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Wenn das Aussehen die Wahrnehmung beeinflusst

29. Oktober 2014 – 00:01 wal (504x aufgerufen) |

Der Fall machte Schlagzeilen. Ein Mann, mehrfach vorbestraft, wurde innerhalb kurzer Zeit zum Internetstar. Ungeachtet seiner Taten schwärmten viele über sein Aussehen und fassten Vertrauen. Doch wie kann es möglich sein, dass Menschen Vertrauen zu einem Mann fassen nur aufgrund seiner äußeren Erscheinung?

Ein Blick in die aktuelle Forschung bietet weitere Erkenntnisse. So legen aktuelle Studien beispielsweise nahe, dass Menschen, deren Gesichtszüge nur wenig Vertrauen in anderen hervorrufen, bei polizeilichen Gegenüberstellungen eher beschuldigt werden. In wieder anderen Studien wurden Versuche mit Computermodellen von Gesichtern durchgeführt. Die Gesichter waren hierbei veränderbar, sodass sie z. B. einmal grimmig oder ein anderes Mal freundlich aussahen. Generierte Gesichter, die markante Augenbrauenpartien, einen strengen Blick, eher kantige Gesichtszüge und breite Kieferknochen aufwiesen, wurden z. B. eher als kompetent eingestuft. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch weiter beim gleichzeitigen Vorhandensein einer leicht sonnengebräunten Haut und volleren Lippen. Weniger kompetent wirkten hingegen Gesichter mit eher weicheren Gesichtszügen, einer Knollennase und eng zusammenstehenden Augen.

Problematisch wird das Phänomen, wenn es auf die Arbeitswelt angewendet wird. So steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Bewerber für Führungspositionen nur aufgrund ihrer Gesichtszüge als kompetenter als andere wahrgenommen werden, ungeachtet ihrer wirklichen Befähigung.

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