĂŒĂŸigkeit nicht zu essen, bis er wieder zurĂŒck ist. Sollte das Kind es schaffen, bekommt es als Belohnung ein zweites Marshmallow dazu. Ergebnis: Einige Kinder können warten, andere nicht. Die Zeit, die ein Kind schafft, zu warten, wird von Mischel als Maß fĂŒr die Willenskraft gesehen. In einer Folgestudie zeigt sich, dass Kinder, die damals der Versuchung des Marshmallows widerstehen können, spĂ€ter auch erfolgreicher in der Ausbildung und der Schule sind.

Nun konnte Mischel 40 Jahre nach seinem berĂŒhmten „Marshmallow-Experiment“ zeigen, dass sich eine höhere Selbstkontrolle aus der GehirnaktivitĂ€t ableiten lĂ€sst. Probanden dieses Experimentes waren wieder die Kinder der ersten Studie, nun im Erwachsenenalter. Es zeigte sich, dass die ehemaligen Kinder, die besonders geduldig waren, scheinbar ihre neuronalen Netzwerke im Gehirn effizienter nutzten.

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Bildquelle: © Brigitte Heinen / pixelio.de

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ErinnerungslĂŒcken in der Kindheit

28. Januar 2014 – 09:52 wal (979x aufgerufen)

Seite eines Kalenders. Die drei Weihnachtsfeiertage sind abgebildet.Normalerweise können sich Erwachsene und Kinder nicht mehr an Ereignisse ihrer frĂŒhen Kindheit erinnern. Dieses PhĂ€nomen wird in der Psychologie als kindliche Amnesie bezeichnet. Doch wie kommt es zu diesen ErinnerungslĂŒcken und wann treten sie das erste Mal auf? Eine neue Versuchsreihe der Emory University in Atlanta beschĂ€ftigte sich mit genau dieser Fragestellung. Hierzu wurden Kinder im Alter von drei Jahren nach bedeutenden Ereignissen in ihrer Kindheit befragt. Bis ins Alter von neun Jahren wurden Teile der ursprĂŒnglichen Probandengruppe in Jahresabschnitten neu zu den Geschehnissen interviewt. WĂ€hrend viele der Kinder mit sechs bis sieben Jahren noch in der Lage waren, ĂŒber die Ereignisse Auskunft zu geben, konnten sich mit acht Jahren nur noch wenige richtig erinnern. Am besten konnten die Kinder noch ĂŒber die Erlebnisse berichten, die schon mit drei Jahren relativ detaillierte Aussagen ĂŒber die Erfahrungen machen konnten. Die  Forscher schĂ€tzen, dass die kindliche Amnesie etwa mit sieben Jahren einsetzt. Die Ergebnisse stĂŒtzen die Vermutung, dass die Beschreibung der Ereignisse mit Hilfe der Sprache zu einer lĂ€ngerfristigeren Speicherung im GedĂ€chtnis fĂŒhrt.

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Mehr zum Thema „Erinnerung“ und „Erinnerung und Kindheit“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek

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Bildquelle: © Joujou / pixelio.de

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Wenn die unbewusste Motivation zu Höchstleistungen anregt…

30. Oktober 2013 – 09:11 wal (1045x aufgerufen)

Ortsschild mit dem Titel: "Motivation"

Wann sind Menschen hochmotiviert? Wie schaffen es z.B. Studenten ĂŒber Monate an einer Bachelor- oder Masterarbeit zu sitzen?

Laut Prof. Hugo Kehr ( Lehrstuhl Psychologie der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen) gibt es drei Komponenten, die essentiell fĂŒr die Motivation sind: Zum einen bewusste Motive und WĂŒnsche, zum anderen unbewusste Grundmotive wie z.B. ein ausgeprĂ€gtes Machtmotiv und als drittes Element im Bunde die eigenen FĂ€higkeiten zur BewĂ€ltigung der Aufgabe. Alle drei Bestandteile liegen bei hochmotivierten Menschen in ausreichender Form vor. Fehlt jedoch eine Komponente, muss der Mensch die Aufgabe wirklich ausfĂŒhren wollen, um der TĂ€tigkeit auch nachzugehen.

Forscher der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen haben auf dieser Grundlage untersucht, wie Motivation einen Einfluss auf den eigenen Willen nehmen kann. Das Experiment bestand aus zwei Teilen: Zuerst sollten die Probanden eine relativ unangenehme Aufgabe bewĂ€ltigen, danach wurden sie dazu angehalten, beim Anschauen eines Animationsfilms nicht zu lachen. Hypothese der Forscher: Menschen, die im ersten Teilexperiment eine hohe unbewusste Motivation mitbringen, sollten im zweiten Versuchsabschnitt das Lachen besser unterdrĂŒcken können, da ihre Ressource Willenskraft nicht fĂŒr die BewĂ€ltigung der ersten Aufgabe erschöpft wurde. Die Hypothese wurde von den Ergebnissen der Studie gestĂŒtzt.

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Mehr zum Thema Motivationsforschung finden Sie im Bestand der SaarlÀndischen UniversitÀts- und Landesbibliothek

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Bildquelle: © lichtkunst.73 / pixelio.de

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Video „Fremdgesteuert“

24. August 2013 – 18:18 kri (13369x aufgerufen)

Fernbedienung

„Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst.“

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Schriftstellerin

 

Doch wie ist es abgesehen von den GefĂŒhlen mit der Macht des freien Willen? Treffen wir unsere Entscheidungen wirklich selbst? Doch wenn wir unabhĂ€ngig von Ă€ußeren Einflusse unserer Urteile treffen wĂŒrden, wĂ€ren Marketing und Werbung wirklungslos. Mit der Thematik der „Entscheidungsbildung“ hat sich das Magazin „W wie Wissen beschĂ€ftigt“.

 

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Bildquelle: © GĂŒnther Gumhold / pixelio.de

 

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Ekel auch durch Placebos „heilbar“

8. Juli 2013 – 15:58 kri (873x aufgerufen)

Geröstete Maden

Maden, Spinnen, Larven und andere Insekten lösen bei der Mehrheit GefĂŒhle des Ekels aus. Dieses Angewidertsein ist in den meisten FĂ€llen normal und nicht weiter besorgniserregend. Wenn aber die Abscheu mit einer ĂŒbersteigerten Angst bzw. Panik auftritt, kann dies einen störenden Einfluss auf das alltĂ€gliche Leben einnehmen. An der UniversitĂ€t in Graz wurde in einer Studie Ekel erstmals mit Placebo-Medikamenten „behandelt“. WĂ€hrend die Wirkungsweise von Placebos, sog. Scheinmedikamente, besonders in der Schmerzforschungung gut bekannt ist, wurden die Auswirkungen auf die Emotionen bisher wenig beachtet. Dieses Forschungsergebnis liefert wichtige Impulse fĂŒr die Therapie von Angststörungen.

 

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Bildquelle: © Niki Vogt / pixelio.de

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Die TrÀnen der Menschen

3. Juli 2013 – 14:49 kri (675x aufgerufen)

Kleiner Junge in dem Armen seiner mutter

Im Denken und FĂŒhlen unterscheidet sich der Mensch von anderen SĂ€ugetieren, dazu gehört auch das Weinen. Alle LandsĂ€uger produzieren TrĂ€nen um die Augen vor dem Austrocknen zu schĂŒtzen, nur der Mensch weint auch aus Trauer, Freude oder aus Wut. In der Forschung wird dies als emotionale TrĂ€nen bezeichnt und stellt die Wissenschaft vor einige RĂ€tsel: Was ist der Sinn vom Weinen? Nach dem niederlĂ€ndischen Neurologen Ad Vingerhoets liegt die Funktion des Weinens darin Hilflogskeit auszudrĂŒcken und bei anderen Hilfsbereitschaft hervorzurufen.

Mehr Informationen finden sie auf der standard.at

Wenn Sie mehr von dem Neurolgen lesen möchten, empfehlen wir sein Werk „Why humas like to cry- tragedy, evolution, and the brain.“ Sie finden dieses auch hier, bei uns in  der SULB.

 

Bildquelle: © GĂŒnter Havlena / pixelio.de

 

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Folgen von Multitasking beim Essen

12. Juni 2013 – 17:40 kri (650x aufgerufen)

Ein Hauptgericht auf dem Teller

In vielen FĂ€llen fĂŒhrt das Erledigen mehrerer Aufgaben gleichzeitig, dass die QualitĂ€t der Ergebnisse darunter leidet. Diese Befunde sind nicht neu und Sie finden auch Ă€ltere BeitrĂ€ge dazu auf unserer Seite.

Eine neue Studie konnte zeigen, dass auch unser Geschmackssinn davon beeinflusst wird, ob wir in Ruhe essen oder nicht. In einer niederlĂ€ndischen Studie erhielten die Probanden beim Essen bzw. Trinken entweder eine schwierige oder leichte Merkaufgabe und wurden nach dem Test nach der IntensitĂ€t des Geschmacks gefragt. Die Gruppe mit dem höheren Schwierigkeitslevel gab niedrigere Werte fĂŒr die GeschmacksintensitĂ€t an, unabhĂ€ngig welche Geschmacksrichtung. Das abgeschwĂ€chte Geschmacksempfinden wirkt sich widerum auf das Essverhalten aus. Probanden, die das Essen als pfad bzw. die GetrĂ€nke als weniger sĂŒĂŸ empfanden, nahmen sich grĂ¶ĂŸere Portionen bzw. sĂŒĂŸten diese stĂ€rker nach.

 

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Bildquelle: © neurolle – Rolf / pixelio.de

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Ungewöhnliche Lernhilfe: Kleine StromstĂ¶ĂŸe

23. Mai 2013 – 11:33 kri (677x aufgerufen)

BĂŒcherstapel

Eine „Wunderpille“, mit dem das mĂŒhsehlige Lernen angekurbelt werden kann, ist der Traum vieler. Vielleicht sind kleine StromstĂ¶ĂŸe die Alternative. Getestet wurde dies bei Personen, die mathematische Aufgaben lösen sollten. Mathematik erfordert eine hohe kognitive FĂ€higkeit. Bereits fĂŒr das Lösen einfacher Rechnungen sind die Kenntnis verschiedener mathematischer Regeln und das Wissen, wie diese korrekt angewendet werden, Voraussetzung. Die Probanden, bei denen der dorsolaterale prĂ€frontale Cortex stimuliert wurde, schnitten deutlich besser ab. Erstaunlich ist, dass der positive Effekt auch nach einem Zeitraum von sechs Monaten noch nachweisbar war.

 

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Bildquelle: © Lupo  / pixelio.de

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TV-Tipp: „Verkehrsrisiko Opa“

3. Mai 2013 – 17:14 kri (857x aufgerufen)

Autounfall

Mit der immer Ă€lter werdenden Bevölkerung steigt auch die Zahl der Ă€lteren Autofahrer. Viele von ihnen sind gesundheitlich eingeschrĂ€nkt: Sie stehen unter Medikamenteneinfluss, sehen schlechter und/ oder zeigen deutlich verminderte ReaktionsfĂ€higkeiten. Was bedeutet dies fĂŒr die Verkherssicherheit? Diese Frage versucht die Dokumentation von Alexander Czogalla zu beantworten.

Am Montag, den 06.05.13 auf NDR2 um 22:00 Uhr.

 

Mehr Informationen finden Sie auf der  Sendungshomepage.

 

Bildquelle: © Alexander Hauck / bayern-nachrichten.de/ pixelio.de

 

 

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