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Wenn die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper zum Leiden wird

3. Dezember 2014 – 00:01 wal (463x aufgerufen) |

Fast jeder war schon einmal beim Blick in den Spiegel unzufrieden mit sich selbst, sei es weil ein großer Pickel auf der Nasenspitze saß oder die Frisur einfach nicht in den Griff zu bekommen war. Problematisch wird es jedoch, wenn diese Unzufriedenheit beginnt, übermächtig zu werden und der tägliche Spiegelblick zur Tortur wird. Patienten, die an einer sogenannten „Körperdysmorphen Störung“ leiden, haben dieses Problem. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist bei diesem Störungsbild stark verzerrt, sodass die Patienten bestimmte Körperteile als hässlich erleben und diese unbedingt verdecken oder ändern möchten. Der Badaufenthalt kann so leicht in die Stunden gehen, ohne dass der vermeintliche Makel behoben werden kann. Das Störungsbild reicht bei manchen der Betroffenen gar soweit, dass sie nicht einmal mehr das Haus verlassen können, aus Scham, ihren vermeintlichen Makel der Öffentlichkeit präsentieren zu müssen.

Auch andere Bereiche können unter der Störung leiden. So sind einer US-amerikanischen Studie zufolge 61% der Betroffenen arbeitslos, 70 % single und mehr als 20% von ihnen begehen einen Suizidversuch.

Unter dem Störungsbild leiden Studien zufolge etwa 2% der Bevölkerung. Dennoch ist das Krankheitsbild in der Bevölkerung relativ unbekannt. Zur Behandlung empfohlen wird eine Kognitive-Verhaltenstherapie.

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