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Lese-Rechtschreibstörung kein zusammenhängendes Störungsbild?

11. November 2014 – 00:01 wal (447x aufgerufen) |

Die Lese-Rechtschreibstörung wird oft als zusammenhängendes Störungsbild wahrgenommen. Zwar gibt es beispielsweise auch isolierte Rechtschreibstörungen, der gesellschaftliche Fokus liegt jedoch eher auf der Lese-Rechtschreibstörung. Lesestörung und Rechtschreibstörung scheinen jedoch noch weniger miteinander zusammenzuhängen, als bisher vermutet. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Forschungszentrums IDeA.

Für die Studie wurden insgesamt über 465 Kinder, von denen eine Gruppe Lernstörungen aufwies,  in einer Längsschnittstudie untersucht. Die erste Erhebung fand im Jahre 2011 statt, als die Kinder noch die zweite Klasse besuchten. Seitdem wurden jährlich kognitive Daten der Probanden sowie ihr momentaner Lernstand erhoben.

Ergebnis: Es zeigte sich, dass die Kinder mit Lernstörung je nach Art der Störung scheinbar in unterschiedlichen Prozessen ihres Arbeitsgedächtnis Probleme hatten. So schienen Kinder mit Leseproblemen eher Einschränkungen in der zentralen Exekutive aufzuweisen, während Kinder mit Rechenstörung eher Probleme mit der Phonologischen Schleife zu haben schienen.

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Die Phonologische Schleife wird mit dem Verarbeiten sprachlicher Informationen assoziiert.

Die Zentrale Exekutive hingegen wird mit dem Abruf von Daten aus dem Gedächtnis sowie der Koordination von zeitgleichen, jedoch unterschiedlichen Handlungen in Verbindung gebracht.

 

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